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Spielgeräte, Ritterfest und Sonnensegel

Grimmen Spielgeräte, Ritterfest und Sonnensegel

28 Euro pro Nase für die Kita-Kinder: Was planen die Einrichtungen mit dem zusätzlichen Geld?

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Beim Familiensozialprojekt – hier die Kita Findikus in Grimmen – wird in der nächsten Zeit mit den Mitarbeiterinnen in den einzelnen Einrichtungen darüber beraten, wofür die finanzielle Zuwendung genutzt werden soll.

Quelle: Foto: Peter Franke

Grimmen. Über zusätzliches Geld, das unter anderem für Spielgeräte und Kinderfeste verwendet werden könnte, freut man sich in den Kitas der Region. 1,4 Millionen Euro bekommt der Landkreis Vorpommern-Rügen aus dem Topf des vom Bund gekippten Betreuungsgeldes. Die Hälfte davon war den Kommunen schon direkt für die Kinderbetreuung überwiesen worden. Mit den 700000 Euro, die der Kreis zugewiesen bekam, sollen aber die 168 Kitas von Rügen bis Grimmen noch einmal unterstützt werden. Der Jugendhilfeausschuss Vorpommern-Rügen hatte entschieden, dass jedem Kita-Kind antragslos 28 Euro aus dem Schweriner Topf zur Verfügung gestellt werden (die OZ berichtete).

 

OZ-Bild

Bis Ende Februar sollte jeder Träger das Geld auf seinem Konto haben.Olaf Manzke Landkreis-Sprecher

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„Wegen des Geldes haben wir noch keine Info vom Kreisverband“, sagte Monika Frick, die Leiterin der Kindertagesstätten „Kinderland“ in Abtshagen, „Purzelbaum“ in Elmenhorst und „Rappelkiste“ in Zarrendorf, noch in der vorigen Woche der OZ. Träger der Kitas ist das Deutsche Rote Kreuz. In Abtshagen werden derzeit 50 Kinder betreut, in Zarrendorf 22 und in Elmenhorst 35. „Wünsche sind genug da“, stellt die Kita-Chefin klar. Seien es neue Spielgeräte, die Gestaltung von Außenanlagen oder beispielsweise Materialien für die pädagogische Arbeit. Fraglich sei auch noch, ob die 28 Euro gestaffelt gezahlt werden für Ganztags-, Halbtags- oder Teilzeitplätze. Man wisse also nicht, um welche Summe es unterm Strich geht.

Die 28 Euro würden „pro Kopf“ ausgereicht, bestätigt Olaf Manzke, Sprecher der Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen, auf OZ-Nachfrage. Also „für jeden belegten Platz in den Kindertageseinrichtungen, und das per Stand vom 1. März 2016“, erklärt Manzke und ergänzt: „Bis Ende Februar sollte jeder Träger das Geld auf seinem Konto haben.“

„Wir werden die zusätzlichen Mittel einsetzen für das Anschaffen neuer Spielgeräte auf dem Spielplatz im Krippenbereich der ’Spielbude’ in Zarrendorf“, nennt Tino Borchert ein Beispiel. Im „Zwergenhaus“ in Karnin sei geplant, Mittel für die Erneuerung des Küchenbereiches der Kita einzusetzen, erklärt der Geschäftsführer des Trägervereins Lebensräume e.V. Zudem sei die Erweiterung des Außenspielplatzes der Krippe in der Stralsunder 24-Stunden-Kita „Kindervilla Schatzkiste“ vorgesehen. Der Lebensräume-Verein betreut in Zarrendorf 48 Kinder, in Karnin 27 und in Stralsund 48 Jungen und Mädchen.

Die zusätzlichen Mittel allein reichten natürlich nicht aus, um die genannten Vorhaben zu realisieren, sagt Borchert: „Aber das Geld ist hilfreich.“ Ebenso sieht es auch Elvira Perschke. Die Geschäftsführerin des Vereins Wirbelwind, unter dessen Trägerschaft drei Kindertagesstätten betrieben werden, hat sich bereits von den Leiterinnen der Kitas in Horst, Reinberg und Brandshagen sagen lassen, wofür die außerplanmäßige Finanzspritze eingesetzt werden soll. So möchte das „Storchennest“ in Horst beispielsweise das Geld für die Vervollständigung ihres neuen Außengeländes verwenden.

Die „Butscherstuv“ in Brandshagen und die Kita „Wirbelwind“ in Reinberg wollen mit ihren Knirpsen zünftig feiern. „In Brandshagen wollen die Erzieher mit den Mädchen und Jungen ein Ritterfest feiern, in Reinberg soll es ein Sommerfest geben“, erzählt Elvira Perschke. Die Reinberger Kollegen würden sich zudem ein Sonnensegel wünschen und auch für die Bewirtschaftung ihrer zwei Gärten wären ein paar zusätzliche Euro hilfreich. Ob die Gelder für alle Wünsche reichen, das wisse Elvira Perschke noch nicht. „Auf jeden Fall freuen wir uns sehr, dass das Geld direkt den Einrichtungen zugute kommt.“

„Wir werden uns mit den Kolleginnen in unseren einzelnen Einrichtungen beraten, wie die Zuwendung eingesetzt wird“, informiert Antje Groß-Klußmann, Geschäftsführerin des Familiensozialprojektes  

Vorpommern. In Regie des Vereins werden 473 Kinder in Grimmen und Umgebung betreut.

Peter Franke und Anja Krüger

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