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Kinder diskutieren über Parteipolitik

Grimmen Kinder diskutieren über Parteipolitik

Der Lebensräume-Verein bereitet U-18-Wahlen für Freitag vor.

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Tobias Wilmes (v.l.), Christiane Latendorf (verdeckt), Niklas Rickmann, Claudia Müller und Georg Guenther bei der Podiumsdiskussion.

Grimmen. Wie viel Geld verdienen Politiker? Bekommen sie alles gratis? Warum verdienen manche Hartz-IV-Empfänger mehr als andere, die den ganzen Tag arbeiten gehen? Diese und viele weitere Fragen stellten Schüler der Grimmener Schulen im Kulturhaus gestern vier Kommunalpolitikern und fühlten ihnen damit auf den Zahn.

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Die Schüler hatten sehr viele konkrete Fragen. Fotos (2): Almut Jaekel

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In einer Podiumsdiskussion, moderiert vom Student der Politikwissenschaft Tobias Wilmes und organisiert von den Schulen und dem Verein Lebensräume, standen Christiane Latendorf aus Wilmshagen (66, Linke), Niklas Rickmann aus Stralsund (31, SPD), Claudia Müller aus Stralsund (33, Grüne) und Georg Guenther aus Griebenow (25, CDU) Rede und Antwort. „Die FDP hat ihre Teilnahme erst am Freitagabend abgesagt“, sagte Tino Borchert, Geschäftsführender Vorsitzender Lebensräume e. V.

In einer ersten Diskussionsrunde hatten etwa 250 Mädchen und Jungen der Grimmener Friedrich-Wilhelm-Wander-Grundschule und der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen die Chancen, sich für die U-18-Wahl am Freitag, bei der Kinder und Jugendliche ihre Favoriten wählen, über die unterschiedlichen Parteien und deren Ziele zu informieren. Am späteren Vormittag waren es dann noch einmal fast genauso viele Schüler der Regionalschule „Robert Koch“ und des Gymnasiums.

Bei einigen der Schüler spielten individuelle Wünsche, wie der nach monatlichen Stock-Car-Rennen oder warum Schulbusse nicht bis zu jedem nach Hause fahren, eine Rolle. Andere, wie Leon Pfister aus der Regionalschule, wurden sehr konkret: „Warum lehnt Steinbrück eine große Koalition ab“, wollte er vom SPD-Mann wissen. „Was heißt Politik eigentlich?“, fragte Monika Müller. Warum man für eine Sexualstraftat weniger bestraft werde als dafür, Musik aus dem Netz herunterzuladen, wollte Paula wissen, und Mechthild und Nele fragten, was die einzelnen Parteien konkret für die Jugend unternehmen beziehungsweise, was sie genau gegen die Überalterung der Bevölkerung in der Region tun.

Immer wieder wies Tobias Wilmes die Politiker darauf hin, sich kurz zu fassen, denn die Schlange der fragenden Kinder und Jugendlichen am Mikrofon schien nicht abzureißen.

Mobiles Wahllokal
1200 Schüler in Grimmen haben Freitag die Möglichkeit, bei einer U-18-Wahl ihre Stimme abzugeben. Den Ablaufplan zur Wahl bestimmen das Kinder- und Jugendparlament und der Stadtschülerrat.

 

 

Almut Jaekel

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