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Grimmen Heimspiel für die Kanzlerin
Vorpommern Grimmen Heimspiel für die Kanzlerin
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03:33 14.09.2013
Wir sind überrascht, mit was für anspruchsvollen Themen sich die Jugendlichen beschäftigen.“Lisa Niederberger (21) und Sandra Wendland, Praktikanten der Schulsozialarbeit

Wenn die Kinder aus der Friedrich-Wilhelm-Wander-Grundschule die Bundestagswahl am 22. September entscheiden könnten, gäbe es mit Angela Merkel und ihrer CDU einen klaren Sieger: 57 Schüler gaben ihre Stimmen bei der U18-Wahl ab, das sind beachtliche 74 Prozent Wahlbeteiligung. 35 Mädchen und Jungen wählten die Kanzlerin direkt, 22 die Christdemokraten mit der Zweitstimme. Mit jeweils acht Stimmen folgten die Grünen.

Deren Direktkandidatin Claudia Müller hatten die Schüler bereits am Montag bei einer Podiumsdiskussion kennengelernt. Die wurde übrigens — wie die ersten U18-Wahlen in Grimmen überhaupt — als Kooperation von den Vereinen Lebenräume und Jugendfreizeit und deren Schulsozialarbeitern organisiert. Sie schafften es, dass immerhin vier der Stadtschulen an der Aktion teilnahmen. Die Kanzlerin hat bei den Kindern und Jugendlichen in Grimmen wohl auch insgesamt ein Heimspiel: Mit 42,05 Prozent der Zweitstimmen siegten CDU/CSU eindeutig.

Die Jüngsten aus der Wanderschule schnitten bei der Wahlbeteiligung am besten ab. Ein Indiz dafür, dass sich jüngere Schüler besser motivieren lassen. Etwas 62 Prozent der Schüler aus der Regionalschule Robert Koch beteiligten sich, etwas mehr als 57 Prozent der Jungen und Mädchen aus der Förderschule nutzten die Wahlurne und 42 Prozent der Gymnasiasten wählten. Zur Wahl standen exakt die gleichen Kandidaten und Parteien, die die über 18-Jährigen morgen in einer Woche wählen können.

„An allen vier Schulen konnte während des gesamten Schultages gewählt werden“, sagte Maxi Stutz, Schulsozialarbeiterin der Regionalen Schule. Am Gymnasium gab es zusätzlich zur Podiumsdiskussion zwei Veranstaltungen, bei denen sich die Schüler über die Wahlen, Parteien und Demokratie informieren konnten. „Und ich durfte das Projekt in den Klassen im Sozialkundeunterricht vorstellen“, sagte Kathrin Ullmann, Schulsozialarbeiterin. „Ich finde die Wahl gut, es ist interessant zu erfahren, wie die Jugend abstimmt“, sagte Gymnasiastin Frederike Petters (16). Und Lisa Niederberger aus Torgelow sowie Sandra Wendland aus Grimmen (beide 21), die eine Ausbildung zur Erzieherin absolvieren und sich als Praktikanten derzeit mit diesem Projekt beschäftigen, waren überrascht, wie groß das Interesse der Jugendlichen an Politik ist.

Ich finde die U18-Wahlen gut. Es ist interessant zu erfahren, was die Jugend wählt.“Frederike Petters (16), Gymnasiastin
Wahlergebnisse U 18:
Insgesamt wurden bei den U 18-Wahlen 704 Stimmen abgegeben. Dabei waren 16 ungültige Wahlscheine.

Hier die Ergebnisse der Zweitstimmen:

CDU/CSU 42,05 %

Grüne 14,49 %

SPD 10,37 %

NPD 8,81 %

Piraten 8,1 %

Linke 7,67 %

FDP 3,41 %

Alternative für Deutschland 1,7 %

Einzelbewerber Adomeit 0,43 %

Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland 0,28 %

Republikaner 0,28 %

Pro Deutschland 0,14 %

303 Mädchen und 310 Jungen gaben ihr Geschlecht bei der Wahl an, 91 taten dies nicht.

Die Wähler vertraten die Altersklassen von sechs bis 17 Jahren. 13 Prozent der Wähler haben ihr Alter allerdings nicht genannt.

Almut Jaekel

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