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Bei den Red Fox aus Stralsund geht es hoch hinaus

Stralsund Bei den Red Fox aus Stralsund geht es hoch hinaus

Die Cheerleader des Tanzclubs wollen die American Footballer anfeuern

Stralsund. Sie wirbeln umher, schlagen ein Rad und lassen sich durch die Luft werfen. Dabei halten sie die schwarzen und roten Pompoms hoch und strahlen über das ganze Gesicht. Die Kunststücke der Red Fox Seniors sind ziemlich hübsch anzusehen. Aber hinter den sogenannten Stunts (englisch für ein gewagtes Kunststück) der Stralsunder Cheerleader steckt hartes Training. Zweimal pro Woche treffen sich die Mitglieder und proben an ihrer neuen Show.

Dafür nimmt Antonia Langner jedes Mal den Weg von Greifswald nach Stralsund auf sich. Sie arbeitet als Krankenschwester und kommt sooft es der Schichtplan zulässt. „Mir gefällt vor allem die Vielfalt. Beim Cheerleading gibt es Elemente von Tanz, Bodenturnen und anderen Sportarten“, erklärt die gebürtige Stralsunderin.

Bis zum 23. April muss die Choreografie perfekt sitzen. Denn die Cheerleader des TSC Blau-Weiß Stralsund wollen das American Football Team, die Stralsund Pikes, bei ihren Heimspielen begleiten. Für die Männer ist es die erste Saison in der Landesliga MV. Beim Football wird den Zuschauern neben dem eigentlichen Duell meist eine Art Programm geboten. In Stralsund wollen die Red-Fox-Cheerleader für die Stimmung sorgen.

„Unser Sport passt einfach zum American Football“, sagt Carolin Genzen. Auch beim Fußball – als der FC Hansa Rostock in Stralsund zu Gast war – oder bei Spielen des SHV traten die Cheerleader schon auf. Sie haben also Erfahrung darin, ihr Publikum anzuheizen. „In der Halle hat die Show damals gut funktioniert“, sagt die 22-Jährige. Auf dem damals nassen Fußballrasen sei es dagegen schwierig gewesen. „Es war sehr rutschig und wir mussten trotzdem Pyramiden bilden und das Gleichgewicht halten“, erinnert sich die Heilerziehungspflegerin. Daher hoffen die Red Fox auf gutes Wetter beim Football.

Neben dem Sport verbindet die Teamkolleginnen mittlerweile eine tiefe Freundschaft. „Die Mädels fangen einen auf, und das nicht nur bei den Stunts.“

Für die Sportlerinnen ist es extrem wichtig, einander zu vertrauen. „Nur so kann es funktionieren. Man muss sich zu einhundert Prozent auf die anderen verlassen können“, erklärt Liza Stolzmann, die als Flyer oft durch die Luft fliegt. „Mir macht die Höhe nichts aus. Wichtig ist nur der Schwung von unten“, sagt die 20-Jährige lachend. Im Gegenteil: Liza reißt im Flug die Beine zum Kopf oder dreht sich um ihre Achse.

Die sonst eher harten American Footballer, die an dem Tag zum Training der Damen gekommen sind, können gar nicht richtig hinsehen. „Das ist schon sehr spektakulär und so hoch“, kommentiert einer von ihnen.

„Ich weiß, was ich tue“, meint Liza Stolzmann. Sie gehört seit sechs Jahren zu den Red Fox. „Am liebsten würde ich alles, was die Cheerleader in den USA können auch hier ausprobieren“, sagt sie. Doch das sei nicht immer möglich. Trotzdem will das Team zusammen mit Trainerin Kirsten Gründel ein schönes Programm zusammenstellen.

Premiere ist am 23. April beim Saisonauftakt der Footballer.

Manuela Wilk

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