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Grimmen Selbst Rasentraktoren gehörten zum Konvoi
Vorpommern Grimmen Selbst Rasentraktoren gehörten zum Konvoi
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00:01 26.09.2016
Über 20 geschmückte Fahrzeuge gehörten in Rakow zum festlichen Konvoi, der Punkt 13.30 Uhr startete.Wunderschön hatte auch die Jagdgruppe Bretwisch wieder ihren Traktor samt Anhänger, unter anderem mit Jagdtrophäen, dekoriert. Fotos (3): Walter Scholz

Rakow/Reinberg Pünktlich 13.30 Uhr begann der traditionelle Festumzug am Sonnabend durch Rakow. Über 20 Traktoren, Gespanne oder Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr waren mit dabei.

Erntedankfeste zogen in Rakow und Reinberg viele Dorfbewohner an / Bürgermeister versteigerte alte Kutsche

Die Jagdgruppe Bretwisch hatte ihren Traktor samt Anhänger wieder mit vielen Jagdtrophäen ausgestattet. Auch Ponys vom Pferdehof Dönnie waren dabei und selbst Rasenmäher-Traktoren rollten, festlich geschmückt, mit im Konvoi. Angeführt wurde dieser von Rudi Buske und seinen Pferden „Jacob“ und „Seppl“. Auf seinem Kremser hatten neben dem Süderholzer Bürgermeister Alexander Benkert (CDU) auch die Gäste aus der Partnergemeinde Rieseby in Schleswig Holstein Platz genommen.

„Ich bin beeindruckt. Wir wollen die Partnerschaft weiter vertiefen. Die Jugendfeuerwehr Süderholz war schon bei uns, vielleicht folgen bald andere Vereine“, zeigte sich Jens Kolls, seit 2013 Bürgermeister in Rieseby, hocherfreut über das bereits Erlebte in Süderholz.

Wie beliebt der Umzug bei den Dorfbewohnern ist , war auch daran zu sehen, dass viele ihre Grundstücke festlich geschmückt hatten.

Während sich der Zug langsam dem Rakower Dorfzentrum näherte, kamen immer mehr Besucher an die Strecke. Fast 1000 werden es wohl gewesen sein. Unterhalten wurden sie von der Feuerwehrkapelle aus Zarrentin.

Auf dem Festplatz hinterm „Torfstecher“ endete der Vorbeimarsch. Dort drehte sich bereits ein Schwein am Spieß. Während noch Reden gehalten wurden, begann schon der Ansturm aufs Kuchenbüfett.

Riesengroß war offenbar der mitgebrachte Hunger. Denn die 23 leckeren Kuchen, alle von fleißigen Dorfbewohnern gebacken, wurden restlos aufgegessen.

Vor dem „Torfstecher“ gab es anschließend mehrere Programme. Mädchen und Jungen der Grundschule Kandelin eröffneten den Reigen. Es folgten die Lütten der Kita „Mäusekästchen“ aus Düvier und Mitglieder des TSC Grimmen.

Zuvor hatte Jeannette Lübs Eisgutscheine an all jene Kinder verteilt, die am Umzug teilgenommen hatten. Rudi Buske machte derweil schon wieder Kremserfahrten durchs Dorf und die ersten Gäste drehten sich bereits im „Torfstecher“ auf der Tanzfläche, wo es bis in den Sonntagmorgen dann noch richtig heiß her ging.

Gestern wurde in der Kirche zu Bretwisch der Erntedankgottesdienst gefeiert. Der eröffnete in Reinberg am Sonnabendnachmittag das Erntedankfest der Gemeinde Sundhagen, das anschließend vor und in der Pfarrscheune rund 250 Leute anzog. Auch sie wurden gut unterhalten. Denn zum ersten Mal gastierte die Gruppe „Seeside“aus dem benachbarten Greifswald im Dorf.

„Seeside“ ist mittlerweile deutschlandweit gefragt, denn 2011 wurde die Gruppe, die aus Behinderten besteht, Super-Band, in einem von Schlagersänger Guildo Horn ausgelobten Wettbewerb. „Seeside“

setzte sich dabei gegen 203 andere Bands durch. Auch in Reinberg, wo „Seeside“ unter anderem seine neue CD „Wellenstürmer“ vorstellte, gewannen die acht Mitglieder ruckzuck ihr Publikum durch frische Lieder, die meist thematisch von der Küste handeln.

Sundhagens Bürgermeister Helmut Krüger (CDU) war glücklich, „Seeside“ nach Reinberg gelockt zu haben.

„Ich habe mich gefreut, dass das so kurzfristig geklappt hat“, sagte das Gemeindeoberhaupt, das noch eine andere große Aufgabe auf dem Fest zu erfüllen hatte.

Denn Krüger avancierte hier zum Auktionator. Er versteigerte eine alte Kutsche, die mehr oder weniger in der Gemeinde ein tristes Dasein geführt hat, für 260 Euro. Neuer Besitzer wurde Gerhard Tober aus Brandshagen, der das Gefährt künftig für private Fahrten durch die Großgemeinde nutzen will. Mit seinen zwei Ponys.

Auch in Sundhagen überzeugte der viele, frisch gebackene Kuchen, die Besucher. Auch hier wurde alles aufgeputzt. Für den Kuchen hatten wieder die Landfrauen gesorgt. Sie hatten ein Dutzend Bleche bereit gestellt. Gemeinderatsmitglied Martina Liedtke führte derweil eine Marmeladenverkostung durch, bei der die Besucher ihren Liebling küren durften. Das wurde am Ende eine Himbeer-Apfel Konfitüre von Roswitha Pendzinsky aus Wilmshagen.

„Das Erntedankfest in Reinberg ist eine der wenigen Möglichkeiten, die Bürger unserer Großgemeinde zusammenzuführen“, sagte Bürgermeister Helmut Krüger. Das sei ihm sehr wichtig, deshalb lege er großen Wert auf dieses Fest, das nun schon mehrfach hintereinander bei schönstem Herbstwetter stattgefunden hat.

Sundhagen war 2009 aus der Fusion von über dreißig Dörfern entstanden und erstreckt sich heute über ein Territorium, das von Horst im Süden bis fast heran an Stralsund im Norden reicht.

Mitunter ist das Zusammenspiel der Einwohner noch nicht da, wo es hin soll. Das war erst jüngst wieder bei der Ankündigung des Schulneubaus in Miltzow sichtbar.

Denn die Brandshäger sind gegen diese Schule am zentralen Ort. Sie wollen stattdessen lieber ihre noch bestehende Grundschule im Dorf behalten, die allerdings für viel Geld durch die Großgemeinde saniert werden müsste.

Walter Scholz und Reinhard Amler

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