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00:45 03.03.2016

Erinnerungen werden wach Zu: „Oleksandr ist ein guter Mensch“ (OZ vom 26. Februar):

Am Donnerstag (25.2.16) schon Stadtgespräch und am Freitag (26.2.16) stand es in der Zeitung. „Sascha“ und Familie wurden abgeschoben. Diese Tatsache löst bei mir schlimme Erinnerungen aus. Da denke ich an „Nacht-und Nebelaktionen“, wenn zu DDR-Zeiten die Staatsmacht zuschlug und nachts klingelte, um Menschen abzuholen. Noch schlimmer. Ich denke an Gespräche mit alten Grimmern über Grimmer Juden und ihr Schicksal. Frau sagte:“ . und morgens waren sie nicht mehr da.“

Die Praxis, Menschen nachts aus der Wohnung zu holen, ohne Rücksicht auf schlafende kleine Kinder, sei , so dachte ich immer, Praxis in Diktaturen und sollte in einem Rechtsstaat nicht gängige Praxis sein. Wie wirkt das auf Kinder??Zu traumatischen Erfahrungen der Flucht kommen neue dazu, ist das etwa beabsichtigt?? Wie ist solche Praxis mit dem Grundgesetz, dem hohen Gut der Menschenwürde, zu vereinbaren?

Noch eine ganz bittere Erinnerung wird wach, wenn ich lese: „Doch Gefühle können sich Beamte nicht leisten. Sie machen einfach ihren Job.“ Bei der sogenannten Stasi-Aufarbeitung habe ich so oft gehört, wir haben doch nur unsere Pflicht getan. Von Unrechtsbewusstsein oder Empathie den Opfern gegenüber kaum eine Spur. Da gibt es spektakuläre Prozesse z.B. gegen ehemalige Aufseher im KZ-Auschwitz, und das Argument der Verteidigung, sie taten doch nur ihre Pflicht. Ja „sie machen einfach ihren Job.“ Schlimm. Meine Sympathie gilt ganz uneingeschränkt „Sascha“ und Familie. Wie mit ihnen umgegangen wurde, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Solche „Nacht- und Nebelaktionen“ sind eines Rechtsstaates unwürdig.

Heinz Wenzel, Grimmen

OZ

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