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Gemeinde gibt ihr Okay für Breitbandausbau

Wendisch Baggendorf Gemeinde gibt ihr Okay für Breitbandausbau

Wendisch Baggendorfer revidieren ihre erste Entscheidung

Wendisch Baggendorf. Schnelles Internet ist eine gute und heutzutage wichtige Sache, darüber sind sich die Vertreter der Gemeinde Wendisch Baggendorf einig. Jedoch sind die meisten der insgesamt acht Volksvertreter der 550-Seelen-Gemeinde etwas hin- und hergerissen, was die Pläne des Landkreises Vorpommern-Rügen betrifft. Dieser hat sich den flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets — den sogenannten Breitbandausbau — für dieses und das kommende Jahr auf die Fahnen geschrieben.

Was den meisten Gemeindevertretern und Bürgermeister Eberhard Graßhoff (62, Wählergemeinschaft) aber aufstößt, ist der Eigenanteil in Höhe von geschätzten 100000 Euro, den die Gemeinde nach ersten Schätzungen zu berappen hätte. „Der Landrat hat aber darüber informiert, dass er sich massiv beim Land dafür einzusetzen wird, den Eigenanteil der Kommunen zu senken“, berichtet Graßhoff von einer erst kürzlich stattgefundenen Veranstaltung des Landkreises zu diesem Thema. Außerdem hätten Landkreismitarbeiter signalisiert, dass es egal sei, wie hoch der Schuldenberg der einzelnen Gemeinden sei.

Nachdem sich die Wendisch Baggendorfer Volksvertreter Anfang des Jahres zunächst gegen den gemeinsamen Breitbandbausbau aussprachen, haben sie sich auf ihrer jüngsten Sitzung am Mittwochabend erneut mit dem Thema beschäftigt. Kontroverse Meinungen gab es dazu. „Für die Vermarktung unserer Region ist der Breitbandausbau eine Aufwertung. Wir müssen auch gewährleisten, dass die Grundstücke noch in 20 Jahren etwas wert sein sollen“, meinte Doris Dillner (CDU). „Wir sollen für etwas bezahlen, was uns nicht einmal gehört, was auch kein Geld in die Gemeindekasse spült“, war dagegen der Standpunkt von André Beyer, Gudrun Herberg und Kerstin Wussow (alle Wählergemeinschaft). Für das Gemeindeoberhaupt und seinen Stellvertreter, Igor Hein war das Versprechen des Landkreises, sich für die Minderung des Eigenanteils einzusetzen, Grund genug, dem Landkreis erstmal das Okay für den gemeinsamen Breitbandausbau zu geben. Jedoch mit einer Einschränkung, die auch Christiane Opitz (Wählergemeinschaft) anregte: einen vorbehaltlichen Beschluss. Bedeutet, dass die Gemeinde sich an dem Vorhaben beteiligt, sich aber vorbehält, diese Entscheidung zu revidieren, sollten die Zahlen zur Finanzierung dagegen sprechen. „Wir sehen sehr wohl den Vorteil des schnellen Internets für unsere Bürger. Aber man muss eben auch abwägen“, begründete Graßhoff.

Wann mit genauen Zahlen zu rechnen ist, kann Hubert Enders, Breitband-Beauftragter beim Landkreis Vorpommern-Rügen, nicht sagen. Er hoffe auf Mitte April. „Wir haben jeweils einen Fördermittelantrag für jedes unserer acht Projektgebiete beim Bund eingereicht“, informiert er. Diese Gebiete würden das komplette Festland des Landkreises betreffen. „Jetzt müssen wir die Fördermittelbescheide abwarten“, erklärt er. Abzuwarten sei auch, ob es die Zusage für alle oder nur einzelne Projektgebiete gibt. „Dann wird alles weitere besprochen“, informiert er.

Enders verstehe die Zurückhaltung einzelner Gemeinden. Aber: „Die gestellten Projektanträge sind bislang völlig unverbindlich — finanzielle Verpflichtungen müssen noch nicht eingegangen werden. Darum wäre es fatal, wenn zu diesem Zeitpunkt einzelne Kommunen aus der gemeinsamen Initiative ausscheren würden. Das ginge zu Lasten der Nachbarkommunen, denn der Breitbandausbau für gleich mehrere Ämter in einem Projektgebiet könnte daran scheitern“, heißt es aus dem Landratsamt. Deshalb begrüße Enders auch die Entscheidung der Wendisch Baggendorfer Gemeindevertreter, sich nicht weiter gegen den gemeinsamen Breitbandausbau zu stellen. Für den ersten Spatenstich visiere er übrigens Ende September / Anfang Oktober an.

Von Anja Krüger

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