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Opernale 2017: Vorverkauf startet

Jager Opernale 2017: Vorverkauf startet

„De Zauberfläut“ noch zweimal als Gastspiel im Marstall von Schloss Basedow zu erleben

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Fieken Dunnerwedder (Petra Schwaan-Nandke, l.)) ist am Wochenende noch zweimal gemeinsam mit Pamina in De Zauberfläut zu erleben.

Quelle: Foto: Vicent Leifert

Jager. . Der Opernale-Verein startet Mitte Mai den Vorverkauf für das diesjährige Projekt „Käthe, Alwine, Gudrun – drei Frauen, drei Zeiten, eine Wurzel“. In diesem Jahr sind die Opernale-Macher aus Jager in der Gemeinde Sundhagen wieder auf Tour, um Kultur, also insbesondere Oper, aufs platte Land zu bringen. Das bedeutet, zwischen dem 9. September und dem 7. Oktober sind sie in insgesamt 13 Kirchen in ganz Mecklenburg-Vorpommern zu erleben.

Mit dem Auftragswerk „Käthe, Alwine, Gudrun – drei Frauen, drei Zeiten, eine Wurzel“ mit dem Untertitel „Weibliche Erben der Reformation“ feiert der Opernale-Verein das Lutherjahr 2017. Gefeiert, also in den Mittelpunkt gestellt, werden zumindest die weiblichen Erben der Reformation. „Käthe, Alwine, Gudrun – drei Frauen, drei Zeiten, eine Wurzel“ lautet denn auch der Titel der Opernale 2017.

„Es geht um Katharina von Bora (1499-1552), Luthers Frau Käthe, die sozusagen die Urmutter aller Pfarrersfrauen war“, erklärte Henriette Sehmsdorf, künstlerische Leiterin der Opernale. Gemeinsam mit dem Reformator schuf sie das erste evangelische Pfarrhaus und damit eine Institution, die es so nur in Deutschland gibt. Auch Alwine Wuthenow (1820-1908) stammt aus einem Pfarrhaus. Sie wurde in Neuenkirchen bei Greifswald geboren. „Sie bringt den regionalen Aspekt in unsere Aufführungen“, verriet Sehmsdorf. In der musikdramatischen Theateraufführung sind vertonte niederdeutsche Gedichte der Neuenkirchnerin zu hören. Gudrun Ensslin (1940-1977), RAF-Terroristin und ebenfalls aus einem evangelischen Pfarrhaus stammend, ist die dritte Frau, um die es gehen wird.

„Käthe wird versuchen, zwischen der depressiven und gottesfürchtigen Niederdeutsch-Dichterin Alwine Wuthenow und dem hochexplosiven Weltbild der schwäbischen Gudrun Ensslin zu vermitteln. Es wird ein Brückenschlag zwischen der Reformationszeit, dem Biedermeier und dem 20. Jahrhundert“, ordnete Henriette Sehmsdorf die Handlung ein. Es gehe um das weibliche Selbstbild und die Heimat und um die immer aktuelle Frage „Was zählt am Ende?“ In einem Transitraum zwischen Himmel und Erde treffen Katharina von Bora (1499-1552), Alwine Wuthenow (1820-1908) und Gudrun Ensslin (1940-1977) aufeinander, drei Frauen aus dem protestantischen Milieu mit jeweils starkem Charakter, die unterschiedlicher nicht sein könnten: praktisch die eine, fromm die andere, rebellisch die dritte. Da ein Entweichen nicht möglich ist, geraten die Frauen in hitzige Debatten über ihren Glauben, über Selbstverwirklichung und Ungehorsam. Der Start der Opernale-Tour erfolgt am 9. September in Alwines Geburtsort Neuenkirchen bei Greifswald, in der dortigen Pfarrkirche. Der Schlussakkord wird ziemlich in der Nähe am 7.Oktober 2017 im Greifswalder Dom zu hören sein. Aber auch in kleinen Dorfkirchen wie in Horst ist die Opernale zu erleben. Verkörpert werden die Frauen von Barbara Ehwald (Käthe), Claudia Roick (Alwine) und Katja Klemt (Gudrun). Sie werden musikalisch begleitet von Annette Fischer (Blockflöte, Klarinette, Saxofon) und Benjamin Saupe (Klavier).

Die Stückidee stammt von der künstlerischen Leiterin, Henriette Sehmsdorf, die nach einer Vorlage des Schriftstellers Ulrich Frohriep aus Süderholz auch das Libretto erarbeitete. Die Komposition wurde nach einem Wettbewerb in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop, an den Greifswalder Kirchenmusiker Benjamin Saupe vergeben.

Im Anschluss an die letzte Vorstellung feiert der Verein „Das waren 7 Jahre Opernale“ – ein fröhlicher Rückblick und Livemusik mit den „Freunden des vollen Mondes“ im St. Spiritus Greifswald, der Eintritt dafür ist frei.

Karten gibt es unter www.opernale.de, bei allen Meerticket-Vorverkaufsstellen sowie bei den meisten Mitveranstaltern vor Ort zum symbolischen Eintrittspreis von 15,17 EUR .

Termine Opernale 2017:

Im Lutherjahr ist die Opernale auf Tour mit: „Käthe, Alwine, Gudrun – drei Frauen, drei Zeiten, eine Wurzel“:

Sonnabend , 9.9., 18 Uhr, Pfarrkirche Neuenkirchen bei Greifswald Sonntag , 10.9., 18 Uhr, Dorfkirche Blankenhagen bei Marlow Donnerstag , 14.9., 19 Uhr, Dorfkirche Trantow bei Loitz Freitag , 15.9., 19 Uhr, Kloster Ribnitz Freitag , 22.9., 19 Uhr, Kirche St. Thomas Tribsees Sonnabend , 23.9., 18 Uhr, Kirche St. Nicolai Gützkow Sonntag , 24.9., 18 Uhr, Burg Klempenow Freitag , 29.9., 19 Uhr, Kirche St. Sophien Brüssow Sonnabend , 30.9., 19 Uhr, Stadtkirche Fürstenberg/Havel Montag , 2.10., 19 Uhr, Dorfkirche Horst bei Grimmen Dienstag , 3.10., 18 Uhr, Seemannskirche Prerow Freitag , 6.10., 19 Uhr, Kulturkirche St. Jakobi Stralsund Sonnabend , 7.10., 18 Uhr, Dom St. Nikolai Greifswald

De Zauberfläut:

Die plattdeutsche Version der Mozart-Oper „De Zauberfläut“ aus dem Jahr 2016 gibt es jetzt noch ein letztes Mal: „De Zauberfläut oder Niederdeutsch kreuzt Hochkultur“ des Opernale e. V. ist als Gastspiel im Marstall von Schloss Basedow zu erleben.

Am 13. Mai um 19 Uhr und am 14. Mai um 14 Uhr wirbelt die pommersche Putzfrau Fieken Dunnerwedder (Petra Schwaan-Nandke aus Wilmshagen in der Gemeinde Sundhagen) in der Regie von Henriette Sehmsdorf durch Mozarts Klassiker über die Bühne.

Das junge deutsch-polnische Opernensemble agiert unter der Leitung von GMD Prof. Georg Christoph Sandmann.

Karten gibt es unter info@farmer-steakhouse.de oder ☎ 039967/2 9667.

Almut Jaekel

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