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Grimmen Schandfleck verschwindet bis Ende Oktober
Vorpommern Grimmen Schandfleck verschwindet bis Ende Oktober
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00:05 14.08.2017

In Jessin soll noch in diesem Jahr ein Schandfleck verschwinden. Der Eigentümer – die Agrar GmbH Grimmen West – will die maroden ehemaligen Schweineställe kurz vor der Ortsausfahrt in Richtung Autobahn abreißen. Darüber sind sich die städtische Bauamtsleiterin Heike Hübner und der seit diesem Jahr tätige Geschäftsführer der Agrar GmbH Grimmen West mit Sitz in Leyerhof, Ludwig Theodor Braun, einig. In der vergangenen Woche gab es deshalb einen Vor-Ort-Termin der beiden gemeinsam mit Andreas Osterland von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen.

„Dabei wollten wir klären, welche Voraussetzungen für den Abbruch der alten Ställe geschaffen werden müssen“, informierte Heike Hübner. „Als Ergebnis soll jetzt ein Gutachter einen artenschutzrechtlichen Fachbeitrag erstellen, und dann wird hoffentlich der Abriss auf dem Gelände des Landwirtschaftsbetriebes spätestens im Oktober beginnen“, sagt die Bauamtschefin, der der Rückbau auch aus Sicherheitsgründen sehr am Herzen liegt. „Jetzt sind die maroden Gebäude fast vollständig zugewachsen und es mutet ein wenig wie im Dornröschenschlaf an“, erzählt sie weiter. Aber von den Anwohnern wisse sie, wie sehr der Schandfleck in dem kleinen Ortsteil der Stadt in der kahlen Jahreszeit störe.

Außerdem sollen auch nicht mehr genutzte Siloflächen, die sich am Ortsausgang in Richtung Vietlipp befinden und ebenfalls im Eigentum des Agrarunternehmens sind, zurückgebaut werden.

„Wir begrüßen sehr, wenn diese Anlagen verschwinden, sie sind kein schöner Anblick im Dorf“, sagte Heiderose Krabbe, Leiterin im Pflegeheim „Sonnenschein“ in Jessin, dessen Park sich gegenüber der ehemaligen Schweineställe befindet. Auch ihre Kolleginnen, teilweise selbst Jessiner, finden, dass das eine sehr gute Aktion sei und die alten maroden Gebäude kein Mensch brauche.

Mit beiden Maßnahmen wolle der neue Eigentümer des Landwirtschaftsbetriebes das Dorfbild verbessern, so Heike Hübner. „Wir als Stadt unterstützen das – vor allem in Hinsicht auf das Genehmigungsverfahren.“ Für die Arbeiten sei dann der Betrieb verantwortlich. Sie wisse auch, dass es in Jessin noch weitere Immobilien gebe, die nicht ins Dorfbild passen und die Anwohner und Stadtverwaltung ärgern. „Wir arbeiten daran.“

Almut Jaekel

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