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Grimmen Riesiges Hotel neben Stralsunder Ozeaneum geplant
Vorpommern Grimmen Riesiges Hotel neben Stralsunder Ozeaneum geplant
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00:00 27.03.2017

Der Hansestadt steht das womöglich gewaltigste Bauprojekt seit dem Quartier 17 bevor. Neben dem Ozeaneum und gegenüber der Gorch Fock – im sogenannten Quartier 65 – soll eines der größten Hotels der Stadt entstehen. Mit voraussichtlich 150 Zimmern könnte es über mehr Kapazitäten verfügen als der Hansedom, das Hotel Baltic oder der Scheelehof. Es soll zudem eine der feinsten Adressen der Stadt werden – die Rede ist von der Kategorie „Vier Sterne plus“. Über entsprechende Pläne informierte Ekkehard Wohlgemuth, Leiter des Amts für Planung und Denkmalpflege, bei der öffentlichen Sitzung der CDU-Fraktion in der vergangenen Woche.

Das nun präsentierte Vorhaben basiert auf den schon vor Jahren zu den Akten gelegten Plänen zur Erweiterung des Ozeaneums. Damals sollte an der Stelle ein riesiges Aquarium in Kombination mit einem Hotel entstehen. Das Fischbecken ist zwar Geschichte, die Hotel-Idee jedoch nicht. „Damals wurde festgestellt, dass es einen erheblichen Bedarf an Tagungstourismus in Stralsund gibt. An dieser Einstellung hat sich nichts geändert“, sagte Wohlgemuth.

Die Stadt bereitet derzeit ein sogenanntes Bieterverfahren vor. Dabei können Interessenten Gebote für die Immobilie abgeben, es besteht allerdings keine Verkaufspflicht und sie muss nicht zwingend an den Höchstbietenden veräußert werden. Was der Käufer mit dem Quartier 65 machen darf, wird in der Ausschreibung genau festgeschrieben. „Die städtebaulichen und denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen sowie mögliche Nutzungen müssen in einer Ausschreibung so konkret wie möglich definiert sein, um gleiche Voraussetzungen für alle Bewerber zu gewährleisten“, sagte Wohlgemuth. Die Ausschreibung soll in der zweiten Jahreshälfte losgehen.

In einer Machbarkeitsstudie sei bereits erarbeitet worden, an welche Stelle des Quartiers 65 die Hotelzimmer untergebracht werden könnten und wo es Möglichkeiten für Tagungsräume und Wellnessbereich gibt. Denkbar sei ein Neubau mit fünf bis sechs Geschossen. „Der würde sich den benachbarten Silos unterordnen“, sagte Wohlgemuth. Autos könnten in einer Tiefgarage untergebracht werden. Angesichts der Dimensionen rechnet der Amtsleiter mit einer Investitionssumme von 30 bis 40 Millionen Euro. Die beiden Silos stammen aus den Jahren 1934 und 1940, wurden damals als Getreidespeicher genutzt und stehen heute unter Denkmalschutz.

Neben privaten Flurstücken befindet sich der überwiegende Teil des Quartiers 65, darunter die großen Silogebäude, im Eigentum der Hansestadt. Nur die städtischen Flächen stehen zum Verkauf. Nach Angaben der Stadtverwaltung gab es in der Vergangenheit vereinzelte Anfragen von Interessenten. Es fänden derzeit aber keine konkreten Gespräche mit potenziellen Investoren statt. Ursprünglich sollte im Quartier 65 ein als Erweiterung des Ozeaneums gedachtes Mega-Aquarium mit 15 Millionen Litern Wasser entstehen, in dem die Seamounts als noch wenig erforschtes Unterwassergebirge zu erleben gewesen wären. Auch ein Hotel war damals im Komplex vorgesehen. 2014 kam vom Land die Absage.

Alexander Müller

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