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Grimmen Nur Lob für die neue Trasse
Vorpommern Grimmen Nur Lob für die neue Trasse
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00:04 23.04.2018
Bereits zur Eröffnung hatten sich viele Bürger auf dem Sportplatz eingefunden. Im Hintergrund die Band “Ersatzteile“ aus Oebelitz.
Bassendorf

Sandra Boy, die Deyelsdorfer Bürgermeisterin, strahlte Sonnabend übers ganze Gesicht, als wollte sie sagen: „Es hat sich gelohnt.“ Denn schon vor der offiziellen Einweihung des Erlebnispfades Trebeltal waren so viele Gäste auf den Sportplatz Bassendorf gekommen, wie dieser wohl seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

Die Menschen strömten regel- recht zum Bas- sendorfer Volks- fest auf den Sportplatz.

„Aus einer kleinen Idee ist hier ein Riesenprojekt geworden“, freute sich die Bürgermeisterin gemeinsam mit ihren vielen Mitstreitern über den fertiggestellten Erlebnispfad Trebeltal, den am Vormittag schon viele erwandert hatten. Mit zu den ersten, die sich auf den Weg gemacht hatten, gehörten die Grimmener Radsportfreunde unter Rüdiger Strohmeyer. „Ein toller Ausflug“, meinte er.

„Wir wollen, dass der neue Pfad eine Mischung aus Spiel, Spaß und Information wird“, sagte Sandra Boy und hofft natürlich, dass sich auch umliegende Schulen angesprochen fühlen, Wandertage hierher zu verlegen.

Gudrun Kasten, Rosemarie Genz und Chefin Jacqueline Widmann vom Feuerwehrverein Deyelsdorf beschlossen spontan, demnächst mit ihren 40 Vereinsmitgliedern hier einen Tagesausflug zu unternehmen.

Sonnabend hatten die Frauen allerdings anderweitig alle Hände voll zu tun. Sie waren für die Verpflegung des Volksfestes zuständig. Bratwürste wurden ihnen förmlich aus den Händen gerissen.

30 Kilometer lang ist der neue Rundweg. Er führt von Tribsees über Deyelsdorf nach Nehringen und Bassendorf sowie den Stubbendorfer Forst und dann wieder zurück nach Tribsees. Vor knapp einem Jahr begannen die Ausbauarbeiten. Gekostet hat das Projekt 255 000 Euro. Das meiste Geld kam aus dem Leader-Topf, einem EU-Programm, den Rest steuerten die Kommunen bei: Deyelsdorf 33000, Tribsees 24 000 und Grammendorf 3 000 Euro. Projektpartner war die Landesforst. Sie ließ durch den Stubbendorfer Forst einen 4,5 Kilometer langen Waldlehrpfad anlegen. „Einen wunderbaren“, wie Forstamtsleiter Bernhard Finckenstein sagte. Er hofft, dass dies nicht nur ein Insidertipp bleibt, sondern ein Renner wird.

Viele Interessierte nutzten am Sonnabend bereits die Möglichkeit, den Pfad zu erkunden, denn eine geführte Radtour durch den Stubbendorfer Wald nach Bassendorf mit Zwischenstopps beim Naturschutzbund und am Hof „Little Uncle“ im Tribseeser Ausbau hatte reichlich Zuspruch. Ebenso eine geführte Wanderung durch das Waldlabyrinth. Dietlind und Wilfried Burmeister waren sogar aus Damgarten gekommen.

Sie hatten sich mit Detlef und Brigitte Karallus aus Grammendorf auf einen Teil der Route gemacht.

Vor mehr als drei Jahren hatten die Planungen für den Erlebnispfad begonnen. Einer, der viel dafür gekämpft hat, ist Revierförster Jörg Ludwig. Er wollte keinen normalen Naturlehrpfad mit Schautafeln, sondern einen, der mehr hergibt: Mit Streuobstwiese und QR-Codes an den Tafeln. Damit kann man sich übers Handy nun weitergehende Informationen holen. Zu Ludwigs Mitstreitern zählte Birgit Kammrath vom Amt Recknitz-Trebeltal. Bei ihr war Sonnabend allerdings die Freude ein wenig getrübt. Denn sie berichtete über ersten Vandalismus, für den sie natürlich kein Verständnis hat. So wurde bei Tribsees eine komplette Sitzgruppe gestohlen. Ebenso beschädigten Unbekannte die neue Komposttoilette in Bassendorf.

Doch Sonnabend überwog die Freude über das Geschaffene. Bis in die Nacht wurde gefeiert. Auch zwei der fünf Landratskandidaten hatten sich unters Partyvolk gemischt: Steffen Bartsch-Brüdgam (Die Linke) aus Tribsees und Steffen Ulrich (Einzelbewerber) von Rügen. Der Haupt- und Ordnungsamtsleiter und stellvertretende Bergener Bürgermeister sagte: „Es ist toll, was hier auf die Beine gestellt wurde.“ Angesichts der vielen Menschen fügte er hinzu: „So stelle ich mir dörfliches Miteinander vor.“

Der Pfad

15 Kilometer lang ist die kleine Runde, 30 Kilometer lang die große.

Die große Runde des Erlebnispfades verläuft von Nehringen über Dorow, Bassendorf, Stubbendorfer Forst, Tribsees, Techliner Wald, Deyelsdorf, Fäsekow und Dorow zurück nach Nehringen.

Die kleine Runde beginnt am Stubbendorfer Forst (dort soll das Forstamt eingebunden werden) in Richtung Tribsees, über den Tribseeser Stadtwald nach Deyelsdorf und wieder zurück nach Stubbendorf.

Reinhard Amler

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