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„Bolle“ fehlt im Achtelfinale

Grimmen „Bolle“ fehlt im Achtelfinale

Grimmener SV geht trotzdem mit Optimismus in die Landespokal-Partie gegen den Torgelower FC Greif

Grimmen. Zwar liegt das Hauptaugenmerk des Verbandsligisten Grimmener SV auf der Meisterschaft, aber nicht minder wichtig ist den Trebelstädtern das morgige Achtelfinale im Landespokal. Dazu empfängt der GSV Ligakonkurrenten Torgelower SV Greif um 13 Uhr im Grimmener Sportforum.

 

OZ-Bild

Thomas Boljahn bekommt Zuspruch von Trainer Schultz. Beim Elfmeter, das Tor hätte gegen Pommern den Sieg bedeutet, verletzte er sich und fällt im Pokalachtelfinale gegen Torgelow aus.

Quelle: Anja Krüger

Es ist natürlich eine Hammer-Aufga-

be und ein Sieg wäre eine Überraschung. Aber es ist nicht unmöglich.“Burghard Schultz, Trainer Grimmener SV

Ein Spiel bestritten die beiden Kontrahenten in der aktuellen Spielzeit bereits. 0:5 verlor der der Grimmener SV das Punktspiel. „Seitdem hat sich die Mannschaft aber weiterentwickelt – gefestigt", nennt GSV-Toptorschütze Thomas Boljahn die Unterschiede zu der damaligen Partie. „Und der Zusammenhalt in der Mannschaft ist enorm groß. Es ist keine unlösbare Aufgabe,“ fügt er hinzu. Letzteres hatte sich der Grimmener SV allerdings auch in der Vorwoche gegen den abstiegsbedrohten FC Pommern Stralsund gedacht, gegen den der GSV am Ende nicht über ein 1:1 hinaus kaum.

Nicht ganz unschuldig daran, so sieht es der 31-Jährige selbst, war Boljahn. Beim Elfmeter hatte er den Siegtreffer auf dem Fuß, rutschte aber weg und bugsierte den Ball über das Tor. „Ich kann gar nicht beschreiben, was ich in dem Moment gefühlt habe. Es ist, als bricht eine Welt zusammen“, sagt Boljahn. Immer noch würde er sich darüber ärgern. Und nicht nur, dass er dieses Tor vergab, was für ihn auch den ersten Platz in der Torjägerliste der Liga bedeutet hätte, er verletzte sich beim Ausrutschen. „Nur leicht, aber ich werde morgen nicht spielen“, erzählt er. „Das ist aber nur eine reine Vorsichtsmaßnahme. Schließlich will ich in der kommenden Woche zum Punktspiel gegen Pastow fit sein“, erklärt er. Die Torjägerkrone, die sei für ihn nicht so wichtig. Im Moment teilt er sich die Spitze in der Wertung mit jeweils 13 Buden mit Sava-Andre Mihajlovic vom Güstrower SC 09. „Ich freue mich mehr darüber, mit meinen Toren der Mannschaft zu helfen und dazu beitragen zu können, dass wir unser Saisonziel – den Klassenerhalt – erreichen“, sagt er.

Auch wenn Thomas Boljahn morgen nicht mit auflaufen wird, dabei sein wird er trotzdem. Er weiß, so sagt er, dass die Mannschaft alles geben wird. „Wir haben, auch ohne mich, eine mega Offensive.

Patrick Jeschke wächst derzeit über sich hinaus, ist zum Leistungsträger geworden. Unsere Verteidigung ist stark. Und Toni Arend macht überragende Spiele", schätzt er verschiedene Positionen ein. Das gebe der gesamten Mannschaft Selbstvertrauen und daran würden sich die Grimmener Akteure hochziehen.

Deshalb sieht er auch seine Mannschaft als Sieger vom Platz gehen. Sein Tipp für den Ausgang des Landespokal-Achtelfinales: „Nach einem 0:0 gewinnen wir im Elfmeterschießen.“ Sicher würde es besser sein, vorher das Spiel zu entscheiden, aber für das Elfmeterschießen sieht er den Vorteil ganz klar beim Grimmener SV. „Wir haben den besseren Torwart“, stichelt er ein wenig. Denn mit Maurice Wühn im GSV-Gehäuse haben die Torgelower es mit einem Ex-Spieler ihrer eigenen Farben zu tun.

Nicht ganz so spannend, aber mit gleichem Ausgang – einem Sieg, wünscht sich GSV-Trainer Burghard Schultz die Partie. „Es ist natürlich eine Hammer-Aufgabe und es wäre eine Überraschung“, gesteht der 61-Jährige ein. Aber niemand würde zu einem Fußballspiel antreten, um zu verlieren. Mit einem Sieg würde er die Trebelstädter seit 2008 erstmals wieder ins Viertelfinale des Landespokals führen.

Damals verloren die Grimmener da allerdings dann gegen den Malchower SV 90 mit 1:3.

Ganz so optimistisch, wie man Burghard Schultz kennt, ist er allerdings nicht. Wobei er für sein Team einen entscheidenden Vorteil sieht. „Von uns erwartet keiner, dass wir das Spiel gewinnen“, meint er. Deshalb sei ein 1:0-Erfolg durchaus möglich.

Anja Krüger

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