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Trend hält an: Weniger Arbeitslose

Grimmen Trend hält an: Weniger Arbeitslose

Quote sinkt im September in Grimmen und Umgebung auf 8,2 Prozent

Grimmen. Die Arbeitslosigkeit ist in Grimmen und Umgebung im September weiter gesunken. Zum Monatsende waren 1075 Frauen und Männer bei der Geschäftsstelle Grimmen der Agentur für Arbeit gemeldet, die keinen Job hatten. Das sind 43 Arbeitslose weniger im Vergleich zum Vormonat. Damit ist die Arbeitslosenquote im zu Ende gehenden Monat um 0,4 Prozentpunkte gesunken. Sie liegt aktuell bei 8,2 Prozent (Vormonat 8,6 Prozent). Wie in Grimmen, verzeichnet die Agentur für Arbeit Stralsund diesen positiven Trend in allen Geschäftsstellen des Agenturbezirks.

Überall ist die Arbeitslosigkeit im September weiter gesunken, im gesamten Agenturbezirk von 8,4 auf 8,1 Prozent.

Für Dr. Jürgen Radloff, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stralsund, ist jedoch nicht nur der Vergleich mit dem Vormonat erfreulich. „Wenn ich mir den September des letzten Jahres ansehe, hatte die Arbeitslosenquote im gesamten Agenturbezirk noch einen Wert von 9,5 Prozent. Heute liegen wir 1,4 Prozentpunkte unter diesem Niveau“, zieht er Vergleiche. Diese Entwicklung trifft auch für die Grimmener Geschäftsstelle zu, die im Vergleich zum September des Vorjahres 147 weniger Arbeitslose registriert. Für Agenturchef Radloff ist dies Ausdruck einer insgesamt sehr positiven Entwicklung, die die Region in den letzten Jahren erlebt hat. Dies werde umso deutlicher, je weiter man in die Vergangenheit zurückblicke, so Radloff. Die höchste Arbeitslosenquote in einem September verzeichnete die Arbeitsagentur Stralsund 2004 - unmittelbar vor der Einführung des Arbeitslosengeldes II. Damals lag ihr Wert bei 21,6 Prozent. Über 27000 Männer und Frauen waren zu dieser Zeit arbeitslos gemeldet. Das waren beinah dreimal so viele wie im heutigen Berichtsmonat.

Zwei Faktoren sind aus Sicht Jürgen Radloffs für die Rückgänge der Beschäftigungslosigkeit verantwortlich: zum einen eine positive wirtschaftliche Entwicklung in der Region und zum anderen aber auch die stärker werdenden Auswirkungen der Demographie. „Der Arbeitsmarkt altert! In der Folge gehen immer mehr Personen in den Ruhestand. Dadurch sinkt zwar die Zahl der Arbeitslosen – was sich in niedrigeren Quoten niederschlägt. Auf der Seite der Beschäftigten bedeutet dies aber: Gehen gut qualifizierte Arbeitnehmer in Rente, finden die Unternehmen oft für die sich auftuende Lücke nur schwer adäquaten Nachwuchs", sagt er. Eine Problem, dem sich auch die Arbeitsagentur widme.

Udo Burwitz

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