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„Sonnenfänger“ bei Rakow: Gemeinde stimmt für Solarpark-Pläne

Rakow „Sonnenfänger“ bei Rakow: Gemeinde stimmt für Solarpark-Pläne

Die Firma Solarfaktor aus Waren/Müritz möchte auf einem 17-Hektar-Areal Module aufstellen.

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10 Megawatt soll der Solarpark bei Rakow erzeugen.

Quelle: Foto: Jens Büttner/dpa

Rakow. Die erste Hürde für einen Solarpark an der Bahnstrecke bei Rakow ist genommen. Auf ihrer jüngsten Sitzung stimmten die Süderholzer Gemeindevertreter mehrheitlich dafür, dass die Solarfaktor GmbH ihre Pläne weiter verfolgen kann.

 

OZ-Bild

Das Unternehmen

Die Solarfaktor GmbH gibt es seit 2010. Sie hat ihren Sitz in Waren an der Müritz.

Spezialisiert ist die Firma auf die Entwicklung, den Bau

und Betrieb von

Freiflächen-

photovoltaikanlagen.

Über 25 Projekte, hauptsächlich in Mecklenburg-Vorpommern, hat das Unternehmen bereits realisiert.

In Rakow möchte Solarfaktor einen Solarpark auf einer Fläche von 17 Hektar errichten.

Die Firma mit Sitz in Waren an der Müritz möchte südlich des Süderholzer Ortes auf einer 17 Hektar großen Fläche Freilandsolarmodule aufstellen. 20 Jahre lang sollen diese Module sogenannten „sauberen“ Strom liefern. „Die Eigentümer und Landwirte konnten wir für dieses Vorhaben bereits gewinnen“, informierte Katrin Kietzmann, Mitarbeiterin der Projektsteuerung des Unternehmens. Sie stellte gemeinsam mit dem Prokuristen des Unternehmens, Malte Achner, und Mirko Leddermann vom Neubrandenburger Planungsbüro Baukonzept das Vorhaben vor. Nach der Betriebszeit soll der Solarpark wieder zurückgebaut werden – rückstandslos. Erreichbar soll der Park über die Landesstraße 26 sein.

Um dieses Projekt tatsächlich angehen zu können, benötigt Solarfaktor von der Gemeinde das Okay. Immerhin muss diese unter anderem ein sogenanntes Bebauungsplanverfahren einleiten und ihren Flächennutzungsplan ändern, denn derzeit wird der 110 Meter breite Streifen landwirtschaftlich genutzt. Und das war schließlich bei der Vorstellung des Vorhabens auch einziger Grund zur Skepsis bei den Süderholzern. Denn mit Maike Lass und Dr. Reimer Hansen – beide Landwirte – wollten zwei Gremiummitglieder von den anwesenden Solarfaktor-Mitarbeitern wissen, was nach der Betriebsdauer von 20 Jahren mit der Fläche wird. „Laut EU-Recht wird eine Fläche, die fünf Jahre lang nicht bestellt und abgeerntet wird, zu einer Grünlandfläche und darf nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden. Und das wäre für die Flächeneigentümer ein Wertverlust“, begründete Maike Lass ihre Skepsis. Katrin Kietzmann tat die Bedenken mit der Aussage ab, dass die Flächeneigentümer und Pächter großzügig entschädigt werden würden. Sie gab aber auch zu, dass die Solarfaktor GmbH noch keine Erfahrungen damit gemacht habe, was nach dem Rückbau mit der Fläche passiere. Jedoch solle vertraglich festgelegt werden, dass die Fläche wieder landwirtschaftlich genutzt werden könne. An diesem Punkt schaltete sich Mirko Leddermann ein. Der Diplom-Ingenieur vom Planungsbüro versprach, dieses Anliegen als Hausaufgabe mitzunehmen. Er erklärte zudem, dass mit diesem ersten Beschluss noch nicht alles in trockenen Tüchern sei. Weitere Beschlüsse seitens der Gemeindevertretung seien nötig, genau so wie beispielsweise die Bürgerbeteiligung.

Eine wichtige Frage seitens der Gemeindevertretung war aber auch, was die Kommune von diesem Projekt habe. Und hier gab es eine für sie sehr positive Information. „70 Prozent der Gewerbesteuer, die zu entrichten ist, wenn die Anlage Gewinn abwirft, stehen der Gemeinde zu“, informierte Katrin Kietzmann. Ab wann das genau sein könnte, dazu wollten sich die Solarfaktor-Mitarbeiter aber nicht festlegen. „Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nach wirklich ganz grober Kalkulation könnte das ab dem vierten oder fünften Betriebsjahr sein. „Sicher ist dies aber nicht“, informierte Solarfaktor-Prokurist Malte Achner.

Anja Krüger

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