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Bürgermeister Graßhoff: „Jetzt kommt Leben in die Bude“

Bürgermeister Graßhoff: „Jetzt kommt Leben in die Bude“

Erste Reaktionen: Was Gemeindeoberhäupter zum Ergebnis der Wahlen sagen

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Die Landtagswahl ist Geschichte. Detlef Reincke aus Horst war einer Wahlhelfer, die am Sonntag im Einsatz waren.

Quelle: Roswitha Pendzinsky

Grimmen Mehr als 20 Prozent hat die Alternative für Deutschland (AfD) in den beiden hiesigen Wahlkreisen 23 und 24 bei der Landtagswahl auf Anhieb holen können.

GRIMMEN    
e Wahlkreis 24    
e Zweitstimme in %   2016
SPD   24,0
CDU   29,0
AfD   22,8
Linke   13,4
Grüne   2,2
FDP   2,0
NPD   3,3
Sonst.   3,3
e Wahlbeteiligung 55,14    

Die etablierten Parteien CDU und SPD liegen jedoch mit Werten zwischen 23 und 30 Prozent noch darüber. Und als Direktkandidaten bleiben mit Susann Wippermann (SPD) für den Wahlkreis 23 (Amt Recknitz-Trebeltal, Ribnitz-Damgarten, Fischland-Darß-Zingst, Gemeinde Marlow) und Harry Glawe (CDU) im Wahlkreis 24 (Grimmen, Süderholz,Franzburg-Richtenberg und Miltzow sowie Stralsunds Stadtteile Devin und Andershof) Politiker im Landtag, die die Politik der letzten Jahre weitgehend mitbestimmt haben.

Wie sehen Kommunalpolitiker aus unseren Gemeinden nun das Ergebnis? Was erwarten sie künftig aus Schwerin?

„Mit diesem Ergebnis hat man rechnen müssen“, sagt Grimmens Bürgermeister Benno Rüster (CDU). „Als CDU-Mann ist es mir wichtig, dass wir in unserer Partei wieder dazu kommen, andere Meinungen zuzulassen und auch darauf hören, was das Volk sagt“, fordert der Grimmener. Nur so seien solche Schlappen zukünftig zu umgehen. „Für unseren Grimmener Wirtschaftsminister Harry Glawe freue ich mich sehr, dass er als Direktkandidat ein gutes und akzeptables Ergebnis erreicht hat“, sagt Rüster weiter. Glawe habe die Menschen der Region nie aus den Augen verloren. Rüster: „Wir müssen als CDU zukünftig die Kandidaten aufstellen, von denen wir wissen, dass sie auch gewählt werden.“ Und diese Kandidaten gebe es hierzulande bei den Christdemokraten.

„Jetzt kommt Leben in die Bude“, ist die erste Reaktion von Eberhard Graßhoff (Wählergemeinschaft), Bürgermeister der Gemeinde Wendisch Baggendorf . Das gute Wahlergebnis - die AfD wurde in seiner Kommune bei den Zweitstimmen sogar Wahlsieger - sollte der Regierung zu denken geben, meint der 63-Jährige. „Die Bürger haben zum ersten Mal ihre Möglichkeit genutzt, etwas zu verändern“, fügt das Gemeindeoberhaupt noch hinzu.

„Der Bürger hat gewählt und muss mit den Konsequenzen leben“, stellt der Grammendorfer Bürgermeister Udo Peters (CDU) fest. „Wir haben keine Asylbewerber in der Gemeinde, aber die Angst ist trotzdem da“, weiß Peters.

In Grammendorf hat die AfD ein Viertel aller Stimmen geholt, nur geringfügig weniger als die CDU. Für die Sozialdemokraten stimmten 22,4 Prozent der Wahlberechtigten. „Es ist gut, dass Grüne und NPD nicht mehr im Landtag sind. Das ist ein Gewinn für unser Land“, ist sich Udo Peters sicher.

„Das Wahlergebnis wundert mich nicht. Denn so wie es ist, kann es nicht weitergehen“, sagt Ilona Kindler (Wählermeinschaft), Bürgermeisterin der Gemeinde Papenhagen . Als Beispiele führt sie die Situation des Mittelstandes an oder fordert einfach nur auf zum „Blick ins eigene Portmonee. „Es geht immer mehr nach unten“, findet das Gemeindeoberhaupt. Zum Thema der finanziellen Versorgung der Flüchtlinge meint Ilona Kindler, man müsse „erstmal im eigenen Hause Ordnung schaffen.“

Dass in seiner Gemeinde sowohl Harry Glawe (CDU) als auch die CDU die meisten Stimmen geholt haben, erfreut Süderholz’ Bürgermeister Alexander Benkert (CDU).

„Die Menschen hier haben erkannt, dass er gute Arbeit für die Region leistet“, sagt der 41-jährige. Er habe an der Politik der Kanzlerin nichts zu mäkeln, betont er. Dass es in seiner Gemeinde in Sachen Flüchtlingen – dem großen Kritikthema der AfD – ruhig zugehe, sei der Kirchengemeinde zu verdanken. Als positiv sehe er die gute Wahlbeteiligung. „Die wünscht man sich auch für die kommenden Wahlen“, sagt er.

Und einen Dank möchte Benkert unbedingt an die zahlreichen Helfer loswerden. „Nur dadurch, dass die Bereitschaft groß ist, bei Wahlen freiwillig zu helfen, können wir in vielen Dörfern ein Wahlbüro einrichten“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Und das wolle die Gemeinde auch im kommenden Jahr – wenn die nächsten Abstimmungen, die Bundestagswahlen, anstehen.

Peter Franke, Anja Krüger und Almut Jaekel

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