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Grimmen Schullandheim fristet im Moment ein tristes Dasein
Vorpommern Grimmen Schullandheim fristet im Moment ein tristes Dasein
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00:01 09.12.2017
Verwaist – das Schullandheim in Bremerhagen. Quelle: Foto: Reinhard Amler

wurde am 12. März 1323 erstmals erwähnt. Bereits im preußischen Urmesstischblatt (PUM) von 1835 stellt sich der Ort als zwei Kilometer langgestreckte Ansiedlung dar. Es ist auch noch heute ein Straßendorf. Damals gab es hier ein großes Gut am südöstlichen Ende und eine Ziegelei sowie ein Forstgehöft am nordwestlichen Ende. Dazwischen standen die Katen der Landarbeiter und kleinere Gehöfte von Büdnern. Heute zieren zum Teil schmucke Einfamilienhäuser die Straßenränder. Nach 1945 wurde das Gut mit der Bodenreform aufgesiedelt. Es entstanden ringsum Neubauernhöfe. Nach und nach verschwand auch die Gutsanlage, dafür wurde gegenüber ein LPG-Komplex aufgebaut.

Bremerhagen gehörte immer zur Nachbargemeinde Wilmshagen. Diese schloss sich 2009 mit Behnkendorf, Brandshagen, Horst, Kirchdorf, Miltzow und Reinberg zur neuen Gemeinde Sundhagen zusammen. Zu DDR-Zeiten befanden sich in dem Ort viele Arbeitsmöglichkeiten: In mehreren Ställen der LPG, einer Ziegelei und einer Gärtnerei und natürlich in der Forst. Rund um Bremerhagen gibt es zirka 700 Hektar Waldfläche.

Heute ist Bremerhagen aber nur noch ein Wohnort. Zum Arbeiten müssen die Einwohner pendeln – nach Grimmen, Greifswald oder Stralsund. Als letzte Einrichtung schloss 2017 leider auch das Schullandheim, der Nachfolger der zu DDR-Zeiten vom damaligen Kreis Grimmen betriebenen Station junger Naturforscher und Techniker. Die ist eng mit dem Namen Werner Topka verbunden. Er leitete die Station und hat sich immens um den Nachwuch gekümmert. Er kannte keinen Feierabend, sagt man.

Zuletzt wurde die Einrichtung, die es bereits seit 1911 gibt, damals Dorfschule, von einem Verein betrieben, der regelmäßig Ferienlager und Freizeiten für Kinder und Jugendliche veranstaltete. Mit dem Stralsunder Chamäleon-Verein soll es einen neuen Betreiber für das Schullandheim geben.

ra

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