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Abstieg des SHV ist so gut wie besiegelt

Handball Abstieg des SHV ist so gut wie besiegelt

Nach der Heimpleite gegen Burgdorf kann die Mannschaft nur noch ein Wunder retten.

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Nach mehrwöchiger Verletzungspause stand Torben Ehlers (beim Wurf) erstmalig wieder im Aufgebot des SHV. Wie auch andere Leitungsträger blieb der 28-Jährige weit unter seinen Möglichkeiten.

Quelle: Jürgen Schwols

Handball. Mitte der zweiten Halbzeit verließen die ersten Zuschauer enttäuscht die Halle. Der gastgebende SHV lag zu diesem Zeitpunkt aussichtslos mit 20:28 zurück. Von Seiten der Spieler war kein Aufbäumen zu spüren. Gerade zu Hause, vor gut 700 Fans und Sponsoren, darf man so nicht auftreten, Abstiegskampf sieht anders aus! Am Ende unterlag der Gastgeber gegen den TSV Burgdorf II deutlich mit 25:33.

Bis zur 35. Minute hatte es allerdings nicht nach einer am Ende so klaren Angelegenheit ausgesehen. Immerhin stand es zu diesem Zeitpunkt 16:16. Anschließend setzte kollektives Versagen ein. Eine Erklärung hatte niemand parat. Jakub Vanek: „Uns fiel vorne nichts mehr ein, wir haben zu wenig gespielt, es gab nur noch Einzelaktionen.“ Der 22-Jährige war neben Kapitän Markus Dau noch ein Lichtblick des Abends. Vanek trat selbstbewusst auf, warf aus allen Lagen, erzielte sechs Treffer. Diese Leistung hätte man sich von dem Rechtshänder über die gesamte Saison gewünscht.

Der Stralsunder HV trat gegen Burgdorf ohne Martin Brandt (Bauchmuskelzerrung) und Sebastian Rumniak (Grippe und Rückenprobleme) an. Dafür waren nach wochenlanger Verletzung Torben Ehlers und auch der Kapitän Markus Dau wieder an Bord.

Der SHV war durch Filip Kliszyk mit 1:0 in Führung in Führung gegangen. Doch schon ein paar Minuten später lag die Heimmannschaft mit 2:5 hinten. Zwei verwandelte Strafwürfe durch Marek Suszka bedeuteten den 4:5-Anschluss. Vanek traf in der 18. Minute zur 8:7-Führung. Sicherheit gab diese allerdings nicht. Kurz darauf lag der SHV wieder mit 9:11 zurück. Nach einer Auszeit trat zunächst keine Besserung ein, die Gäste erhöhten auf 13:9. Bis zur Pause verkürzten die Sundstädter dann noch auf 13:15. „Insgesamt war die erste Hälfte, bis auf die vielen technischen Fehler, noch ganz gut“, resümierte Jakub Vanek.

Nach dem bereits erwähnten Ausgleich (16:16) lief auf Seiten des SHV nichts mehr zusammen. Nahezu ohne Gegenwehr konnte sich Burgdorf auf 22:17 absetzen, vollendete dabei einen Konter nach dem anderen. Die SHV-Akteure ließen die Köpfe hängen, liefen zum Teil nicht einmal mehr zurück.

Alle drei Torhüter, unter ihnen auch Daniel Stammann aus der zweiten Mannschaft, bekamen ihre Chance — keiner wusste sie zu nutzen. Da auch die meisten Spieler weit unter Durchschnitt agierten, nahmen die Partie und die Tragödie ihren Lauf. Stralsunds Trainer Ulf Ganzert hatte nach dem Spiel für die Leistung seiner Mannschaft auch keine Erklärung parat: „Unerklärlich, wie wir so einknicken konnten. Gerade auch die Leistungsträger haben versagt, zudem hatten wir 60 Minuten keinen Rückhalt im Tor. Uns ist klar, was diese Niederlage bedeutet“, ärgerte sich ein emotionsgeladener Coach.

Denn nach dieser Pleite stehen die Sundstädter vor dem Abstieg in die 4. Liga. „Rein rechnerisch ist zwar noch was möglich, aber realistisch gesehen, war es das wohl“, so ein hörbar geknickter Ulf Ganzert. Nur noch ein Wunder kann den SHV retten, aber daran glaubt niemand mehr.

Vor der Partie wurden in der Vogelsang-Halle noch die erfolgreichsten Nachwuchsteams des Vereins in der Saison geehrt. Beste Mannschaft war die männliche Jugend B, die Vize-Landesmeister wurde.

Ina Knodel

OZ

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Stralsund
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