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Nordvorpommern Yacht am Haken: Marina Neuhof setzt auf Kran-Riesen
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Yacht am Haken: Marina Neuhof setzt auf Kran-Riesen
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00:05 10.05.2017
Die Marina Neuhof aus der Vogelperspektive. Die Betreiber wollen den maritimen Anleger auf mehr als 200 Liegeplätze erweitern. Quelle: Foto: Marina

Daniel Kieschnick hat die „Pretty“ am Haken. Die schneeweiße Segelyacht ist eines der vielen Boote, die derzeit aus den Winterlagern geholt und zum Start in die neue Saison wieder zu Wasser gelassen werden. Dafür zuständig sind Hafenmeister Kieschnick und der SDK. Letzterer ist ein wahrer Gigant und Muskelprotz, kann er doch Schiffe bis zu 20

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Neuer Säulendrehkran setzt derzeit Boot um Boot ins Wasser / Die Maßanfertigung kann bis zu 20 Tonnen Gewicht hieven

Tonnen Gewicht in die Höhe hieven. SDK steht für Säulendrehkran, ist eine Maßanfertigung der Firma AHA für die Marina Neuhof und kommt während des Einkranens momentan zu seinen ersten Einsätzen auf dem Gelände des Yachthafens.

Hafenmeister Daniel Kieschnick lenkt den Giganten. Per Joystick. Ganz einfach. Zumindest sieht es einfach aus. Ist es aber nicht. Volle Konzentration ist gefragt, wenn die Riemen um den Schiffsbauch gelegt und an der Traverse befestigt sind und die Yacht langsam in die Höhe gezogen wird. Der Kran-Riese schnurrt wie ein Kätzchen, als sein Arm mit der Bootslast vorsichtig zum Hafenbecken schwenkt und dort die Yacht ebenso sacht absenkt, bis sie im Wasser schwimmt. Daniel Kieschnick ist begeistert. Noch im vergangenen Jahr hat er in einem alten, lauten und stinkenden Dieselkran gesessen und die Yachten der Segler damit in das Wasser gebracht. „Jetzt ist es schön leise und stinkt nicht mehr, wenn wir kranen“, sagt der Hafenmeister und schmunzelt.

Der neue Kran – kurz vor Ostern in der Marina Neuhof eingeweiht – kommt derzeit erstmals so richtig zum Einsatz. „Wir konnten jetzt längere Zeit wegen des Sturms nicht kranen“, sagt Ingrid Müller-Neuhof aus dem Hafenbüro. Auch das Wetter sei in diesem Frühjahr bislang nicht so vielversprechend gewesen, dass die Eigner ihre Boote schon frühzeitig im Wasser haben wollten. Doch nun geht es in der Marina Schlag auf Schlag. Boot für Boot verlässt die Hallen, die als Winterlager dienen und wird in den Hafen geschoben, wo Daniel Kieschnick dann dafür sorgt, dass sie wieder Wasser unter den Kiel bekommen.

„Ich habe mein Boot seit vergangener Woche drin“, erzählt Günter Föste. Der Nordrhein-Westfale ist seit 2009 Dauergast in Neuhof. Allerdings sei er noch nicht dazu gekommen, einen ersten Törn zu unternehmen. „Es war noch ganz schön kalt und heute ist Flaute“, sagt er, während er seine Reisetasche im Auto verstaut. Leider müsse er nun auch wieder zurück nach Bielefeld, aber in etwa sechs Wochen ist er wieder hier. „Und dann komm’ ich hoffentlich auch einmal zum Segeln“, sagt er. Vergangenes Jahr, da habe er wegen der Sturmflut in Lauterbach auf Rügen festmachen müssen. „Fünf Meter hohe Wellen waren da angesagt und das Sperrwerk in Greifswald kam zu seinem ersten Einsatz“, erinnert er sich an die Tage im Herbst. Ganz so aufregend müsse es ja nicht gleich wieder werden. Ein netter ruhiger Törn, das wär’ schon was.

170 Liegeplätze sind in der Marina Neuhof momentan verfügbar. Im Vorjahr war die kleine Marina so gut wie ausgebucht und auch in diesem Jahr rechnen die Betreiber mit einer guten Auslastung.

Claudia Noatnick

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