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„In der Bildungspolitik muss viel verändert werden“

Barth „In der Bildungspolitik muss viel verändert werden“

Rüdiger Preß will für die AfD in den Landtag / Er muss dafür aber das Direktmandat im Wahlkreis 23 gewinnen

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Rüdiger Preß (54) am Barther Hafen. Er wohnt seit 1990 in Kenz-Küstrow bei Barth.

Quelle: Reinhard Amler

Barth. Rüdiger Preß will für die Alternative für Deutschland (AfD) in den Landtag. „Wir werden dort stärkste Fraktion“, sagt er selbstbewusst. Ob er dieser Fraktion aber am Ende auch angehören wird, da ist er allerdings noch nicht sicher. Denn er hat keinen Listenplatz seiner Partei, sondern muss den Wahlkreis 23, in dem acht Kandidaten antreten, direkt gewinnen. Als stärksten Kontrahenten sieht er Christian Ehlers von der CDU an. Seine Partei hat hier stets gesiegt.

Um sein Ziel zu erreichen, ist der 54-Jährige derzeit ständig unterwegs. 700 Wahlplakate mit seinem persönlichen Credo „Den Menschen zuhören“ hat er bereits aufgehängt und dabei viele Gespräche mit Bürgern geführt, wie er sagt. „Ich war in jedem Dorf des Wahlkreises.“ Der erstreckt sich immerhin vom Darß bis Tribsees. Aus dem Verbreitungsgebiet der Grimmener OZ gehören Deyelsdorf, Gransebieth und Grammendorf dazu. Welche Botschaften will Rüdiger Preß vermitteln? „Für mich steht Bildungspolitik obenan“, sagt er. Was gegenwärtig im Land und im Kreis passiert, hält er für völlig verfehlt und will es ändern. Besonders bitter findet er, dass es nicht gelungen ist, Eltern zu unterstützen, deren Kinder eine freie anstelle der örtlich zuständigen Schule besuchen. Er wollte 50 Euro Fahrtkostenzuschuss im Kreistag mit durchsetzen. Ihren Beschluss hat die „Groko“, wie er den Zusammenschluss von CDU und SPD im Kreis nennt, eiskalt durchgedrückt, formuliert es der 54-Jährige. Aber nicht nur das stinkt ihm. Ebenso prangert er den zehn- bis 15-prozentigen Unterrichtsausfall im Land an, das Turboabitur und die fehlende Ausstattung der Schulen für die auch von ihm befürwortete Inklusion, also die Einbeziehung behinderter Kinder in normale Klassenverbände.

Viele Menschen verbinden mit der AfD Islam- und Fremdenfeindlichkeit. Wie reagiert Rüdiger Preß darauf? „Ich bin weder islam- noch ausländerfeindlich, sagt er, „sondern engagiere mich sogar für Asylbewerber im Nachbarschaftstreff Barth. Dort helfe ich mit, Spenden einzuwerben und Veranstaltungen zu organisieren.“ Trotzdem verhehlt er nicht, dass er die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin extrem kritisch sieht. „Die Leute kommen mit Erwartungen zu uns, die wir absolut nicht erfüllen können“, sagt er. Daraus erwachse Verärgerung und Frust. Das sei für Salafisten und den IS ein gefundenes Fressen. Die Bundesregierung solle die Milliarden, die sie für Flüchtlinge ausgibt, besser in Projekte vor Ort stecken. Geht es nach Preß, sollten die Grenzen geschlossen und Asylsuchende außerhalb der EU versorgt werden. Reinhard Amler

Biografisches

Rüdiger Preß (54) wurde in Datteln (Nordrhein-Westfalen) geboren. Er lebt seit 1990 in Kenz-Küstrow bei Barth, wo er als Gemeindevertreter gewählt wurde. Außerdem ist er Mitglied des Kreistages Vorpommern-Rügen. Dort arbeitet er u. a. im Bildungs- und Haushaltsausschuss mit. Beruflich ist Preß selbstständig. Er arbeitet als Fuhrparkmanager und Dozent für Existenzgründer, macht Promotion und betreut Yachten. Seit 2013 ist er AfD-Mitglied.

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