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Grimmen Rendezvous mit Bratäpfeln, Glögg und Musik
Vorpommern Grimmen Rendezvous mit Bratäpfeln, Glögg und Musik
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00:00 05.12.2017
Hunderte Besucher aus Franzburg und Umgebung schauten am Samstag beim Bratapfelfest vorbei, das mit zahlreichen Buden lockte und bei dem Sänger und Musiker aus Prohn für weihnachtliche Stimmung in der Schlosskirche sorgten. Quelle: Foto: Wenke Büssow-Krämer
Franzburg

Orgeltöne, Chorstimmen, Bratäpfel, heiße Waffeln und skandinavischer Glögg läuten Jahr für Jahr in Franzburg den Advent ein. Zur Runde in und vor der Kirche treffen sich dann nicht nur die Einwohner der Kleinstadt. „Wir kommen auch als Stralsunder jedes Jahr wieder“, sagt Berit Diehr, die ihre Kindheit bei der Oma im Ort erlebt hat. „Von daher ist es für uns immer wieder wie ein kleines Familientreffen. Man kennt viele Leute und hält so den Kontakt“, meint sie. Aber noch etwas Besonderes macht für die Gruppe das Bratapfelfest so verlockend: „Der Met“, gesteht die junge Frau.

Den haben vor neun Jahren Birgit und Heiko Fritz im Franzburger Advent etabliert. Während das Paar das Jahr über oft auf Wikinger- und Mittelaltermärkten in Schweden unterwegs ist, genießen sie es, den Advent in der Heimat zu verbringen. „Den Glögg – ein skandinavischer Glühwein – haben wir 2008 hier erstmals angeboten“, berichtet Heiko Fritz. „Es hat gedauert. Während sich damals die Nachfrage in Grenzen hielt, war er nach ein, zwei Jahren sehr beliebt.“ Davon zeugen die Besuchermassen, die sich für einen Becher Glögg, den es auch alkoholfrei gibt, oder eben den selbst angesetzten Met einreihen. Damit sind die Franzburger an den nächsten beiden Wochenenden auch auf den Weihnachtsmärkten in Bergen und Barth vertreten.

Und während in der Kirche Orgel und die Prohner Musiker für heimelige Stimmung sorgten, standen und liefen zwischen den wärmenden Feuerschalen vor der Türe vor allem die Kinder mit den gefragten Waffeln am Spieß. Dafür riss die Schlange vor dem Wagen von Petis Eiscafé am Nachmittag nicht ab. „Ich habe gefühlt schon 300 Rührschüsseln Waffelteig verarbeitet – und noch ist kein Ende in Sicht“, sagte Marina Papluk, die hier mit zwei Kolleginnen gleichzeitig an den Waffeleisen stand, mit einem Lächeln auf den Lippen und Engelsgeduld. Himmlisch war aber auch die Nachfrage nach den Namensgebern dieses Adventssamstages. Hunderte Bratäpfel gingen dampfend über den Tisch, um mit süßer Vanillesauce verspeist zu werden.

Die Besucherschar verteilte sich jedoch auch bis in den Klostergarten, wo die kleinen Gäste auf dem Weg zum Adventsbasteln waren, weiter bis zum Wieckhaus, das zum Aufwärmen bei Kaffee und Kuchen oder Erbseneintopf und Cowboybohnen vor der Tür einlud.

Wenke Büssow-Krämer

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