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Glewitz sagt deutlich „Nein“ zu Windrädern

Glewitz Glewitz sagt deutlich „Nein“ zu Windrädern

Beim Bürgerentscheid stimmen 218 Einwohner gegen Bau von Anlagen

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Ich bin froh, dass wir jetzt eine eindeutige Aussage der Bürger haben.Hartmut Löhrke Bürgermeister Gemeinde Glewitz

Glewitz. Windräder in der Gemeinde Glewitz? Ein klares Nein gab es dazu von den Einwohnern für die Pläne der Firma „e3“ aus Hamburg, die für die Stadtwerke Stralsund als Investor und mit der Fachhochschule Stralsund einen Windpark mit maximal 12 Anlagen nahe des Dorfes Strelow bauen wollte.

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Beim Bürgerentscheid stimmen 218 Einwohner gegen Bau von Anlagen

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Das Ergebnis

218 Glewitzer votierten beim Bürgerentscheid am Wahlsonntag gegen den Bau von Windrädern.

49 Wahlberechtigte sprachen sich dafür aus.

274 Einwohner der Gemeinde gaben ihre Stimme ab. Sieben Stimmzettel waren ungültig.

Am Sonntag wurde in der 530-Seelen-Gemeinde nicht nur zur Bundestagswahl aufgefordert. Innerhalb eines Bürgerentscheids konnten sich 459 stimmberechtigte Frauen und Männer für oder wider die Windparkpläne aussprechen. „274 nahmen dieses Recht wahr“, informiert Marita Klatt, Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Franzburg-Richtenberg. Mit 218 Nein- und 49 Ja-Stimmen fiel das Ergebnis deutlich aus. Sieben Stimmen waren ungültig.

Ein Sieg auf ganzer Linie für die Bürgerinitiative „Windkraft Strelow-Bretwisch – Nein, Danke“. Sie hatte sich nach Bekanntwerden der Windparkpläne im März dieses Jahres gegründet und gegen das Vorhaben in der eigenen und auch in der Nachbargemeinde Süderholz stark gemacht. Dies veranlasste Jens Schöttler, Geschäftsführer der Firma e3 (Erneuerbare Energien Europa e3 GmbH) bereits auf einer Info-Veranstaltung Anfang September zu der Aussage: „Wenn sich die Einwohner der Gemeinde gegen Windräder entscheiden, wird es sie definitiv nicht geben.“

Und auch Glewitz’ Bürgermeister Hartmut Löhrke (CDU) sagte im Vorfeld, dass er davon ausgeht, dass sich die Gemeindevertretung wohl nicht gegen den Willen der Bürger stellen werde. Zeigen wird dies die bevorstehende Sitzung der Volksvertreter. Diese ist für den 11. Oktober, 19 Uhr, angesetzt. „Eine Absichtserklärung wurde bereits formuliert, wird aber auf der Sitzung noch beraten und beschlossen“, informiert Marita Klatt. „Ich bin jedenfalls froh, dass wir jetzt eine eindeutige Aussage von den Bürgern haben“, sagt Löhrke. Er danke den Bürgern, die sich an dem Bürgerentscheid beteiligt haben.

Die Gemeindevertreter waren es, die diesen Bürgerentscheid forcierten. Mehrheitlich entschieden sie sich dafür, da sie von der Bürgerinitiative zu viel Gegenwind bekamen, sich teilweise sogar persönlich angegriffen fühlten. Die Firma e3 aber benötigt eine positive Entscheidung des Gremiums, um ihr Projekt weiter voranzubringen. Denn ein für Winkraftanlagen ausgewiesenes Gebiet gebe es in der Gemeinde nicht, wie e3-Geschäftsführer Schöttler bei der Vorstellung des Projektes erklärte. Die Errichtung von Windrädern sei deshalb nur per sogenanntem Zielabweichungsverfahren möglich. Da sich aber derzeit das regionale Raumentwicklungsprgramm bezüglich von Windeignungsgebieten in der Schwebe befinde und damit keine Ziele festgelegt seien, sei auch ein Zielabweichungsverfahren gar nicht möglich, erklärte Olaf Haupt von der Bürgerinitiative auf der letzten Info-Veranstaltung. Am Sonntagabend jubelte er schließlich, fand er im Ergebnis des Bürgerentscheids die Bestätigung, sich im Sinne der meisten Einwohner eingesetzt zu haben.

Anja Krüger

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