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Elmenhorst Leere Kassen in Elmenhorst

Bürgermeister unternimmt neuen Anlauf, Fördermittel für Sanierung der Schulstraße aufzutreiben

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„Die Situation ist nicht hoffnungslos, aber rosig ist auch anders. Zum Glück gibt es viele Ehrenamtler und Vereine, die Elmenhorst voran bringen wollen und auf die ich mich hundertprozentig verlassen kann.Rudi Wendorf, Bürgermeister

Elmenhorst. Rudi Wendorf (65) lenkt als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Elmenhorst. Seit 2012 bekleidet er das Amt und berichtet im Gespräch mit der OZ über die Situation in der Gemeinde, die wie viele andere auch von Finanzsorgen geplagt ist.

Infos und Zahlen

710 Einwohner zählt die Gemeinde Elmenhorst.

Die Gemeinde umfasst die Ortsteile Bookhagen und Elmenhorst sowie die Wohnplätze Neu-Elmenhorst und Groß-Elmenhorst.

1273 war die erste urkundliche Erwähnung Elmenhorsts. Der Name bedeutet soviel wie „von Ulmen bestandenes, höhergelegenes Gelände“.

Im Internet kann man sich auf der Website www.elmenhorst-vr.de über den Ort informieren.

Das Leben im Ort

„In Elmenhorst gibt es viele Ehrenamtler, die versuchen, das Dorf voranzubringen“, weiß Rudi Wendorf. Da wäre zum einen der Ortsverein zu nennen, der sich 2015 neu gegründet hat und sich seitdem um die kulturellen und sportlichen Belange im Ort kümmert. Über 20 Mitglieder bringen viele Ideen ein und haben großen Anteil am Dorfgeschehen. „Mein Ortsverein hat eine tolle Zusammensetzung – sowohl junge wie auch ältere Elmenhorster sind hier Mitglied und sorgen mit ihren Ideen für große Vielfalt“, lobt das Gemeindeoberhaupt. Auch auf „seine“ Feuerwehr ist Wendorf stolz. „Auf die kann ich mich immer verlassen“, sagt er. Auch die beiden Reitvereine des Ortes trügen viel zum gesellschaftlichen Leben bei. „Ich bin froh, dass ich sie alle habe. Ohne Vereine bewegt sich nichts“, sagt Wendorf.

Die Finanzsituation

Dazu fällt dem Gemeindeoberhaupt nur eines ein: „Die ist eine Katastrophe und verdammt uns oft zur Handlungsunfähigkeit.“ Er habe kaum Gelder zur Verfügung, müsse vieles über Sponsoring finanzieren.

Seit Jahren versuche er, die Fördergelder für die Sanierung der Schulstraße zu bekommen. Bislang ohne Erfolg. „Kleinere Straßeninstandsetzungen bekommen wir noch hin, aber solche größeren Sachen überschreiten unser Budget“, sagt er. Dabei sei die Sanierung des 1,6 Kilometer langen Teilstückes dringend notwendig. Bus-, Taxi- und Krankentransportfahrer schimpften immer häufiger über die Elmenhorster Buckelpiste. „Die Sanierung kostet uns etwa 400000 Euro“, so Wendorf. Geld, das die Gemeinde nicht hat. „Aber wir lassen uns nicht entmutigen und versuchen hartnäckig, Geld aufzutreiben, um diese Straße endlich in einen guten Zustand bringen zu können“, verspricht der Bürgermeister.

Vom Umbau der alten Schule zu einem Gemeindezentrum traue er sich gar nicht mehr zu sprechen. Zwar könne das Projekt zu 80 Prozent über Leader gefördert werden, 120000 Euro Eigenanteil müsste die Gemeinde aber dennoch selbst aufbringen. „Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen“, fragt Wendorf und macht einmal mehr deutlich, dass Elmenhorst momentan eher kleine Brötchen backen müsse.

Sparkasse – ein herber Schlag

Dass die Sparkasse in Elmenhorst trotz vieler Gespräche mit den Verantwortlichen geschlossen wurde, sei ein herber Schlag gewesen. Die Entscheidung, nicht einmal einen Geldautomaten in Elmenhorst zu installieren, könne Wendorf bis heute nicht nachvollziehen.

Ärztliche Versorgung

Die ärztliche Versorgung bereite Wendorf ebenfalls Sorgenfalten. Nachdem bereits vor Jahren die Allgemeinarztpraxis schloss, hört nun auch Elmenhorsts Zahnärztin auf. „Das ist nicht schön. Im April geht Dr. Penz in Rente, einen Nachfolger gibt es leider nicht“, sagt Wendorf.

Web-Auftritt und Kulinarik

Es gebe aber auch jede Menge guter Nachrichten. Darauf, dass Elmenhorst einen eigenen Web-Auftritt habe, ist Wendorf zum Beispiel sehr stolz. „Ein tolles Kommunikationsmittel“, schwärmt der Ortschef.

Deshalb soll die Seite auch weiter ausgebaut werden. Weiterhin freue ihn, dass zumindest ein „Geldproblem“ in der Gemeinde gelöst werden konnte: Im Frischemarkt Kramer in der Bahnhofstraße können Kunden nun auch Geld abheben, sofern sie vorher mindestens für 20 Euro eingekauft haben. Dies sei ein Kompromiss, der mit der Sparkasse getroffen werden konnte.

Der Alte Pfarrhof hat seit Januar einen kleinen Hofladen. „Das ist natürlich nicht nur für den Pfarrhof eine tolle Sache, sondern für ganz Elmenhorst“, findet Wendorf und hofft auf viele Kunden. denn die Milchprodukte dort seien echte Genießertipps. Auch aus der Elmenhorster Mosterei kämen edle Tropfen. „Der hier hergestellte Kümmel ist hervorragend“, findet Wendorf. Und was Glühwein angeht – der einzig wahre kommt aus Elmenhorst. Mit den Produkten vom Alten Pfarrhof als auch aus der Mosterei könne man auch über die Ortsgrenzen Elmenhorsts hinaus punkten. Beide seien für die kleine Gemeinde Aushängeschilder.

Claudia Noatnick

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