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Nordvorpommern Sundhagen zahlt 2,2 Millionen an Kreis
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00:05 25.11.2017
Miltzow

Sundhagen, mit knapp 6000 Einwohnern größte Gemeinde im Amt Miltzow, wird im kommenden Jahr noch einmal ordentlich Federn lassen müssen. Denn sie wird mehr Geld an den Landkreis Vorpommern-Rügen überweisen müssen als in diesem Jahr. Und das trotz wohl sinkender Kreisumlage, die Grundlage der Zahlungen ist. Die Kreisumlage sinkt wahrscheinlich von 46,48 auf 46,02 Prozent.

„„Wir brauchen einen beschlosse- nen und genehmigten Haushalt, damit wir unsere Ziele 2018 umsetzen können.“Helmut Krüger (CDU), Bürgermeister von Sundhagen

Zur Kreisumlage sind alle Gemeinden gesetzlich verpflichtet. Denn sie dient dem Landkreis dazu, seine originären Aufgaben zu erfüllen. Der Landkreis muss zum Beispiel für alle sozialen Leistungen, ob Wohnkosten für Hartz-IV-Bezieher, Kita-Betreuung oder Hilfen zur Erziehung in all seinen Gemeinden aufkommen.

254 000 Euro werden es konkret sein, die von Sundhagen mehr an den Landkreis überwiesen werden müssen, rechnet Benno Czarnojahn, Kämmerer im Amt Miltzow, von dem Sundhagen mitverwaltet wird, vor.

Summasummarum zahlt Sundhagen 2018 dann 2,194 Millionen Euro ans Landratsamt.

Aber das ist nicht die einzige Mehrausgabe im kommenden Jahr, die von der Gemeinde Sundhagen zu leisten ist. Denn auch fürs Amt Miltzow, das Sundhagen ebenso wie Elmenhorst und Wittenhagen verwaltet, steigt die Umlage. Czarnojahn geht von weiteren rund 150 000 Euro aus. Und weil das alles noch nicht schlimm genug für den gemeindlichen Haushalt ist, muss Sundhagen für 2018 auch noch mit weniger Schlüsselzuweisungen vom Land fürs Gemeindesäckel leben. Das werden dann noch einmal rund 370 000 Euro sein. Zählt man alle drei Summen zusammen, kommt man auf knapp 800 000 Euro, die 2018 im Haushalt der Gemeinde weniger zur Verfügung stehen. Und der ist ohnehin seit Jahren defizitär.

Grund für diese höheren Umlagen und die geringeren Schlüsselzuweisungen sind allerdings mehr Steuereinnahmen, vor allem von den Gewerbetreibenden, von denen Sundhagen profitiert. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die Berechnung der an den Landkreis und das Amt zu zahlenden Umlagen. „Es sind komplizierte Umrechnungsformeln“, sagt Czarnojahn, „die für Außenstehende oft unverständlich sind.“

Unterm Strich ist es eine harte Nuss, die Sundhagen 2018 zu knacken hat, denn die Gemeinde plant ja bekanntlich im kommenden Jahr große Investitionen, wie den Bau der Schule in Miltzow und die Neuerrichtung des Feuerwehrgerätehauses in Brandshagen.

Czarnojahn meint aber, dass diese Investitionen trotzdem möglich seien. Erstens gibt es noch liquide Mittel, die Sundhagen langfristig als Reserve hat. Und unabhängig davon bemüht sich die Gemeinde seit langem um möglichst hohe Förderquoten. Und da seien die Aussichten bekanntlich auch nicht schlecht. Und als Haushaltsexperte fügt Czarnojahn noch hinzu, dass ein unausgeglichener Ergebnishaushalt nicht bedeutet, dass auch der Finanzhaushalt, aus dem die laufenden Zahlungen dann beglichen werden, ebenfalls unausgelichen ist. Viel wichtiger sei und das unterstrich auch Bürgermeister Krüger auf der letzten Gemeinderatssitzung noch einmal, dass der Haushalt der Gemeinde so schnell wie möglich beschlossen und genehmigt wird. Denn ohne ihn geht gar nichts.

2017 konnte die Gemeindevertretung in Sundhagen diese wichtige Arbeitsgrundlage bereits im Dezember verabschieden. Für 2018 wird es wohl Januar werden, weil es personelle Engpässe gibt.

Reinhard Amler

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