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Grimmen Reiseriese steigt bei Stralsunder Fluggesellschaft Sundair ein
Vorpommern Grimmen Reiseriese steigt bei Stralsunder Fluggesellschaft Sundair ein
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00:00 06.09.2016

Sundair macht ernst! Die im Aufbau befindliche Fluggesellschaft aus Stralsund hat mit dem Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen einen finanzkräftigen Partner gewonnen. Schauinsland übernimmt nach Angaben beider Unternehmen 50 Prozent der Firmenanteile von Sundair. Deren Gründer Marcos Rossello spricht von einem „Paukenschlag für die Branche“.

Schauinsland-Reisen ist mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro eines der größten und wichtigsten Reiseunternehmen in Deutschland und Europa. Im deutschen Markt belegt das Unternehmen mit Sitz in Duisburg Platz sieben. „Der Einstieg ins Fluggeschäft verschafft Schauinsland-Reisen mehr Flexibilität im Tagesgeschäft“, heißt es von dem Unternehmen. Beide Seiten sprechen von einer gleichberechtigten Partnerschaft. Wie viel sich Schauinsland den Einstieg kosten lässt, darüber vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Laut Marcos Rossello übernimmt Schauinsland den Vertrieb der Sitzplätze sowie von Zusatzangeboten wie Sperrgepäck oder ähnlichem in den Flugzeugen von Sundair. „Diese Arbeit macht eine Airline normalerweise selbst“, sagt Rossello. Konkret bedeutet das, dass Schauinsland die Sitzplatz-Kapazitäten von Sundair verkauft, entweder direkt an Kunden, die Pauschalreisen buchen, oder an andere Reiseveranstalter.

Schauinsland sichert sich im Gegenzug „einen direkten Einfluss auf Strecken und Verfügbarkeiten“, wie das Unternehmen mitteilt. Gemeinsam mit Sundair werde ein Flugplan erarbeitet. Geplant ist bislang, dass die drei Sundair-Maschinen von Frankfurt, Dresden und Berlin fliegen sollen. Ziele sind die klassischen Urlaubsregionen wie Spanien, Griechenland, Bulgarien, die Türkei und Ägypten.

Drei A320-Airbus-Maschinen mit jeweils 180 Plätzen will Sundair dafür leasen.

Der Aufbau der Sundair hat mit dem Einstieg des Reiseriesen einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Marcos Rossello und sein Team stellen derzeit die Unterlagen für das Luftfahrtbundesamt zusammen. Dort hat Rossello die Betriebsgenehmigung geantragt. Am 1. April soll die Airline starten. Bis zu 130 Mitarbeiter will Rosello bis dahin einstellen. Aktuell seien es bereits 20 Mitarbeiter, die die Unterlagen für das Luftfahrtbundesamt zusammenstellen. Oktober oder November beginne laut Rossello die heiße Phase. Dann werde es weitere Einstellungen geben. Das Flugpersonal werde dort leben, wo die Flieger stehen. In Stralsund soll die Firmenzentrale entstehen. Noch ist Marcos Rossello nach eigenen Angaben auf der Suche nach einem Grundstück für den Bau, der eine Nutzfläche von rund 700 Quadratmetern haben soll.

Insgesamt soll ein zweistelliger Millionenbetrag in die Fluggesellschaft investiert werden. Die geleasten Flugzeuge kosten pro Stück und Jahr rund drei Millionen Euro.

Im Februar hatte Marcos Rossello die Sundair GmbH gegründet, einen Monat später die Betriebsgenehmigung beantragt. Entstehen soll nach eigenen Angaben eine „unabhängige, mittelständische Fluggesellschaft für den deutschen und EU-Markt im Ferienflugverkehr, im ethnischen Verkehr, im Sonder-Charterverkehr sowie als Subcharter-/ACMI-Anbieter“.

Robert Niemeyer

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