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Grimmen Spektakuläres Finale im Hexenkessel
Vorpommern Grimmen Spektakuläres Finale im Hexenkessel
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00:00 10.09.2018
Die Bahn war am letzten Rennwochenende enorm schnell. In den unterschiedlichsten Klassen wurden die besten Fahrer gesucht. Quelle: Fotos: Mielke
Grimmen

„Was den Fahrerinnen und Fahrern an PS fehlt, machen sie durch Wahnsinn weg“, schallt die Stimme von Ulf Schnackenberg am Samstagmorgen aus den Lautsprechern im Grimmener Hexenkessel.

Das Jubiläumsjahr endet mit atemberaubenden Rennen und einer stimmungsvollen PS-Party

Zahlen und Fakten

100 ehrenamtliche Helfer sorgen an den Rennwochenenden für einen sicheren und reibungslosen Ablauf.

200 Rennen werden pro Wochenende im Hexenkessel gestartet.

Es ist das dritte und somit letzte Rennwochenende der Saison 2018. Die Motorsportfans aus Grimmen wissen, was dies bedeutet: Richtig, das Finale im Kessel-Cup oder anders ausgedrückt die Suche nach den besten Stock-Car-Fahrern der Saison hat begonnen. Und die Bedingungen für diesen sportlichen Kampf um die begehrten Pokale sind optimal. „Die Sonne scheint, es ist trocken und die Bahn ist unglaublich schnell. Mehr kann man sich nicht wünschen“, sagt Fahrer Eric Wiezorrek vom Buggy- Team-Vorland.

Es war aber auch der Abschluss des Jubiläumsjahres 25 Jahre Stock-Car-Rennen in Grimmen. Ein Vierteljahrhundert Rennsport in der Trebelstadt. Tausende Fahrer und viele Generationen, die den Hexenkessel unsicher machten. Fast genauso viele Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit aller Beteiligten sorgten. Zehntausende Besucher, die mit den Fahrern zuerst im alten Hexenkessel in Appelshof und inzwischen seit Jahren im neuen Motodrom in Grimmen mitfiebern.

„Ich war als Kind schon mit meinem Opa bei den ersten Rennen im Hexenkessel in Appelshof. Heute bin ich wiederum mit meinem Sohn immer noch bei fast jedem Rennen. Für mich ist das Schönste, dass man fast jeden kennt und viele eben nur hier beim Stock-Car drei Mal im Jahr sieht“, sagt Besucher Marthin Lühmann (31).

Und auf der Bahn läuft es derweil wie am Schnürchen. Die Motorsportfans können ohne größere Unterbrechungen ein Rennen nach dem anderen sehen. „Man merkt als Besucher, der schon viele Jahre die Rennen verfolgt, dass es rein fahrerisch große Veränderungen gegeben hat“, sagt Frank Jäger (51) und erklärt: „Die Fahrer sind einfach besser geworden. Noch vor Jahren gab es viel mehr Überschläge, aber inzwischen sind die Stock-Car-Fahrer so gut, dass aus den spektakulären Überschlägen geile Fahrmanöver geworden sind. Zudem fahren hier keine einfachen Schrottkisten mehr. Die Starter investieren inzwischen so viel Zeit und auch Geld in ihre Autos, so dass man von professionellen Rennautos sprechen kann.“

Doch dieser Wandel hat eben der Faszination Stock-Car keinen Abbruch getan, wie auch der künftige Landrat Stefan Kerth bei seinem Besuch feststellte. „Wahnsinn und toll was hier über diesen langen Zeitraum auf die Beine gestellt wird“, sagte er und schaute sich gemeinsam mit Benno Rüster, Vorsitzender der 1. Grimmener Stock-Car-Legion das Motodrom aus der Hubschrauber-Perspektive an.

Diese Rundflüge waren nur einige von vielen Höhepunkten der Jubiläums-Veranstaltung. Am Samstagabend gab die NDR-Showband „Papermoon“ einen stimmungsvollen Auftritt bei der After-Race-Party. DJ Mirko Redick war es dann, der die Stimmung bis zum Höhenfeuerwerk hoch hielt. Minutenlang waren die Blicke der Stock- Car-Leute zum Himmel gerichtet. Beinahe wie die Kerze auf der Geburtstags-Torte kam das pyrotechnische Lichterspiel am Nachthimmel daher.

Wer dann am Sonntag bei den Finalläufen im Kessel-Cup wieder die Motorhaube vorne hatte und welche Favoriten strauchelten, lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OSTSEE-ZEITUNG.

Raik Mielke

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