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Grimmen Schweinepest: Forstamt organisiert zusätzliche Jagden
Vorpommern Grimmen Schweinepest: Forstamt organisiert zusätzliche Jagden
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16:16 12.02.2018
Wildschweine sind scheue Tiere und erkrankte Tiere ziehen sich eher zurück. Eine Begegnung im Wald ist unwahrscheinlich. Quelle: Deutscher Jagdverband
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Poggendorf

16 Gesellschaftsjagden haben die Mitarbeiter des vorpommerschen Forstamtes Poggendorf seit November organisiert – zwei mehr als traditionell. Mehr als 500 Wildschweine wurden dabei erlegt. „Wir versuchen alles, um den Schwarzwildbestand zu reduzieren und die Afrikanische Schweinepest aufzuhalten. Gelingen wird es uns nicht“, sagt Matthias Sandmann, Sachbearbeiter für Holzvermarktung und Jagd im Forstamt.

Im laufenden Jagdjahr, das noch bis zum 1. April geht, wurden allein im Bereich des Poggendorfer Forstamtes 534 Wildschweine erlegt. „Das sind gut 30 Prozent mehr als sonst“, sagt der Forstamtsmitarbeiter. Die einzelnen Jäger kämen mit ihren Abschüssen noch dazu. Der Bauernverband fordert, 70 Prozent des gesamten Wildschweinebestandes zu töten.

Um die Jäger zu motivieren, noch mehr Wildscheine zu erlegen, gibt es nun die sogenannte Pürzelprämie – für jedes erlegte Stück Schwarzwild werden 25 Euro gezahlt. Und als Beweis müssen die Jäger den Pürzel, also den Schwanz, des Tieres, im Forstamt abgeben. Harald Zimmermann aus Zarrendorf brachte am Donnerstag drei Pürzel ins Amt

Der Jäger sieht jedoch noch ein ganz anderes Problem: „Wohin mit dem Wildschwein-Fleisch? Wir brauchen Unterstützung bei der Vermarktung.“ Das wäre für ihn sinnvoller als die Pürzelprämie. Denn Wildfleisch sei ein Lebensmittel erster Güte, aufgrund der enormen Wildschweinemengen bekämen die Jäger es aber nicht mehr verkauft. „Der Markt für Wildschwein-Fleisch ist weggebrochen“, sagt auch Sandmann. „Sonst wurde es nach Frankreich und Italien exportiert. Diese Länder nehmen aufgrund der Seuchengefahr nichts mehr ab.“ Und der Binnenmarkt sei voll. Der Wildschweinfleisch-Preis sank von 1,55 Euro pro Kilogramm auf 50 Cent pro Kilo.

OZ

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