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Schüler des Produktiven Lernens helfen Kleingärtnern

Grimmen Schüler des Produktiven Lernens helfen Kleingärtnern

Mädchen und Jungen der Robert-Koch-Schule rücken im Praktikum dem Unkraut mit Spaten und Astscheren zu Leibe.

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Svenja Schwartz und Anne Martens (von links) mit einer etwas anderen Methode, eine alte Tür zu zerlegen.

Quelle: Hartmut Barkowski

Grimmen. Kleingärtner Helmut Günther staunte nicht schlecht, als er in der vorigen Woche in seinen Garten kam. Vor einigen Tagen sah der Nachbargarten noch völlig verwahrlost aus.

Überall mannshohes Unkraut und Brennnesseln, die Hecke drei Meter hoch, die Bäume und Sträucher völlig von Schlingpflanzen überwuchert. „Was hier die Jugendlichen geleistet haben, findet meine Hochachtung," sagt er. Die Heinzelmännchen, die hier gewirkt haben, sind fünf Schüler der Regionlaschule „Robert Koch“, die am Produktiven Lernen teilnehmen. Insgesamt 22 Schüler haben sich in diesem Schuljahr für dieses Projekt beworben und absolvieren derzeit ein 14-tägiges Praktikum in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen des Landkreises Vorpommern-Rügen. „Ich wäre am liebsten wieder nach Hause gegangen, als ich den Garten gesehen habe" sagt Jens Eick. Aber gemeinsam mit seinen Mitschülern rückte er dann mit Spaten und Astscheren dem Unkraut auf 620 Quadratmetern zu Leibe. Die Arbeit war ungewohnt und schwer. „Ich fand es anfangs langweilig, immer nur Unkraut ausziehen", sagt Svenja Schwartz.

Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen. Der Garten sieht wieder sauber und ordentlich aus. Und das Wichtigste: Die Jugendlichen haben nicht aufgegeben, sondern durchgehalten. „Wir haben viel geschafft, das sieht man ja auch," sagt Svenja und ist glücklich über ihre Leistung. Dass inmittten des Unkrautes noch Äpfel und Johannisbeeren zum Vorschein kamen freute die Schüler außerdem.

Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Elke Angres wurden die Früchte im einem Kuchen und zu Gelee verarbeitet. „Ich könnte mir vorstellen, gemeinsam mit einigen Mitschülern einen Garten zu übernehmen. Wir würden ihn bewirtschaften und hätten gleichzeitig einen Platz, an dem die Gruppe mal grillen könnte", meint Ricki Kranich. Einen Wunsch haben die Jugendlichen aber noch. Sie würden sich sehr freuen, wenn sich schnell ein neuer Nutzer für den Garten im Nelkenweg findet. Denn sonst wäre ihre Arbeit durch neues Unkraut schnell wieder zunichte gemacht. Der Garten könnte übrigens auch zur Hühnerhaltung genutzt werden. Entsprechende Ställe sind vorhanden.

Potenzielle Interessenten melden sich bitte telefonisch beim Vereinsvorsitzenden Günter Otte unter Telefon 038326/81384.

 

Hartmut Barkowski

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