Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen So groß ist jetzt das Loch in der A 20
Vorpommern Grimmen So groß ist jetzt das Loch in der A 20
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:38 08.02.2018
Vermesser vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr scannen die abgesackte Ostseeautobahn bei Tribsees. Quelle: Bernd Wüstneck
Anzeige
Tribsees

Das Loch auf der Autobahn 20 bei Tribsees (Vorpommern-Rügen) wird immer größer. Es habe sich von 40 auf rund 95 Meter Länge erweitert, berichtete das Verkehrsministerium in Schwerin auf Anfrage. Das weitere Absacken war von den Experten des Landesamts für Straßenbau im Herbst vergangenen Jahres auch so erwartet worden. Sie konnten aber damals nicht sagen, wann dies passieren wird.

Bilder der abgesackten Autobahn 20 sorgten im Herbst bundesweit für Kopfschütteln. Das größte und berühmteste Loch in der deutschen Autobahngeschichte wächst weiter.

Die Fahrbahn westlich der Ausfahrt Tribsees war Ende September mehrere Meter tief abgesackt. Wenige Wochen später musste die gesamte Autobahn beidseitig gesperrt werden. Der Grund für das Desaster ist ein Torf-Vorkommen unter der Autobahn. Was genau im Boden geschehen ist, ist weiter unklar. Spekuliert wird über die Verwendung zu schwacher Stützen, nicht überprüfter Techniken oder schlicht Fehlkalkulationen.

Zeitplan für Reparatur steht

Inzwischen steht der Zeitplan für die europäische Ausschreibung von Planungsleistungen für die Reparatur. Wie eine Ministeriumssprecherin sagte, können sich Planungsfirmen bis zum 22. Februar bewerben. Es folgen sechs Wochen, in denen die Bewerbungen ausgewertet werden. Anschließend würden drei Büros ausgewählt, die innerhalb von 30 Tagen ein detailliertes Angebot abgeben sollen.

Die Auswertung bis hin zum Zuschlag werde sechs Wochen dauern. Wenn keiner der unterlegenen Bieter klage, könne der Zuschlag voraussichtlich im Juni erteilt werden. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) war jüngst von einer vollständigen Wiederherstellung der Autobahn bis zum Jahr 2021 ausgegangen.

Große Sorgen bei Touristikern

Über die A20 rollt ein Großteil des Verkehrs in die Urlaubsgebiete an der Ostsee. Das Loch auf der Autobahn bereitet den Tourismusmanagern im Osten Mecklenburg-Vorpommerns Sorgen. Sie befürchten, dass sich Gäste von einem Besuch der Ostsee-Inseln Usedom oder Rügen abhalten lassen, wenn größere Staus an der Ausleitung entstehen sollten.

dpa

Kleine Handwerker bauen Nützliches für den Alltag

08.02.2018

Außerdem geht es um die Zukunft des Erdölmuseums

08.02.2018

Die Spiele-App des Deutschen Meeresmuseums geht in die zweite Runde. In Fortsetzung der ersten App „Be the Whale“ reist der Spieler als junger Weißwal vom stark ...

08.02.2018
Anzeige