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Grimmen Schon eine Viertelmillion Gäste sind vor Sellin abgetaucht
Vorpommern Grimmen Schon eine Viertelmillion Gäste sind vor Sellin abgetaucht
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03:27 02.09.2013
Die Tauchglocke an der Spitze der 394 Meter langen Selliner Seebrücke hat das ganze Jahr über geöffnet. Quelle: Dieter Lindemann
Sellin

Wie oft er selbst schon mitgefahren ist, weiß Jochen Hagemann gar nicht so genau. Aber diese Zahlen sind dem Mitarbeiter der Selliner Tauchgondel schon fast unheimlich: Weit über 12 000 Mal ist die an Jule Vernes Nautilus erinnernde Konstruktion zwischen Unterwasserfahrstuhl und U-Boot seit ihrer Eröffnung im September 2008 in die Ostsee ein- und wieder aufgetaucht.

Eine Viertelmillion Gäste wurden in den letzten fünf Jahren gezählt. Derzeit strömen 400 bis 500 Besucher täglich bis in die Abendstunden zu der blaugrünen Tauchglocke mit ihren großen Bullaugen an der Spitze der 394 Meter langen Selliner Seebrücke. Die Gondel taucht in sieben Minuten 4,5 Meter tief ins Meer. Dort können die Fahrgäste trockenen Fußes hinter 60 Millimeter dicken Glasscheiben etwa 40 Minuten lang die Unterwasserwelt bestaunen — bei schlechter Sicht immerhin auf einem 3D-Film über die Ostsee.

Jochen Hagemann (58), der wie Burghard Krüger von Anfang an zum Team gehört, wird das einfach nicht langweilig. „Es macht immer wieder Spaß und ist interessant, mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.“ Hagemanns besondere Glücksmomente: tauchende Eisenten. „Die schießen wie Pfeile durchs Wasser.“ Aber auch Heringsschwärme, die von Hornfischen verfolgt werden, hat Hagemann schon fasziniert beobachtet.

„Ein Schweinswal wäre natürlich noch ein Highlight.“ Zu sehen gibt es aber nur etwas, wenn die Ostsee nicht trübe ist. „Die Jahreszeit ist dabei nicht entscheidend, sondern das Wetter, Wind- und Strömungsrichtung“, weiß Hagemann. Die Regel ist ganz einfach: auflandiger Wind (Nordost) gleich schlechte Sicht, ablandiger Wind (Südwest) gleich gute Sicht.

Zu den Gästen, die das weniger interessiert und die die besondere Atmosphäre anzieht, gehören Paare, die sich unter Wasser symbolisch das Ja-Wort geben. „Wir hatten schon ganze Hochzeitsgesellschaften“, so Hagemann. Auch wenn standesamtliche Trauungen nicht durchgeführt werden können, wie zum Beispiel in der Tauchgondel von Grömitz (Ostholstein).

Vier Gondeln gibt es derzeit mit dem Prototypen in Zinnowitz (Usedom) und der im Juli eröffneten in Zingst. Weitere sind in Schweden und Polen geplant, wenn es nach dem Erfinder, Ingenieur Andreas Wulff aus Wolgast, geht. Die Selliner Tauchgondel feiert in der zweiten Septemberwoche ihr fünfjähriges Bestehen — mit kostenlosen Fahrten für Kinder.

Viereinhalb Meter unter dem Meeresspiegel
12 566 Mal ist die Selliner Tauchgondel seit ihrer Eröffnung im September 2008 ab- und wieder aufgetaucht.

Die Tiefe in der Ostsee beträgt rund 4,5 Meter.

4 Tauchgondeln hat Ingenieur Andreas Wulff aus Wolgast entwickelt. Sie befinden sich neben Sellin in Zinnowitz (Usedom), Grömitz (Ostholstein) und in Zingst. Weitere sind geplant.

Gerit Herold

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