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Grimmen Ostseebäder sagen Seegras den Kampf an
Vorpommern Grimmen Ostseebäder sagen Seegras den Kampf an
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16:27 29.01.2016
Seegras an Stränden: Touristen lieben es nicht - besonders nicht im Sommer. Gemeinden wie Boltenhagen sollen das Seegras nun aufwendig entsorgen. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
Boltenhagen

Das Seegras an der Küste von Nordwestmecklenburg ist nicht nur bei den Touristen ein alljährlicher Aufreger. Das übel riechende Treibgut beschäftigt derzeit wieder die betroffenen Kommunen. Die Gemeinden Boltenhagen und Poel arbeiten in Kooperation mit regionalen Ingenieurbüros an neuen Lagerungs- und Verarbeitungskonzepten für das Strandräumgut. Denn sobald sie ihre Strände von dem Seegras befreien, gilt das Naturprodukt als Abfall für dessen Entsorgung sie aufkommen müssen. Das Zurückschieben des Seegrases ins Meer wäre dann rechtswidrig.

Die entwickelten Konzepte sehen zwei verschiedene Trennungsverfahren für das bei der Räumung aufgenommene Seegras-Sandgemisch vor. Der durch die Siebung gewonnene Sand kann anschließend wieder am Strand aufgeschüttet werden. Die Kosten für die geplanten Anlagen können bislang jedoch nur geschätzt werden. Sechsstellige Summen zwischen 300 000 und 500 000 Euro stehen im Raum.

„Wenn solche Investitionen auf die Gemeinden zukommen, sind wir alle pleite. Einen sauberen Strand kann sich dann keiner mehr leisten“, sagt Christian Schmiedeberg, Bürgermeister der Gemeinde Boltenhagen. Nun will der Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft des Landkreises Nordwestmecklenburg eine Beantragung von Fördermitteln prüfen. Diese gibt es jedoch nur für den Bau einer Anlage, nicht aber für die laufenden Betriebskosten. „Das Problem nur über Fördermittel zu lösen, ist keine Lösung“, ist sich Schmiedeberg sicher und ergänzt: „Was aus dem Meer kommt, sollte auch zurück ins Wasser dürfen.“



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