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Auf ins Abenteuer: 70 km um Hiddensee

Stralsund Auf ins Abenteuer: 70 km um Hiddensee

Kanuten starten Sonnabend zu ihrem Marathon

Stralsund. Sie stellen sich Wind, Wellen und der Berufsschifffahrt: Die Kanuten vom Stralsunder Kanuclub (SKC). Die Sportler messen sich am Sonnabend mit anderen Aktiven aus Deutschland beim mittlerweile 16. Hiddensee-Marathon. Es ist der größte Offshore-Marathon Deutschlands. „Erst einmal fand der Marathon nicht statt“, sagt Matthias Reikowski vom SKC. Dennoch, sollte ein Gewitter aufziehen, werde die Fahrt abgebrochen. „Das ist einfach zu gefährlich“, sagt der Sportler.

Die 70 Kilometer lange Strecke führt in diesem Jahr im Uhrzeigersinn um das „Söte Länneken“ herum. Dabei passieren sie vier Kontrollpunkte – der erste befindet sich zwischen Hiddensee und Barhöft.

„Meist treten zwischen 45 und 80 Sportler an. in diesem Jahr haben sich 50 Kanuten angemeldet“, sagt Reikowski. Um 6 Uhr am Samstag starten die Kanuten allein oder zu zweit mit ihren Seekajaks.

Die schnelleren Surfskis sollen eine Stunde später losfahren. „Das letzte ,Okay’ gibt aber die Wasserschutzpolizei. Mit den Beamten sind wir ständig im Austausch“, so der Stralsunder. Zudem sorgen mehrere Boote, unter anderem von der DLRG, den Seenotrettern und der Wasserschutzpolizei für die Sicherheit der Kanuten auf dem Wasser.

Reikowski geht bei der Wettfahrt selbst an den Start und hat sich auch an der Organisation beteiligt. Er kennt die Tücken der Strecke ganz genau: „Die Wassertaxis, die zwischen Schaprode und Hiddensee verkehren, sind nicht ohne. Sie sind ziemlich schnell und sorgen für einen kräftigen Sog im Wasser“, sagt er. Hier müssten die Kanuten gut aufpassen. Zwar tragen alle eine farbige Mütze als Signal – dennoch seien die kleinen Boote nicht immer leicht erkennbar. Mit den Fähren könnten die Kanuten leichter umgehen.

„Dass sich das Gewässer permanent ändert, ist ebenfalls eine Herausforderung“, sagt er. So würden sich die Wellen vor Kloster beispielsweise sehr hart brechen. „Gefürchtet ist auch der Kubitzer Bodden, etwa 15 Kilometer vor dem Ziel.“ Dort müssten sich die Sportler besonders konzentrieren. „Vielen gehen da langsam die Kräfte aus, aber sie haben noch ein ganzes Stück vor sich“, weiß der Kanusportler. Immerhin benötigen die Kanuten durchschnittlich zwischen sechs und zwölf Stunden für den Kurs, je nach Witterung und Wellengang – und das zehrt eben an den Kräften.

Manuela Wilk

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