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Schule Miltzow kommt ein Jahr später

Miltzow Schule Miltzow kommt ein Jahr später

Ausschreibungen müssen europaweit erfolgen / Gemeinde musste Beschlüsse zurücknehmen

Miltzow. Am 1. August sollte in Miltzow der Grundstein für die neue Schule samt Sporthalle gelegt werden. So war es noch im Dezember 2016 verkündet worden. Seinerzeit hatten die Gemeindevertreter von Sundhagen ihren Haushalt für 2017 beschlossen. Rechtzeitig, um den Baustart der Schule ja nicht in Gefahr zu bringen. Und nun verzögert der sich doch. Um ein Jahr.

Grund dafür ist die Forderung nach einer europaweiten Ausschreibung für das Vorhaben.

„Wir waren bislang davon ausgegangen, dass die Förderungen für den Schul- und Sporthallenneubau getrennt werden können“, sagt Sundhagens Bürgermeister Helmut Krüger (CDU). „Plötzlich war dies aber alles nicht mehr wahr“, fügt er hinzu.

Krüger hatte sich von Anfang an vehement für den Schulneubau eingesetzt und auch viele Probleme aus dem Weg geräumt. Denn in der Großgemeinde Sundhagen, die 2009 aus sieben Dörfern fusioniert war, gab und gibt es nicht nur Befürworter für die neue Schule.

Natürlich ist der Bürgermeister sauer über den Rückschlag. Er versucht dies aber nicht nach außen dringen zu lassen, will um jeden Preis weiterhin Optimismus verbreiten. „Die Schule kommt“, lautet deshalb auch sein Slogan. „Und wir befinden uns ja auch nicht unter freiem Himmel“, fügt er hinzu. „Denn die Bedingungen in den jetzt noch genutzten Grundschulen Brandshagen und Horst seien so, dass dort auch weiterhin vernünftig unterrichtet werden kann“, sagt er. Später sollen die Standorte geschlossen werden.

Es habe lange Verhandlungen sowohl mit dem Bildungs-, dem Wirtschafts- als auch dem Infrastrukturministerium und dem Landesförderinstitut gegeben, berichtet Krüger. Leider am Ende mit dem Ergebnis, dass Sundhagen im Mai alle Beschlüsse über bereits getätigte Leistungsvergaben zurücknehmen und alles neu ausschreiben musste. Ein Wust von Arbeit.

Etwas Positives für die Gemeinde hat der zeitliche Verzug wohl aber dennoch. Denn wie Gunnar Bauer, Sprecher von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU), gestern erklärte, sei jetzt auch die Förderung für den sich an die Grundschule anschließenden Regionalschulbau in Miltzow gesichert. Das war vorher noch unklar. Und damit verbinden sich wohl auch die höheren Planungsleistungen, die jetzt die europaweite Ausschreibung erfordern. Erschwerend, das gab Bauer zu, habe sich die nach der Landtagswahl 2016 erfolgte Ausgliederung des Baubereiches aus dem Wirtschafts- ins Infrastrukturministerium ausgewirkt, was erneute Gespräche notwendig machte.

Auf der letzten Gemeindevertretersitzung hat Bürgermeister Krüger nun den neuen zeitlichen Rahmen für den Schulneubau umrissen. Er gehe jetzt von einem Baustart im August/September 2018 aus. Also ein Jahr später. Bei einer einjährigen Bauzeit könnte die Schule dann im September 2019 eröffnet werden.

Peinlich ist die Sache dennoch. Denn am 19. August 2016 hatte keine geringere als Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen mit Wirtschaftsminister Harry Glawe die Fördermittel in Höhe von 4,7 Millionen Euro für die Schule zugesagt. Öffentlichkeitswirksam, nur wenige Tage vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern.

Bei schönstem Sommerwetter hatten sich damals Hunderte erwartungsfreudige Miltzower am Schulstandort eingefunden. Seither kündet dort ein Bauschild von dem Vorhaben. So viel war allerdings schon 2016 klar: Geld werde erst gezahlt, wenn gebaut wird.

Reinhard Amler

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