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„So viel kann nicht falsch gewesen sein“

Poggendorf „So viel kann nicht falsch gewesen sein“

Alexander Benkert feiert morgen seinen zehnten Bürgermeistergeburtstag

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Ist morgen auf den Tag genau zehn Jahre im Amt: Süderholz‘ Bürgermeister Alexander Benkert (41, CDU). Bewegte Zeiten hat er hinter sich, hat aber auch Visionen, wie die Gemeinde 2026 aussieht.

Quelle: Anja Krüger

Poggendorf. Morgen vor genau zehn Jahren trat der Jurist Alexander Benkert (CDU) sein Amt als Bürgermeister in der Gemeinde Süderholz an. Das schönste an der Wiederwahl für weitere sieben Jahre im Februar 2013: „Die Bestätigung, dass so viel nicht falsch gewesen sein kann.“

"Wir sind ein gutes Stück vorangekommen, haben aber auch noch ein großes Stück vor uns.“ Alexander Benkert

(41, CDU)

Sein Amtsantritt

Lange Tage im Büro seien es gewesen, sagt der heute 41-Jährige. Damals sei gerade der B-Plan für das Pommerndreieck Thema gewesen. Viele Akten habe er damals durchackern müssen. „Dankbar bin ich dafür, dass ich immer die Unterstützung von den Amtsleitern hatte.“ Auch die Arbeiten am Golfpark in Kaschow hätten damals gerade begonnen, erinnert er sich. Schmunzeln muss er heute über seine damaligen Überlegungen, ob er sein Büro neu einrichten lässt. „Es ist heute noch das Mobilar von meinem Amtsvorgänger“, erzählt er.

Worauf er stolz ist

„Seit 2006 sind wir mit unserem Haushalt ganz gut zurecht gekommen“, sagt Benkert. Stets hätten Baumaßnahmen zur verbesserten Infrastruktur vorgenommen werden können — kleine und auch große, wie beispielsweise die Kita in Kandelin oder die Erneuerung vieler Straßen.

Stolz ist er auch auf die Entwicklung am Pommerndreick. „Auch wenn es eine unglaubliche Arbeit war, sind dort etwa 100 Arbeitsplätze entstanden. Und es wächst weiter“, ist sich der gebürtige Greifswalder, der in Ribnitz-Damgarten aufgewachsen ist, sicher.

Die Feuerwehr der Gemeinde ist ein weiterer Punkt. „Schon sehr früh wurde hier erkannt, dass nur der Zusammenschluss der einzelnen Ortswehren die Zukunft sein kann. Mittlerweile hat unsere Wehr Vorbildcharakter für viele andere“, sagt er stolz. Lobenswert finde er auch, dass es nur wenige Schandflecken in der Gemeinde gäbe. Das sei unter anderem auch ein Verdienst der Landwirte, die alte Hallen und Ställe abgerissen hätten. Für die meisten der noch vorhandenen verwahrlosten Grundstücke habe die Gemeinde leider keine Handhabe, da sie in Privatbesitz seien.

Tiefschläge

„Der Wasserschaden in der Kandeliner Kita“, entfährt es ihm spontan. Als immer größer habe sich die Auswirkung des defekten Dichtringes erwiesen. „An dieser Stelle muss ich unbedingt den Erziehern, Lehrern und Hortnerinnen einen großen Dank aussprechen, dass sie die Situation trotz der derzeitigen Einschränkungen so gut meistern“, sagt er. Denn alle haben etwas zusammenrücken müssen.

Seine Ziele für die nächsten Jahre

Schwerpunkt sei es, Arbeitsplätze zu schaffen. „Die gesamte Gemeindeentwicklung hängt davon ab, ob die Menschen hier oder außerhalb arbeiten“, sagt Benkert. Ein wichtiger Punkt sei für ihn auch, den älteren Bürgern zu ermöglichen, in der Gemeinde wohnen bleiben zu können. Schloss Griebenow als touristischen Standort weiterzuentwickeln, habe für die Gemeinde ebenfalls eine große Priorität.

Die größten Verwandlungen

„Ganz klar der Ort Kaschow“, ist er überzeugt. Schon damals, zu Zeiten seines Vorgängers, sei erkannt worden, welch enorm großes touristisches Potenzial in dem Golfpark stecke. „Damit haben der Ort und die Gemeinde unwahrscheinlich gewonnen und tun es noch“, sagt Benkert. Alles — Golfpark, Hotel und so weiter — füge sich hervorragend in den ländlichen Raum ein. Als weitere Beispiele nennt er das Wohngebiet in Kandelin und auch das Dorf Griebenow.

Süderholz im Jahr 2026

Die Aufzählung kommt bei Benkert beinahe wie aus der Pistole geschossen. „Süderholz ist eine Mehrgenerationengemeinde: Am Pommerndreieck sind mittlerweile 200 Frauen und Männer beschäftigt.

Kindergärten und die Schule sind weiterhin gut belegt.

Das Schloss Griebenow hat sich zu einer touristischen Attraktion entwickelt und auch die Neben- gebäude werden touristisch oder als altersgerechtes Wohnen genutzt. Auch dort wurden zahl- reiche Arbeitsplätze geschaffen. In der Gemeinde gibt es mehrere Senioren-WG. Ein Radweg führt entlang der Bundesstraße 109 von Greifswald bis zum Abzweig nach Groß Bisdorf und an den übrigen Straßen gibt es Radfahrschutz- streifen.

Großgemeinde Süderholz

28 Ortschaften gehören zur Großgemeinde Süderholz.

Gebildet wurde die noch sehr junge Gemeinde 1999 durch die Fusion der ehemaligen Gemeinden Bartmannshagen, Griebenow, Kandelin, Klevenow, Neuendorf, Poggendorf und Rakow.

4000 Einwohner hat die Kommune aktuell.

Namensgeber der Gemeinde war ein Waldstück südlich von Poggendorf mit der Bezeichnung Süderholz.

149 Quadratkilometer umfasst die Fläche der Großgemeinde Süderholz.

Von Anja Krüger

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