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Ribnitz-Damgarten: Vandalen im Visier

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Nach Beschädigungen an Bernsteinschule stellt Stadt Belohnung für Zeugen in Aussicht

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Die Bernsteinschule, Standort Berliner Straße: 8000 Euro Schaden haben Randalierer am Fenster rechts verursacht.

Quelle: Fotos: Robert Niemeyer

Ribnitz-Damgarten. Die Vorfälle im Ribnitzer Neubaugebiet häufen sich. Und mittlerweile wird auch öffentliches Eigentum in Mitleidenschaft gezogen. Randalierer beschädigten am Wochenende die Bernsteinschule in der Berliner Straße. „Es ist das erste Mal seit der Sanierung des Gebäudes, dass da jemand randaliert. Mich macht das so betroffen, weil es so sinnlos ist“, sagt Christina Bonke, Schulleiterin der Bernsteinschule. Allerdings scheint es bereits seit Wochen an der Stelle Probleme zu geben. Ende Februar meldete die Polizei, dass Jugendliche an der Grundschule in der Demmler-Straße rechte Parolen grölten. Immer wieder gibt es Beschwerden wegen Ruhestörung. Die Anwohner sind genervt. „Seit Wochen jedes Wochenende Terror, die ganze Nacht durch, mit Böllern, lauter Musik, Geschrei und quietschenden Autoreifen bis morgens um drei“, schreibt jemand auf unserer OZ-Facebook-Seite. Entwickelt sich die Ecke Berliner Straße/Demmler-Straße zum Problempunkt?

OZ-Bild

Nach Beschädigungen an Bernsteinschule stellt Stadt Belohnung für Zeugen in Aussicht

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Kontrollfahrten ohne Ergebnis

„Einen Handlungsbedarf als Kriminalitätsbrennpunkt kann ich nicht sehen“, sagt Marco Stoll, Leiter des Polizeireviers Ribnitz-Damgarten. Dass das Wohngebiet in Ribnitz West jedoch sozialer Brennpunkt ist, ist bekannt. Nachdem Anfang Februar ein Rettungswagen mit Böllern beworfen worden war, patroullierte die Polizei zehn Tage lang regelmäßig in dem Gebiet, sowohl mit Streifenwagen als auch mit Zivilfahrzeugen. „Das hat nicht wirklich was ergeben“, sagt Marco Stoll. Nach dem erneuten Vorfall jetzt kündigt der Revierleiter erneut verstärkte Kontrollfahrten an. „Und wir sind auch auf die Rückmeldung der Bürger angewiesen“, so der Revierleiter. In dieser Woche wird er sich auch mit Vertretern der Stadt darüber unterhalten.

„Ein Trauerspiel, dass sich bloße Zerstörungswut gegen Kindereinrichtungen richtet“, sagt Heiko Körner, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Ribnitz-Damgarten. Ein solches Verhalten sei in keinster Weise zu akzeptieren. Um ein deutliches Zeichen zu setzen, hat die Stadt eine Belohnung für Hinweise zu dem Vandalismus ausgesetzt. 200 Euro sind ausgelobt worden. Wer Informationen hat, kann diese bei der Polizei oder in der Bernsteinschule angeben.

„Ich vermute, dass sich da vor allem erwachsene Jugendliche treffen“, sagt Christina Bonke. Gegen die Treffen selbst habe sie nichts. Doch Randale, zerstörte Scheiben und kaputte Flaschen seien nicht akzeptabel. Vorfälle wie am Wochenende würden zudem die Debatte anstoßen, ob das Schulgelände weiterhin offen zugänglich sein soll. „Manchmal wünsche ich mir, dass ein Zaun gezogen wird, aber ich denke viel eher, dass man mit direkter Jugendarbeit besser fährt“, so die Schulleiterin. Auf dem Gelände nutzen viele Kinder die Spielgelegenheiten. Würde das Areal geschlossen, „würde es die treffen, die nichts dafür können“, sagt Heiko Körner.

Treffpunkt Jugendzentrum

Und das neue Begegnungszentrum? „Das schlimmste ist wirklich beim neuen Begegnungszentrum“, schreibt ein Facebook-Nutzer. Bekannt ist, dass das neue Zentrum von vielen Jugendlichen genutzt wird. Bis 18 Uhr können sie sich dort die Zeit vertreiben. Und danach? „Ich hoffe nicht, dass es unsere Jugendlichen sind“, sagt Juliane Hecht-Pautzke von der Jam GmbH, die die Koordination der Aktivitäten in dem Gebäude übernommen hat. „Eine Verbindung zum Begegnungszentrum sehe ich nicht“, sagt Heiko Körner, stellvertretender Bürgermeister von Ribnitz-Damgarten. Das neue Zentrum, das so gut angenommen werde, trage eher zur Prävention bei. Laut Juliane Hecht-Pautzke soll auch der Kontaktbeamte des Polizeireviers nun öfter eingeladen werden.

Klar ist, dass die Stadt auf den Kosten für den Schaden sitzen bleibt. Etwa 8000 Euro sind laut Polizei entstanden, als unbekannte Randalierer Türklinken und Jalousien abrissen sowie ein Fenster einschlugen. Klingt erstmal nach nicht ganz so viel. Heiko Körner: „Aber das ist Geld, das an anderer Stelle, auch für Kinder, jetzt fehlt.“

Robert Niemeyer

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