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Grimmen Nur noch zwei Schandflecke im Besitz von Torsten Abs
Vorpommern Grimmen Nur noch zwei Schandflecke im Besitz von Torsten Abs
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00:01 22.10.2016

Das „Immobilienimperium“ von Torsten Abs schrumpft weiter. Gestern wurden im Greifswalder Amtsgericht zwei seiner Grundstücke an der Ecke Lange Straße/Kapaunenstraße an einen Mann aus dem niedersächsischen Cappeln versteigert. Das Gelände ist aktuell mit einem kleinen, natürlich entstandenen Wald bewachsen, der nach dem Abriss der Häuser am Ende der DDR entstand.

In der Greifswalder Altstadt gehören Abs, beziehungsweise seinen Gesellschaften, damit nur noch zwei Schandflecken. Erstens ist das das Grundstück am Karl-Marx-Platz 19 auf dem früher das Kinderheim „Herta Geffke“ stand. Das zweite Grundstück liegt an der Schützenstraße Richtung Kuhstraße. Dieses Grundstück hat Torsten Abs von seinem Vater geerbt. Markant ist die Ruine der Villa Schützenstraße 5 auf diesem Gelände. Als das Haus 2014 abbrannte, da war schnell von heißem Abriss die Rede. Tatsächlich erteilte die Stadt im ersten Halbjahr auch die Genehmigung zum Abbruch. Erfolgt ist dieser bislang jedoch nicht. Darüber hinaus gehören Abs in Greifswald Grundstücke am Hohen Graben in Eldena. Dass dort eines Tages – wie spekuliert wird – Wohnhäuser entstehen, ist sehr zweifelhaft. Die Ortsteilvertretung Eldena ist jedenfalls dagegen.

Die Geschichte des 1962 geborenen Torsten Abs als erfolgloser Immobilienunternehmer läuft im dritten Jahrzehnt. Er erwarb nach der Wende diverse Immobilien in Greifswald und Umgebung, darunter einen Wohnblock in Diedrichshagen. Zu Ende saniert hat Abs nicht eine seiner vorpommerschen Immobilien, aber einen großen Teil seiner Häuser inzwischen wieder verloren.

Greifswalder Investoren retteten beispielsweise statt seiner die denkmalgeschützten Häuser Am Mühlentor 2 und Markt 26/27.

Torsten Abs soll sich seit Jahren vor allem in Berlin aufhalten, ist aber auch immer wieder in Greifswald. Insider berichten außerdem, dass er ebenfalls in Stralsund geschäftlich aktiv ist.

An Interessenten für seine Greifswalder Innenstadtgrundstücke fehlt es in der Universitätsstadt nicht. Anlagebereites Kapital gibt es hier genug. Wegen des knappen Angebots erreichen die Grundstückspreise in der Hansestadt immer neue Rekordhöhen. Dafür ist die gestrige Zwangsversteigerung der Grundstücke an der Langen Straße ein sehr gutes Beispiel. Denn erst als der Niedersachse etwa 400 Euro je Quadratmeter für das größere Grundstück (etwa 680 Quadratmeter) bot stieg der letzte Mitbewerber aus. Insgesamt waren das 270000 Euro. Ein Konkurrent ging bis 260000 Euro mit.

217 Euro pro Quadratmeter reichten für die zweite Fläche. Dieses Grundstück ist aber nicht frei von weiter bestehenden finanziellen Belastungen und außerdem recht klein für eine eigenständige Entwicklung. Zum Vergleich: Als die Greifswalder Ziemer & Müller GbR 2012 das erste Grundstück auf diesem Areal ersteigerte, reichten 258 Euro für einen der 415 Quadratmeter. 107100 Euro waren 100 Euro mehr, als der Verkehrswert. Den bot die Stadt Greifswald.

Eckhard Oberdörfer

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