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Vize-Landrätin besucht 81-jähriges „Fahrstuhl-Opfer“

Grimmen Vize-Landrätin besucht 81-jähriges „Fahrstuhl-Opfer“

Carmen Schröter schickt für Heinz Lück eine Begleitperson, damit dieser den Lift im Ärztehaus wieder ohne Sorge benutzen kann

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Saß im Fahrstuhl fest: Heinz Lück.

Grimmen. Heinz Lück aus Lüssow bei Kandelin hat am Mittwoch Besuch bekommen. Carmen Schröter (CDU), Stellvertreterin von Landrat Ralf Drescher (CDU), kam zu dem 81-jährigen Senioren nach Hause. Das Datum war kein Zufall. An diesem Tag hatte die OSTSEE-ZEITUNG darüber berichtet, dass der Rentner Montagnachmittag im festsitzenden Fahrstuhl des Grimmener Ärztehauses zwei Stunden lang ausharren musste, bevor er von der Grimmener Feuerwehr rausgeholt werden konnte.

Die stellvertretende Landrätin erkundigte sich bei Heinz Lück nach dessen Befinden und sprach ihr Bedauern aus. Anschließend bot sie an, ihm bei seiner nächsten Behandlung in der Physiotherapie in der 3. Etage des Ärztehauses eine Begleitperson an die Seite zu stellen. Sie soll ihm die Angst vor einer erneuten Fahrstuhlnutzung nehmen. Heinz Lück, der im Laufen eingeschränkt ist, hatte nämlich erklärt, den Lift nie wieder benutzen zu wollen. Lieber quäle er sich die Treppen hoch. Schritt für Schritt. Nun hat er sich aber überreden lassen. Und siehe da, der Fahrstuhl fuhr hoch. Ohne Zwischenfall.

Wie der Landkreis Vorpommern-Rügen gestern mitteilte, sei seine Funktionstüchtigkeit am Mittwoch (3. August) um 15 Uhr wieder hergestellt gewesen. Der Fahrstuhl-Ausfall am vergangenen Montag, so Landkreis-Sprecherin Renate Jährling, sei mit großer Wahrscheinlichkeit durch unsachgemäßen Umgang eines Mieters im Haus verursacht worden.

Bei dem Fahrstuhl handelt es sich nämlich um ein Produkt, das sich für den Fall, dass Patienten auf Liegen oder Tragen transportiert werden müssen, vergrößern lässt. Die danach offenbar nicht vollständig sachgemäß durchgeführte Verkleinerung der Kabine habe wahrscheinlich zum Steckenbleiben des Fahrstuhls geführt, so Jährling.

Die Sprecherin verwies noch einmal darauf, dass der letzte TÜV-Bericht keine Auflagen und auch keine wesentlichen technischen Mängel beinhaltete, von denen ursächlich eine Gefahr für Fahrstuhlinsassen ausgehen könnte. Der Lift, der Baujahr 1972 ist, soll 2017 ausgewechselt werden. Vorausgesetzt allerdings, der Kreistag stimmt der Investition in seinem Haushalt zu.

Was die Zukunft des 1972 als Grimmener Kreispoliklinik eingeweihten Hauses betrifft, das mittlerweile ziemlich marode ist, gibt es keine neuen Nachrichten. Ein externer Betreiber, der das Haus übernehmen könnte, sei trotz intensiver Suche leider nicht gefunden worden, teilte die Sprecherin mit. Ebenso habe es in den vergangenen Jahren auch keine Bereitschaft seitens der Mieter gegeben, sich in einer Ärztegemeinschaft zusammenzufinden, so wie es in anderen Polikliniken gleich nach der Wende geschehen sei. Vorbehalte gebe es seitens der Mieter auch gegenüber den Kosten, die eine Sanierung verursacht und die am Ende auf alle Praxen umgelegt werden müssen. Außerdem müssten für die Bauzeit Zwischenlösungen gefunden werden, die ebenfalls Kosten verursachen. Weil das so ist, werden die Grimmener Patienten wohl auch künftig mit ihrer „Poliklinik“ leben müssen und auch hoffen, dass der mittlerweile 44 Jahre alte Fahrstuhl noch lange durchhält.

Reinhard Amler

OZ

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