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Hortkosten steigen immens

Grimmen Hortkosten steigen immens

Im Horster „Wirbelwind“ denken einige Eltern bereits über Halbtagsbetreuung nach

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Die Kosten für Hortplätze sind nicht explodiert, sondern seit 2014 fast gleichge- blieben. Allerdings können wir nicht mehr von Über- schüssen leben. Olaf Manzke Sprecher Landkreis Vorpommern-Rügen

Grimmen. Ab 1. Januar 2017 müssen Eltern für die Betreuung ihrer Grundschulkinder mehr Hortgebühren zahlen. Und das nicht nur ein bisschen, sondern ziemlich heftig.

OZ-Bild

Im Horster „Wirbelwind“ denken einige Eltern bereits über Halbtagsbetreuung nach

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In der Kita „Wirbelwind“in Horst kostet die Ganztagsbetreuung eines Kindes im Hort ab dem neuen Jahr statt bisher 76,30 dann 92,73 Euro, erklärt Viola Schütze, die zuständige Sachbearbeiterin im Amt Miltzow. In Reinberg sind es 93,20 statt 76,77, in Klein Miltzow 98,66 statt 82,23 und in Hort Brandshagen sogar 102 Euro statt bisheriger 85,57. Die Summen sind monatlich zu leisten.

Bianca Besse, Leiterin der Kita „Wirbelwind“ in Horst bekommt wie viele andere Mitarbeiter in diesen Tagen oft den Unmut der Eltern zu spüren. „Keiner ist begeistert“, sagt sie. „Alle wissen aber auch, dass wir am allerwenigsten dafür können“, sagt sie. Viele Eltern würden bereits darüber nachdenken, von der Ganztags- auf Halbtagsbetreuung umzusteigen, einfach um Geld zu sparen. Wohlwissend, dass der Halbtagsplatz natürlich auch teurer wird. Viele Eltern müssten nämlich nicht nur für ein Kind zahlen, sagt die Kita-Leiterin, oft gebe es auch noch ein Geschwisterchen.

Im Horster „Wirbelwind“ werden aktuell knapp 40 Kinder betreut. „Der Bedarf ist im letzten Jahr derart gestiegen, so dass wir erstmals zwei Hortgruppen aufmachen mussten“, fügt Bianca Besse noch hinzu.

Die Gebühren für den Hort steigen aber nicht nur in den vier Einrichtungen der Gemeinde Sundhagen, sondern im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen. Deshalb sind sie derzeit auch Thema in den Gemeindevertretungen, denn diese müssen ihre Anteile, die in die kommunalen Haushalte eingehen, alle neu festlegen. „Es handelt sich dabei um eine Pflichtaufgabe“, erklärt Viola Schütze.

Natürlich führt das Prozedere zu Diskussionen und provoziert auch Frust. In Grimmen haben die Stadtvertreter bereits vom Land gefordert, sich mehr an den Kosten zu beteiligen. Denn die Kostenerhöhung, so kann man es in der Beschlussvorlage der Gemeinde Sundhagen nachlesen, komme dadurch zustande, dass Land und Kreis ihre Zuschüsse für die Hortbetreuung ab dem 1. Januar senken.

Und dadurch erhöhen sich zwangsläufig die Gemeinde- und Elternanteile. Denn die Platzkosten, die Land, Landkreis, Gemeinden und Eltern gemeinsam tragen, sinken nicht. Sie bleiben gleich. Diese sind in einer Leistungsvereinbarung festgeschrieben, die jeder Betreiber einer Kita oder eines Hortes zuvor mit dem Landkreis ausgehandelt hat.

Und was sagt nun der Landkreis dazu, der die Gemeinden im November über diese Situation informiert hatte? Olaf Manzke, Sprecher von Vorpommern-Rügen, erklärt, dass hinter der Neuberechnung der Gemeinde- und Elternanteile keinerlei politischer Beschluss stehe, sondern lediglich die Tatsache, dass Vorteile, die sich in der Vergangenheit boten, jetzt aufgebraucht seien. Er spricht von Überschüssen in den entsprechenden Kassen, von denen in den zurückliegenden zwei Jahren Gemeinden und Eltern gleichermaßen profitieren konnten. Ab dem 1. Januar stehen diese Überschüsse aber nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen pegele man sich wieder auf den Stand ein, der bereits 2014 gegolten hatte. Seinerzeit mussten Eltern pro Kind und Hort im Landkreis im Schnitt 94,45 Euro beziehungsweise 94,51 Euro zahlen. Der Satz senkte sich ab 2015 auf 76,48 Euro und steigt nun wieder auf 93,41 Euro an.

Die Kosten für die Hortplätze hätten sich in den letzten Jahren kaum verändert, erklärt Manzke. 2014 mussten dafür im Schnitt 255,25 Euro bezahlt werden, im August 2016 waren es 256,39 Euro.

Hortkosten

Ein Hortplatz in Vorpommern-Rügen kostet 2017 im Schnitt 256,39 Euro. Davon zahlt das Land 54 Euro, der Landkreis 15,55 Euro. Den weitaus größten Anteil von 186,84 Euro teilen sich die Wohnsitzgemeinde und die Eltern. Beide zahlen somit je 93,42. Die Kita in Horst liegt mit 92,73 Euro unter diesem Schnitt, Brandshagen mit 102 Euro darüber. Diese Unterschiede ergeben sich zum Beispiel aus höheren Betriebskosten.

Reinhard Amler

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