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Grimmen Schulkomplex ist staubige Baustelle
Vorpommern Grimmen Schulkomplex ist staubige Baustelle
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00:05 10.06.2017
Die Dachziegel von Turnhalle (l.) und Zwischenbau wurden bereits entfernt. Alle Schulgebäude bekommen rotbraun beschichtete Trapezblech-Dächer.
Grammendorf

Ein Staubmeer wabert durch die Turnhalle der Grammendorfer Grundschule. Ebenso sieht es im Verbindungsbau zur Schule aus. Lärm von Handwerkern schallt durch alle Räume. Seit Ende April wird der Komplex saniert. „Wir hatten eigentlich schon im vorigen Jahr damit gerechnet“, sagt Schulleiterin Annette Buck, die sich freut, dass es jetzt vorwärts geht. Die Gesamtinvestition für die Baumaßnahme beträgt knapp 605000 Euro. Das Wirtschaftsministerium des Landes finanziert das Vorhaben komplett aus Mitteln der Städtebauförderung. „Der Schulstandort hat für die Gemeinde Grammendorf und die umliegende Region eine hohe Bedeutung“, weiß Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Für mehr als 600000 Euro werden Gebäude der Hummelschule in Grammendorf bis September aufwändig saniert

„Mit der Kostenschätzung kommen wir hin“, meint Anke Haß, Leitende Verwaltungsbeamtin im Amt Recknitz-Trebeltal. Das Amt ist Eigentümer des Gebäudekomplexes und Schulträger der Einrichtung, die derzeit von 65 Kindern besucht wird. Unterm Dach der „Hummelschule“ befindet sich zudem die Kita „Löwenzahn“ mit 55 Kindern. Auf der Baustelle tummeln sich diverse Gewerke. „Es gab eine Ausschreibung für zwölf Lose“, informiert Anke Haß. Zuschläge bekamen unter anderem hiesige Firmen wie Bruchnow & Riedel, Elektroinstallation Grimmen und Skaliks & Sohn.

Zurzeit wird die Turnhalle noch entkernt. Umkleiden, Sanitärräume – alles wird neu. Original bleibt nur der Parkettfußboden, der instand gesetzt wird. Von oben heizen künftig Deckenheizstrahler – die Zeit des lärmigen Gebläses ist dann vorbei. Andere Bauleute arbeiten unterm Dach des Zwischengebäudes, das Schule und Sporthalle verbindet und das die Kinder sonst als Durchgang nutzen. Dort wird unter Schutzmasken Fußboden herausgebrochen, wobei zudem eine Zwischenschicht Teerpappe herausgetrennt und dann entsorgt werden muss. Die alten Dachziegel wurden von beiden Gebäuden abgenommen, bunte Planen schützen das Innere.

Der Baulärm beim Unterricht nervt natürlich Schüler wie Lehrer. Aber: „Das muss man erdulden, wenn man eine schöne Schule haben will“, sagt Annette Buck. Zudem würden die Bauleute Rücksicht auf den Schulbetrieb nehmen. Die jetzt nicht nutzbare Sporthalle sei kein Problem: „Der Sportunterricht findet bei Sommertemperaturen sowieso im Freien statt“, begründet die Schulleiterin und erklärt schmunzelnd: „Bisher hat es immer nur dann geregnet, wenn kein Sportunterricht war.“

„Wir unterteilen die Arbeiten in drei Etappen“, erläutert Architekt Rainer Witzel. „Mit der Sporthalle beginnt alles, dort wird auch das neue Dach zuerst fertig sein“, erklärt der Bauleiter. Danach folgen der Zwischenbau und das Schulgebäude. Alle drei Bauten werden künftig isolierte Blechdächer haben. „Rotbraun beschichtet, angepasst an die Umgebung“, berichtet Witzel. Unterm Dach der Sporthalle seien große Schäden festgestellt worden, hervorgerufen durch Windlast und Schnee. „Der Mörtelverstrich war herausgefallen und lag in der Dachdämmung.“

Die Arbeiten am Schulgebäude sollen schon vor den Sommerferien beginnen. „Wir werden so wenig wie möglich bei laufendem Schulbetrieb arbeiten und auch zur Mittagszeit besondere Rücksicht auf die Kita-Kinder nehmen “, verspricht der Bauleiter. Zum Beginn des neuen Schuljahres im September soll alles schick sein? „Davon gehe ich aus“, sagt Witzel.

Bürgermeister Udo Peters (CDU), der sich vehement für die Entwicklung der Grammendorfer Schule einsetzt, appelliert: „Ich hoffe, dass die Eltern auch weiterhin zu unserer Schule stehen und ihre Kinder dort lernen lassen. Denn ohne Schüler gibt es auch keine Schule mehr.“

Peter Franke

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