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Nordvorpommern Unternehmen zu Gast am Frühstückstisch
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Unternehmen zu Gast am Frühstückstisch
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00:00 06.05.2017
Grimmen

Das Grimmener Unternehmen Prolupin war jetzt in Person von Lisa Hiddemann Gast der gut besuchten Frühstücksrunde des Sozialverbandes, zu dem sich die Mitglieder wieder im Café „Kiek in“ der Arbeiterwohlfahrt in Grimmen trafen. Lisa Hiddemann arbeitet als Qualitäts-Managerin bei dem Unternehmen und stellte die Firma den Gästen vor. So war zu erfahren, dass vor Gründung des Unternehmens bereits viele Jahre lang Grundlagenforschung betrieben worden war. Nach mehr als zehnjähriger Forschungsarbeit am Fraunhofer Institut war im Jahr 2009 die Prolupin GmbH gegründet worden. Durch ein spezielles Verfahren konnten nun bisher nicht genutzte Lupinen-Proteine erstmals für Nahrungsmittel eingesetzt werden.

Lisa Hiddemann hatte für die Gäste der Frühstücksrunde des Sozialverbandes in Grimmen Lupine-Produkte zum Kosten mitgebracht. Quelle: Foto: Peter Franke

Für diese Forschungsleistung hatten die Fraunhofer-Forscher Dr. Stephanie Mittermaier und Dr. Peter Eisner sowie Katrin Petersen von der Prolupin GmbH im Jahr 2014 den mit 250000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten in Empfang nehmen dürfen. „Das hat gezeigt, wir sind auf dem richtigen Weg“, blickte Lisa Hiddemann zurück. „2011 war unser Lupinesse-Eis auf den Markt gekommen“, informierte die Managerin. Inzwischen sind auch Desserts, Mayonnaisen, Joghurts, Brotaufstriche und anderes mehr unter der Dachmarke „Made with Luve“ im Handel zu haben. Das Grundprodukt wird in Grimmen hergestellt. Gelistet sei man unter anderem bei Edeka, Globus, Real und Rewe, antwortete sie auf die Frage von Ulrich Nehls, wo man die Produkte denn kaufen könne. Schwer nachzuvollziehen für die Frühstücksrunde: Die Lupinen-Produkte gebe es leider noch nicht im Grimmener Einzelhandel, war zu erfahren. Lisa Hiddemann verwies als Alternative auf den Werksverkauf in Grimmen jeweils freitags von 8 bis 16 Uhr. Das Lupinen-Eis gebe es dann aber nicht: „Dafür haben wir keine Lagerkapazität.“

Lupine sei ein Rohstoff, der nicht importiert werden muss, unterstrich die Prolupin-Managerin. Das Unternehmen beziehe die Lupinen-Samen ausschließlich aus Mecklenburg-Vorpommern. Auf den hiesigen sandigen Böden, angereichert mit Stickstoff, würden die Pflanzen gut gedeihen. Verwendet werde ausschließlich die blaue Süßlupine, die enthalte wenig Bitterstoffe. „Wie werden die Produkte denn angenommen?“, wollte Jürgen Steffen wissen. „Positiv“, versicherte Lisa Hiddemann. Das Unternehmen sei auch auf Messen präsent. „Wenn die Leute gekostet haben, fragen sie immer, wo es das gibt. 2016 haben wir deutschlandweit 2,5 Millionen Produkte verkauft“, berichtete Hiddemann. Die Firma habe schon 18 Mitarbeiter, verteilt auf die Standorte Grimmen und Bremen (Verwaltung) sowie im Außendienst.

„Ist denn schon eine Erweiterung geplant?“, fragte Ulrich Nehls. „Ausbaupläne existieren“, wusste Lisa Hiddemann zu berichten. Genaueres könne sie aber nicht sagen.

Zum Abschluss der traditionellen Frühstücksrunde im Awo-Café durften die Teilnehmer Leckeres aus Lupine kosten. Lisa Hiddemann hatte eigens dafür veganen Joghurt mit Stracciatella, Mango und Heidelbeer-Cassis mitgebracht sowie Schoko- und Vanille-Dessert.

Peter Franke

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