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Sundhagener diskutieren über 310 Euro für Naturschutz-App

Stahlbrode Sundhagener diskutieren über 310 Euro für Naturschutz-App

Succow-Stiftung will Informationen rund um den Greifswalder Bodden publizieren

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Peter Karo hält stolz seinen Barsch in den Händen.

Quelle: Ralf Wenk

Stahlbrode. Um einen Zuschuss wegen läppischer 310 Euro ist in der Gemeindevertretersitzung von Sundhagen eine Diskussion entbrannt. Mit dem Geld soll die Gemeinde eine App unterstützen, die die Michael-Succow-Stiftung aus Greifswald als Information für Flächen rund ums Naturerbe Greifswalder Bodden herausgeben möchte. Dafür warb Thomas Beil. Er ist stellvertretender Geschäftsführer der Michael-Succow-Stiftung und gleichzeitig Mitglied der Gemeindevertretung in Sundhagen.

 

OZ-Bild

Ich denke, als Gemeinde- vertretung sollten wir Größe zeigen und für die Beteiligung an der App stimmen.“Hajo Hahn (Wähler für Sundhagen)

Das Naturerbe umfasst Gebiete von der Insel Rügen bis hin zu den Karrendorfer Wiesen bei Mesekenhagen. Somit gehören auch Bereiche der Gemeinde Sundhagen dazu. Anliegen der Stiftung ist es, Interessenten mit der neuen App sozusagen einen Kompass in die Hand zu geben, damit sie sich in diesem Areal besser orientieren können. Denn die Succow-Stiftung, benannt nach dem Träger des Alternativen Nobelpreises, Michael Succow, aus Wackerow bei Greifswald, hat es zum Anliegen erklärt, die Natur als Lebensgrundlage des Menschen zu erhalten und zu bewahren. Die App soll mithelfen, dabei zu sensibilisieren..

Um es vorweg zu nehmen: Die 310 Euro, der Anteil der Gemeinde Sundhagen für die App, wurden am Ende auch bewilligt. Allerdings nicht einstimmig. Denn es gab immerhin drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Acht Gemeindevertreter stimmten allerdings mit Ja.

Unter den Ablehnenden befand sich auch Bürgermeister Helmut Krüger (CDU). Er begründete sein Nein damit, dass die Succow-Stiftung keinen Kompromiss in Sachen Ostsee-Radwanderweg zugelassen habe. Die Gemeinde wollte dieses Projekt, das mit erheblichen Fördermitteln durch die EU finanziert wird und den Menschen die Küste ebenfalls erlebbar machen soll, möglichst küstennah am Strelasund verlaufen lassen. Unter anderem sollte auch eine attraktive Verbindung zum Naturschutzgebiet Halbinsel Devin geschaffen werden. Flächenaustausche waren angeboten worden. Aber die Succow-Stiftung lenkte nicht ein.

„Ich bin schon überrascht, dass sie jetzt mit solch einem Anliegen an uns herantritt“, meinte der Bürgermeister. Miltzows Amtsausschussvorsitzender Hajo Hahn (Wähler für Sundhagen), ebenfalls Mitglied der Gemeindevertretung, meinte allerdings, dass man doch Größe zeigen sollte und stimmte anschließend den 310 Euro zu. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Gabriele Dörner (CDU) war für die 310 Euro mit der selben Begründung. Denn hätte die Gemeinde Sundhagen gegen die App gestimmt, wäre das Projekt im Ganzen gescheitert.

Das wollte auch Gemeindevertreterin Martina Liedtke (CDU) verhindern. Sie zeigte sich vom Vorhaben angetan. Sie sagte, dass es sich lohne, den Moorwald abzuwandern. Man solle aus altem Groll nicht das Projekt stürzen. Die App wäre sicher nützlich Am Ende zeigte sich aber auch der Bürgermeister zumindest ein bisschen einsichtig, denn er sagte: „Ich werde jetzt die Mehrheitsmeinung der Gemeindevertretung nach außen hin vertreten.“ Aufgrund der geringen Höhe der Summe hätte er übrigens auch allein über die Freigabe entscheiden können. Einig war man sich in der Gemeindevertreterrunde allerdings in mindestens zwei Dingen: Die Succow-Stiftung sollte insgesamt mehr auf die Menschen zugehen, um sie von ihren Anliegen zu überzeugen. Wenn die App nämlich kommt, müsse sie auch beworben werden. Dabei könnten die beteiligten Gemeinden sicher wirksame Hilfe leisten.

Der Barsch seines Lebens

Hobbyangler Peter Karo aus Grimmen hat den Barsch seines Lebens gefangen. Zumindest sagt er das. Und zwar gelang ihm das vor wenigen Tagen mitten im Strelasund, wohin er mit einem Schiff vom Bootsverleih Stahlbrode aus unterwegs war. Der große Barsch, den er nun ganz stolz in den Händen hält, ist genau 52 Zentimeter lang und wiegt exakt 2090 Gramm.

Reinhard Amler

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