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Raupe und Walze auf der Rennstrecke

Grimmen Raupe und Walze auf der Rennstrecke

Eine Woche nach dem Stock-Car-Saisonfinale steigt eine Dankeschönparty für die Helfer

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Hart umkämpfte Rennen und spektakuläre Überschläge: Am zweiten Septemberwochenende gibt es wieder Stock-Car-Rennen im Grimmener Hexenkessel an der südlichen Randstraße.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. Hart umkämpfte Rennen und spektakuläre Überschläge – das ist, was dreimal jährlich tausende Menschen aller Altersklassen in den Grimmener Hexenkessel zu den Stock-Car-Rennen zieht. In neun Tagen ist es endlich wieder soweit. Am 10. um 9 Uhr fällt der Startschuss zum letzten Rennwochenende dieses Jahres.

„Bis es soweit ist, gibt es aber noch einiges zu tun“, weiß Benno Rüster als Vorsitzender des Veranstalters, der 1. Grimmener Stock-Car-Legion, und gleichzeitig Bürgermeister der Stadt Grimmen. Er selbst setzt sich bei den Vorbereitungen gern in den Radlader oder sonstige Fahrzeuge und packt mit an. „Nach den letzten beiden Rennen, bei denen es überwiegend trocken war, ist der Boden steinhart“, erklärt Rüster. Da sei der Aufwand diesmal größer als zu den Mai- beziehungsweise Juni-Rennen. „Diesmal werden wir wohl Raupe und Walze anrücken lassen müssen“, sagt er und scheint dabei in Gedanken bei der Planung der Abläufe zu sein. Denn auch Unkraut auf der Bahn – dort wo Boden aufgefüllt wurde – müsse noch entfernt werden.

Setzten kann er bei den Vorbereitungen stets auf die Unterstützung zahlreicher Grimmener Firmen. „Fakt ist, ohne sie würde es keine Stock-Car-Rennen in Grimmen mehr geben“, betont Rüster. „Allen voran natürlich die Baase Landmaschinentechnik GmbH, die Firma Papenburg, Resd und Remer, um nur einige zu nennen. Denn auf irgendeine Weise ist fast jede Baufirma an den Vorbereitungen und dem reibungslosen Ablauf beteiligt“, sagt er.

Ihm sei es enorm wichtig, diese Rennwochenenden am Leben zu erhalten, nicht nur als Aushängeschild der Stadt. „Illegale Autorennen sind hier so gut wie kein Thema, da sich die jungen Leute auf der Bahn diese Rennen liefern“, nennt er einen Grund. Hinzu komme die tolle Atmosphäre, die stets an diesen Wochenenden im Grimmener Hexenkessel herrsche – vom respektvollen Umgang zwischen Fahrern, Offiziellen und Helfern bis hin zum gemeinsamen Feiern am Sonnabendabend bei der legendären After-Race-Party im großen Festzelt. „Die wird auch diesmal von der Ostseewelle veranstaltet“, berichtet Rüster. Verzichten müssen die Besucher am zweiten Septemberwochenende lediglich auf ein Feuerwerk. „Aus Kostengründen“, begründet das Vereinsoberhaupt ganz offen.

Dafür habe sich der Verein in diesem Jahr eine kleine Besonderheit einfallen lassen. „Den Sonnabend nach dem Stock-Car-Wochenende veranstalten wir für alle ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen eine Dankeschönparty“, erzählt Rüster und möchte auch jene eingeladen wissen, die bereits vor vielen Jahren geholfen haben, inzwischen aber nicht mehr dabei sein können.

Mittlerweile guckt die Grimmener Stock-Car-Szene auf eine mehr als zwanzigjährige Geschichte zurück – mit Höhen und Tiefen. Angefangen hat alles im September 1994, als Motorsportfreunde das erste Biker-Treffen in Appelshof organisierten. Höhepunkt war ein Trabbi-Schlammrennen mit 18 Startern. Mittlerweile starten rund 300 Fahrer bei den Rennen. „Seit Jahren ist die Anzahl stabil. Es sind immer plus minus 20“, weiß Rüster, der damals einer der Initiatoren dieser Veranstaltungen war.

Die Saure-Gurken-Zeit erlebten die Grimmener Stock-Car-Rennen und ihre Organisatoren Ende der 90er-Jahre, als Gegner dieser Veranstaltungen Probleme machten. Und auch der Bau der Autobahn 20 vor den Toren der Stadt wirkte sich auf die Stock-Car-Rennen aus. Denn immer kleiner wurde dadurch das Gelände in Appelshof. Im September 2004 fand schließlich das letzte Rennen an alter Wirkungsstätte statt. 13 Monate später wurde der neue Hexenkessel von der Stock-Car-Szene an der südlichen Randstraße eingeweiht.

Seitdem wuchs stetig die Fahrerzahl und die Stock-Car-Wochenenden sind wieder das, zu dem sie einst in Appelshof wurden – zu richtigen Volksfesten.

190 Rennen an zwei Tagen

Rund 300 Starter haben für die Stock-Car-Rennen im Grimmener Hexenkessel an der südlichen Randstraße gemeldet.

Der Kessel-Cup ist das Highlight des letzten Rennen des Jahres. Dabei treten Sieger aller drei Veranstaltungen des Jahres gegeneinander an und ermitteln den besten Fahrer.

Auf 190 Rennen in elf verschiedenen Klassen können sich die Besucher freuen.

Rennstart ist am Sonnabend und Sonntag jeweils um 9 Uhr.

Eintritt: Tageskarten jeweils 10 Euro; Wochenend-Karte (ohne After-Race-Party) 15 Euro; Kinder bis zum vollendeten 16. Lebensjahr sowie Personen mit einem Behindertenausweis und einer Begleitperson haben freien Eintritt; After-Race-Party im Partyzelt 5 Euro Weitere Informationen unter: www.stockcar.de

Anja Krüger

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