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Menschen ermutigen, mitzumachen

Müggenwalde Menschen ermutigen, mitzumachen

Rolf Martens (52) aus Müggenwalde bei Grimmen will als Grüner in den Landtag einziehen

Müggenwalde. „Die beste Möglichkeit an der Politik etwas zu verändern, ist, selbst Politik zu machen. Deshalb möchte ich in den Landtag.“ Der das sagt, ist Rolf Martens, Grüner aus Müggenwalde bei Grimmen, 52 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Seit einem Jahr bereitet sich Rolf Martens auf die Wahl vor. „Im Urlaub 2015 hat sich meine Familie entschieden, dass ich kandidieren werde“, sagt er. „Die Grünen müssen einen vom Lande im Landtag haben“, fordert er. Denn: „Die Energie kommt vom Land und sie schafft auch Probleme auf dem Land.“

 

OZ-Bild

Rolf Martens will für die Grünen in den Schweriner Landtag.

Schon als junger Mensch sei Martens in der Lüneburger Heide engagiert gewesen – in Sportvereinen und der Kirche. Mitmachen, über den eigenen Tellerrand schauen sind seine Devisen. Beruflich ging es zunächst auf Umwegen vorwärts: Werkzeugmacherlehre, zweiter Bildungsweg, Maschinenbaustudium. „Danach kam ich zu den Pfadfindern, setzte ein Sozialpädagogikstudium drauf und arbeitete als Jugendbildungsreferent bei den katholischen Pfadfindern in Hildesheim“, erzählt er. Rolf Martens selbst ist übrigens evangelisch, seine Familie katholisch. „Von dieser Arbeit habe ich sehr profitiert.“

Ende der 90er-Jahre wechselte er nochmals – in das SOS-Dorf nach Hohenwieden. Seine Frau und er wurden Hauseltern. „Ich war schon immer extrem vernetzt, diese Erfahrungen nutzte ich nun auch“, erzählt er weiter. Er arbeitete schließlich als Leiter der Werkstätten, in denen die betreuten Erwachsenen tätig sind.

„Nach 16 Jahren in Hohenwieden suchte ich Veränderungen.“ Familie Martens fand ein Haus in Müggenwalde. Jetzt arbeitet Rolf Martens Vollzeit bei einem Stralsunder Bildungsträger, die Politik ist (noch) ein Ehrenamt. „Aber das möchte ich ändern“, plant er. „Ich habe richtig Bock auf den Landtag.“ Bereits seit 1992 ist Rolf Martens Mitglied der Partei Bündnis 90 /Die Grünen. Lange Zeit war diese Mitgliedschaft eher passiv. Aber irgendwann schaute er sich nach Mitstreitern um, der Ortsverband wurde gegründet. 2009 zog Rolf Martens für fünf Jahre in die Grimmener Stadtvertretung ein.

2011 wurde er in den Kreistag gewählt, arbeitete dort als Fraktionsvorsitzender. Es sei spannend gewesen, den Großkreis mit aufzubauen. Und trotz der Kritik, die seine Fraktion stets an der Fusion geäußert hätte, habe er versucht, das Beste daraus zu machen. „Ich suche immer das Verbindende“, schätzt er sich selbst ein. Vielleicht auch deshalb habe man die kleine Fraktion mit nur vier Leuten schnell ernst genommen, meint er. Viel gelernt habe er in dieser Zeit. Denn: „Als Opposition musst du richtig rein in die Themen.“ Sieht Rolf Martens keine Gefahr, dass Unwissende bei Bürgerbeteiligungen Dinge entscheiden, die sie nicht überblicken? „Bei großen Volksentscheiden wie dem Brexit schon“, gibt er zu. Aber nicht bei Bürgerbeteiligungen. „Die greifen ja, bevor der Ärger beginnt“, ist er sicher. „Wenn ich will, dass Leute mich unterstützen, muss ich sie einbeziehen“, sagt er. Zum Beispiel bei der Windkraft – die Energiewende ist Rolf Martens ebenso wichtig wie Bürgerbeteiligungen. Dass sie notwendig sei, leuchte den meisten ein, aber keiner wolle Windräder vor der Tür. Da seien Interessenausgleiche notwendig. Auch die soziale Gemeinschaft vor Ort, also die Kommune, müsse finanziell etwas davon haben. „An solchen Stellen finde ich Bürgerbeteiligungen gut.“

„Mein Ding ist auch das Thema Schülerbeförderung“, sagt er. Das sei kein rein „grünes“ Thema. Sich öffnen, Regelungen finden, die gerechter sind, sei das Ziel. „Darin sehe ich unsere Aufgabe als Politiker: Menschen, die sich mit einem Thema beschäftigen, zu ermutigen und ihnen zu helfen“, sagt er. Es reiche nicht, alle paar Jahre ein Kreuz zu machen.

Möglichst viele Kreuze wünscht er sich bei der Landtagswahl. „Ich hoffe bei meinem Listenplatz sechs auf die Zweitstimme. Wenn es nicht klappen sollte, gibt es einen Plan B. Aber ich bin sehr ehrgeizig und wäre dann doch sehr enttäuscht.“

Almut Jaekel

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