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Grimmen Raserei ist die häufigste Unfallursache
Vorpommern Grimmen Raserei ist die häufigste Unfallursache
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04:03 18.04.2013
Im Grimmener Einzugsbereich ereignen sich viele schwere Unfälle auf der Autobahn — hier ein Foto von einem Pkw-Unfall im Herbst vergangenen Jahres. Quelle: Raik Mielke

Ein VW verunglückt am 5. April 2012 zwischen Kirchdorf und Tremt. Der 30-jährige Fahrer stirbt noch am Unfallort, die drei Insassen werden verletzt. Dies ist im vergangenen Jahr einer der schwersten Verkehrsunfälle in Vorpommern-Rügen gewesen.

8295 waren es zwischen Ribnitz-Damgarten, Trebeltal und Rügen insgesamt. Gegenüber 2011 ist das ein Rückgang, erläutert Polizeidirektor Thomas Dabel. Der 52-Jährige hat am Mittwoch die Verkehrsunfallbilanz für die Region vorgestellt. Drei Zahlen: Zehn Menschen kamen voriges Jahr auf den Straßen Vorpommern-Rügens ums Leben. 180 Menschen wurden schwer verletzt, 775 leicht. Gegenüber den vergangenen Jahren ist das rückläufig. Was auch für die Unfallzahlen generell gilt. Vorpommern-Rügen liegt damit im Landestrend. Die Polizei verzeichnet seit Jahren Rückgänge bei den Unfallzahlen. 1994 beispielsweise wurden noch 2131 Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt.

Die Hauptursachen sind aber seit Jahren dieselben: Überhöhte Geschwindigkeit, Fahren unter Alkoholeinfluss, gefährliches Überholen. Bei den schweren Verkehrsunfällen liegt überhöhte Geschwindigkeit mit 177 Unfällen ganz vorne, gefolgt von Fahren unter Alkohol (82) und Überholen (47).

Auf Alkohol und Geschwindigkeit konzentrieren sich die Polizisten auch bei den Kontrollen.

5380 sind das insgesamt im vergangenen Jahr gewesen. Davon waren 1508 Geschwindigkeitskontrollen. 35 273 Verstöße haben die Polizisten mittels Laser-, Video- und Lichtschrankenmessung ermittelt. 648 Kraftfahrer wurden erwischt, als sie alkoholisiert am Steuer saßen. Außerdem erfolgten 492 Drogenkontrollen — mit 117 Anzeigen als Folge (41 in Ribnitz-Damgarten, 38 in Grimmen). Nicht nur manche Autofahrer haben zuviel intus, wenn sie am Steuer sitzen. Auch Radfahrer haben manchmal ordentlich „getankt“. „Da steht dann häufig eine Zwei vor dem Komma“, erzählt Thomas Dabel über die gemessenen Promillewerte. Bei den Radlern konzentrieren sich die Kontrollen auf die Städte — in Grimmen beispielsweise ertappten die Polizisten 21 Radfahrer mit mehr als 1,6 Promille, in Ribnitz-Damgarten waren es neun.

Auf welche Strecken konzentrieren sich die Kontrollen? Das sind Standorte, an denen sich häufig Unfälle ereignen — was beispielsweise für die Bundesstraße 105 zwischen Löbnitz und Kummerower Heide und zwischen Reinberg und Kirchdorf gilt. Auf der B 96 betrifft das auf Rügen den Bereich zwischen Samtens und Lietzow. Aber auch die Alleenstrecke der B 196 und die Landesstraßen von Fischland und Darß seien Schwerpunkte, erläutert der Polizeidirektor.

Im Einzugsbereich des Polizeirevieres Grimmen zählen übrigens — hier ist die Autobahnpolizei stationiert — auch die Unfälle auf der A 20 mit. Insgesamt gab es in Grimmen und Umgebung vergangenes Jahr 1321 Verkehrsunfälle, davon 125 mit Personenschäden.

August ist der „Spitzenmonat“

776 Menschen sind seit dem Jahr 1994 auf den Straßen zwischen Ribnitz, Trebeltal und Rügen ums Leben gekommen. Von den zehn Todesopfern des Jahres 2012 waren fünf mit Pkw unterwegs, drei waren Fußgänger und zwei Kradfahrer.

Der August ist, was den Jahresverlauf betrifft, der Monat mit den meisten Verkehrsunfällen. Das liegt an dem hohen Verkehrsaufkommen in der Tourismussaison. Bei den Wochentagen verzeichnet die Polizei donnerstags und freitags die meisten Unfälle.

44 schwere Unfälle im Einzugsbereich des Grimmener Polizeirevieres hatten voriges Jahr überhöhte Geschwindigkeit als Ursache.

Peter Schlag

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