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Schwammbefall in den Kunstwerkstätten

Greifswald Schwammbefall in den Kunstwerkstätten

Dringende Sanierung der Jugendkunstschule soll mit Mitteln aus dem Theaterhaushalt erfolgen

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Saskia Schniete zeigt die Notstützen, die wegen des Schimmelbefalls unter die Decke gestellt werden mussten.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Schimmelbefall in den Kunstwerkstätten: Die Stadt muss dringend handeln. Aus diesem Grund sollen 60000 Euro aus dem Theaterhaushalt für die Schwammsanierung und den Einbau neuer Deckenbalken entnommen werden.

„Es regnete in den letzten Jahren immer mal wieder. Diese kleinen Stellen wurden zügig repariert“, schildert die Leiterin der Kunstwerkstätten, Jana Lehrkamp. Nach dem Auszug des DeKäwer-Vereins aus dem Dachzimmer und dem Leerzug des angrenzenden Lagerraumes wurde ein größerer Schaden im Dachstuhl entdeckt. Das Immobilienverwaltungsamt der Stadt reagierte schnell: Nach dem Öffnen der Deckenverkleidung und der Untersuchung durch einen Sachverständigen wurde der Schwammbefall nachgewiesen. Mittlerweile sind bereits etliche Dach- und Deckenbalken zerstört und müssen dringend erneuert werden, um die Statik des Hauses weiterhin zu gewährleisten.

Zur Sicherung der unter dem schadhaften Dach liegenden Keramikwerkstatt wurde dort ein Stützbalken aufgestellt, welcher den Kursbetrieb nach Aussage von Lehrkamp nicht weiter beeinträchtigt. Die Verwaltung allerdings machte im Kulturausschuss der Bürgerschaft deutlich, dass schnell saniert werden müsse, um das Gebäude auch weiterhin nutzen zu können. Die jetzigen Notstützen dürften kein Dauerzustand werden, betonen auch die Kunstwerkstätten-Mitarbeiter.

Da jede Woche 233 Teilnehmer in 31 Kursen in den Kunstwerkstätten stattfinden und dazu am Vormittag noch viele Schul- und Kitaprojekte stattfinden, wäre eine größere Baumaßnahme im laufenden Kursbetrieb schwierig. „Deshalb hoffen wir, dass das Dach in den Sommerferien repariert werden kann, so dass wir im September wieder ganz normal mit dem Kursbetrieb starten können“, erklärt die Leiterin der Jugendkunstschule. Aus diesem Grund werde es in diesem Jahr in den Ferien zwar Ferienwerkstätten geben, aber diesmal nicht in der Keramikwerkstatt und auch das Dachzimmer bleibt den Bauarbeitern vorbehalten.

Im Greifswalder Rathaus geht man nach der Diskussion in den Fachausschüssen und einer mehrheitlichen Zustimmung davon aus, dass auf der nächsten Bürgerschaftssitzung am 11. Juli die Schwammsanierung der Kunstwerkstätten auf den Weg gebracht wird, damit die Arbeiten tatsächlich während der Sommerferien erfolgen könen.

Cornelia Meerkatz

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