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Grimmer Sprintstaffel brilliert in Hamburg / Leichtathleten erzielen top Leistungen

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Das Grimmener Gold-Quartett von links: Kimberly Opitz, Hilke Thamke, Thalia Kiesling, Hannah Becher.

Quelle: Sylvia Kiesling

Hamburg. Dass die vier Mädchen aus der Trebelstadt zu den schnellsten in Mecklenburg-Vorpommern gehören, dürfte nicht nur den Leichtathletik-Insidern bekannt sein, machten sie doch in der Vergangenheit häufig durch beachtliche Erfolge, nicht nur auf Landesebene, auf sich aufmerksam.

Am vergangenen Wochenende stellte sich das Quartett, bestehend aus Hilke Thamke, Kimberly Opitz, Thalia Kiesling und Hannah Becher der Konkurrenz in Hamburg. Der Veranstalter (Hamburger Sportverein) beziffert sein „Fest der 1000 Zwerge“ als größtes Nachwuchsereignis im Bereich der Leichtathletik und gilt als einzigartig in ganz Europa. Die Gegnerschaft war gewaltig. Laut dem Ausrichter reisten über 970 junge Leichtathleten aus über 90 Vereinen sowie Skandinavien an, um bei besten Bedingungen mit Temperaturen um die 25 Grad ihre Kräfte zu messen. Gemessen an der bisherigen Jahresbestzeit fand man die „Blau Weißen“ auf Platz 4 der Meldeliste wieder. Die Trainer um die Vereinsvorsitzenden Torsten Steinhöfel und Doreen Naujok erhofften sich insgeheim einen Platz unter den besten Sechs.

Doch die Schützlinge stellten einmal mehr ihre Nervenstärke unter Beweis und untermauerten eindrucksvoll, dass sie als Team zusammen gewachsen sind und sich vor der älteren Konkurrenz nicht verstecken müssen. Mit nahezu perfekten Wechseln holten die Vier den anfänglichen Rückstand auf die Gegner Meter um Meter auf und überquerten mit Schlussläuferin Hanna als Erste die Ziellinie.

Trainer Steinhöfel stockte der Atem. Stolz vor Glück umarmte er seine vier Mädels, die mit der Goldmedaille belohnt wurden.

Neben dem Staffellauf hat Startläuferin Hilke eine zweite Leidenschaft, das Ballwerfen. Auch hier war die Gegnerschaft geradezu riesig. In fast jeder Disziplin lag die Anzahl der Teilnehmer bei weit über 50, was die Dauer der einzelnen Wettkämpfe immens erhöhte. Doch das schien die junge Athletin nicht zu irritieren. Beherzt und voll konzentriert zog die 12-Jährige ihre starke Wurftechnik durch und gewann nach Platz eins in der Staffel ihre zweite Goldmedaille.

Staffelkollegin Kimberly Opitz musste als Neunjährige im Ballwerfen, Weitsprung und im 50 Meter Sprint in der Altersklasse 10 starten. Umso höher anzurechnen sind daher ihre erzielten Ergebnisse. Im Sprint kämpfe sie sich bis in das B-Finale vor, welches sie mit dem zweiten Platz und Gesamtplatz Zehn beendete. Im Ballwerfen verpasste sie als Vierte denkbar knapp eine Medaille. Im Weitsprung schließlich gelang ihr dann das schier Unglaubliche. Mit einer Weite von exakt vier Metern musste sie lediglich einer älteren Gegnerin den Vortritt lassen und nahm als Zweite überglücklich die Silbermedaille in Empfang. Hanna schaffte im gleichen Wettkampf einen starken achten Platz.

Thalia gehört neben Kimberly zu den landesschnellsten Sprinterrinnen in ihrer Altersklasse, musste zunächst ebenso in einen der unzähligen Sprintvorläufe über die 50 Meter Distanz. Im letzten Vorlauf startend verfehlte die Zehnjährige ihre persönliche Bestleistung nur knapp, befand sich nach Auswertung aller Vorläufe jedoch unter den acht Zeitschnellsten, und war für den Finallauf qualifiziert.

Hier musste Thalia lediglich zwei Athletinnen aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen ziehen lassen und erkämpfte einen dritten Platz.

Ihr Bruder Ian stellte sich im Kugelstoßen und Speerwerfen seinen Gegnern. Ziel des 14-Jährigen war, an seine Bestleistungen heranzukommen und damit vielleicht einen Platz auf dem Podest zu erreichen. Die Gäste aus Finnland zeigten hier eindrucksvoll, warum sie als das Mutterland des Speerwerfens gelten. Sowohl dort, als auch im Kugelstoßen beeindruckten die Finnen die Konkurrenz und stellten jeweils den Sieger. Ian selbst blieb im Kugelstoßen knapp unter seiner Bestleistung, erreichte jedoch einen sechsten Platz. Einen neuen persönlichen Bestwert dagegen setzte er im Speerwerfen. Neben Trainer Steinhöfel freute er sich selbst darüber am meisten, umso mehr, da es in der Endabrechnung Platz 3 und den Gewinn der Bronzemedaille bedeutete.

Glück im Unglück, in seinem vorerst letzten Wettkampf für die Grimmener Leichtathleten, hatte Nick Böttcher im Weitsprung. Gerade in dieser Disziplin errang der 12-Jährige in den vergangen Jahren beachtliche Erfolge. Siege bei Landesmeisterschaften und dem internationalen Ostseepokal sind hier in ganz besonderem Maße zu nennen. Mit einer gesprungenen Weite von 4,60 Metern lag Nick lange Zeit auf dem Silberrang, wurde im letzten Versuch jedoch noch von zwei Konkurrenten übertroffen und konnte leider nicht mehr kontern. Am Ende blieb Platz vier.

Zum Abschluss eines langen Wochenendes zieht das Trainerteam eine Bilanz, die in dieser Form wohl nicht erwartet worden war. Die Grimmener reisten mit lediglich sechs Athleten nach Hamburg. Im Ergebnis gewannen die Blau Weißen mehr als einen kompletten Medaillensatz (2 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze) und errangen zusätzlich vier weitere Podestplätze.

Ergebnisse

Gold:

4x50-Meter Staffel

in 29,94 Sek. mit Hilke Thamke, Thalia Kiesling, Kimberly Opitz, Hannah Steffi Becher Hilke Thamke im Ballwerfen, 43 Meter Silber :

Kimberly Opitz im Weitsprung,   4,00 Meter Bronze :

Thalia Kiesling , 50 m Sprint in   8,06 Sek.

Ian Kiesling , Speerwerfen,   36,93 Meter, 4. Platz : Kimberly Opitz, Ballwerfen, 27 Meter,   Nick Böttcher, Weitsprung,   4,60 Meter, 6. Platz :   Ian Kiesling, Kugelstoßen, 10,67 Meter, 7.

Platz: Hilke Thamke, Weitsprung, 4,07 Meter, 8. Platz : Hannah Becher, Weitsprung, 3,85 Meter

Sylvia Kiesling

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