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Nordvorpommern Spalding soll Ehrenbürger werden
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00:00 04.04.2014
Johann Joachim Spalding

Der Tribseeser Heimatverein und die Evangelische Kirchengemeinde haben jetzt Anträge an die Stadt gestellt, Johann Joachim Spalding posthum die Ehrenbürgerschaft der Stadt Tribsees zu verleihen. Außerdem soll eine Straße nach ihm benannt werden.

Begründet werden die Anträge damit, dass Spalding nicht nur in seiner Zeit zu den bedeutendsten protestantischen Theologen gehörte, sondern seine Schriften und sein Werk auch heute noch in zahlreichen Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Symposien an deutschen Universitäten Gegenstand der Forschung seien. Die Entscheidung über die Anträge trifft die Stadtvertretung. Die Kirchengemeinde will außerdem am Geburtshaus, dem heutigen Pfarrhaus in der Papenstraße, eine Gedenktafel anbringen lassen, die künftig an den großen Sohn der Stadt erinnern soll.

Am 1. November 2014 jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag von Johann Joachim Spalding. Der Protestant war 1714 in Tribsees als Sohn eines Pastors im jetzigen Pfarrhaus geboren worden. Spalding gilt als einer der bedeutendsten Theologen der deutschen Aufklärung. Er hat über 30 Jahre in Berlin gelebt und war dort von keinem geringeren, als König Friedrich II., als Propst an die St. Nikolai-Kirche und später zum Konsistorialrat berufen worden. Dort und auch in der Kirche St. Marien gewann Spalding bald schon durch seine Predigten an Einfluss und wurde weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Spalding schloss in dieser Zeit Freundschaft mit den Schriftstellern Ewald Christian von Kleist und Johann Wilhelm Ludwig Gleim. Beruflich orientierte er sich an den Theologen August Friedrich Sack und Siegmund Jacob Baumgarten und wurde dadurch ebenfalls zum Vordenker der Aufklärung.

„Er war ein ganz großer seiner Zeit, hat sogar mit Gotthold Ephraim Lessing Streitgespräche geführt“, sagt Vorpommern-Kenner Dr. Gerd Albrecht, Direktor des Barther Museums. Albrecht plädiert dafür, dass sich auch der Landkreis in die Ehrung einklinken sollte, weil Spalding ein Mann war, der weit über die Grenzen unseres Landes Beachtung fand.

„Spalding gehört zu den Erneuerern der Kirche und hat sie zu seiner Zeit attraktiv gemacht“, sagt Detlef Huckfeldt, Pastor in Tribsees.

Auf jeden Fall wird es Spalding zu Ehren ein Symposium geben. Dazu gibt es Kontakte zu Wissenschaftlern der Universitäten in Greifswald und Rostock, aber auch nach Münster und Erfurt, wo Spalding überall studiert hat.

Ein echter Vorpommer
wurde am 1. November 1714 in Tribsees also Sohn eines Pastors im heutigen Pfarrhaus geboren. Er starb am 25. Mai 1804 in Berlin.
Er besuchte das Sundische Gymnasium in Stralsund, studierte anschließend bis 1734 an den Universitäten Rostock und Greifswald Philosophie, Theologie und alte Sprachen.



Harry Lembke und Reinhard Amler

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