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Grimmen Polarforscher Arved Fuchs ist Pate für Pinguindame Marion
Vorpommern Grimmen Polarforscher Arved Fuchs ist Pate für Pinguindame Marion
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00:00 15.04.2013
Stralsund

Marion heißt der kleine Racker und ist Polarforscher Arved Fuchs gleich ans Herz gewachsen. Nein, den Pinguin hat er nicht auf einer seiner unzähligen Expeditionen entdeckt, sondern hier direkt in der Hansestadt. Seit Samstagabend ist Fuchs der Pate des Humboldtpinguins, der im Juni 2007 das Licht der Welt erblickte. Die Urkunde für die Patenschaft übernahm der 59-Jährige, nachdem er die zehn Pinguine auf dem Dach des Ozeaneums gemeinsam mit Tierpflegerin Anne May und Museumsdirektor Dr. Harald Benke mit Sprotten versorgt hatte. „Damit haben unsere Pinguine nun alle einen Paten“, sagt Anne May. Mit der Übernahme der Patenschaft unterstützt Arved Fuchs die Beschaffung von Futter für das possierliche Tierchen. Im Gegenzug erhält er ständig Informationen seines Schützlings und eine Jahreskarte für den Besuch des Ozeaneums.

Bevor Arved Fuchs am Abend 370 Besucher unter den Riesen der Meere mit seinem Multivisionsvortrag „Nordpoldämmerung“ begeisterte, hatte er von Benke eine Führung durch das Museum bekommen. Im Schnelldurchlauf — im wahrsten Sinne des Wortes. Ein kurzer Abstecher in die Ausstellung „Erforschung und Nutzung der Meere“ und „Ostsee“, dann zum Schwarmfischbecken und ab zu den Pinguinen. Doch Fuchs, der im Sommer des vergangenen Jahres dem Ozeaneum einen Besuch abstattete, zeigte sich begeistert: „Was hier geschaffen wurde, hat enorm hohen Wert“, so Fuchs, der als erster Mensch sowohl den Nord- als auch den Südpol innerhalb eines Jahres zu Fuß erreichte. „Es wird unglaublich viel an Wissen vermittelt und nicht nur irgendetwas zur Schau gestellt. Das ist einfach wichtig, um die Natur und vor allem ihre Sensibilität zu erklären und zu verstehen.“

Auf seinen unzähligen Reisen habe er gesehen, wie schnell sich alles verändere. „Deswegen sehe ich es sozusagen als meine Chronistenpflicht, nicht nur die schönen Bilder zu zeigen, sondern vor allem auch auf die vielen Veränderungen einzugehen und zum Nachdenken anzuregen.“ Im Jahr 2009 legte Fuchs gemeinsam mit seinem Team 12 000 Seemeilen an Bord des Haikutters „Dagmar Aaen“ zurück und begab sich damit auf die Spuren der Greely-Expedition, die 1881 den Beginn der modernen Polarforschung einläutete. Während der 469-tägigen Reise entstanden faszinierende Fotos und brillante Filmaufnahmen, die die Schönheit der Arktis, aber die Verletzlichkeit und Veränderungen der Natur durch den Klimawandel in dieser Region zeigen.

Für einen Rundgang ganz in Ruhe durch Stralsunds Altstadt oder das Ozeaneum selbst hatte Arved Fuchs jedoch keine Zeit. Er steckt bereits in den Vorbereitungen für das nächste Projekt. „Im Juli soll es zu einer Expedition in die sibirische Arktis gehen“, verrät er. Wer nach dem Vortrag noch nicht genug vom Forscher Fuchs hat, der hat noch bis Ende Mai die Chance, sich im Meeresmuseum eine Ausstellung anzusehen. Neben der Fotoausstellung über die Antarktis-Expedition Ernest Shackletons (1914-1916) gibt es Bilder von Fuchs zu sehen, der im Jahr 2000 auf Shackletons Spuren wandelte.

Projekt Stralsund 2052
Arved Fuchs (59) besuchte die Hansestadt zum dritten Mal. Seinen Vortrag „Nordpoldämmerung“ hielt er im Rahmen des Projektes „Stralsund 2052“. Es wurde im Jahr 2012 ins Leben gerufen, um über Möglichkeiten zum Klimaschutz zu informieren. Es wird vom Netzwerk UmweltBildung Stralsund und dem Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit im Klimarat der Hansestadt getragen.


In erster Linie geht es im Projekt, das bis August läuft, um öffentlichkeitswirksame Aufklärung. Vielfältige Veranstaltungen befassen sich mit der zukunftsfähigen Entwicklung von Stadt und Region im Zeitalter des Klimawandels.

Miriam Weber

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