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Bronze bei Junioren-WM

Stralsund/Rotterdam Bronze bei Junioren-WM

Stralsunder erfolgreich im deutschen Ruder-Vierer

Stralsund/Rotterdam. Großer Empfang für einen jungen Stralsunder. Oberbürgermeister Alexander Badrow und Vertreter des Sportbundes treten heute beim Stralsunder Ruder-Club an, um Benjamin Leibelt zu begrüßen und besondere Glückwünsche zu überbringen.

Erneut ist es dem 18-Jährigen – der seit vier Jahren am Bundesstützpunkt in Stralsund trainiert – gelungen, bei einer Weltmeisterschaft das Podest zu erklimmen. Während er im letzten Jahr in Rio im Achter zu Bronze ruderte, erkämpfte er in diesem Jahr mit dem Deutschen Vierer wieder den dritten Platz bei der Junioren-WM der U19 in Rotterdam.

Im Team mit seinem Rostocker Trainingspartner Leon Münch und den beiden Hamburgern Titus Niklas Junkes und Simon Klose holte er bei der Deutschen Meisterschaft im Juni ungefährdet den Sieg und packte so die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft.

„Allerdings starteten wir in Rotterdam eher durchwachsen, konnten keinen der Vorläufe gewinnen, sind aber mit der zweitschnellsten Zeit ins Halbfinale eingezogen“, berichtet Benjamin Leibelt. Doch selbst hier waren sie nicht in der Favoritenposition. „Wir waren bei der EM Vierter, hatten uns zu Hause auf Platz eins vorbereitet, haben dann aber schnell gemerkt, dass der schon vergeben ist. Die Rumänen lagen in jedem Rennen vorn.“

So kam es auch im Finale. „Rumänien, Großbritannien und Italien lagen vor uns. 100 Meter vor dem Ziel ist Italien allerdings hängen geblieben. Um so größer war die Freude, als wir wirklich als Dritter über die Ziellinie reinkamen“, blickt der Stralsunder zurück.

Auf solche Erfolge blickt auch der Stralsunder Ruder-Club, dem Leibelt immer noch angehört, mit Stolz. „Jemanden im Nationalteam vertreten zu haben, ist toll. Wenn dann auch noch Medaillen dabei rausspringen ist die Freude überschwänglich“, sagt der zweite Vereinsvorsitzende Jürgen Neumann.

Diese Woche der Erholung verbringt der 1,96 Meter große Hüne in seiner Heimatstadt, bei seiner Familie und seinem Verein. „Ich bin auch stolz auf diesen Verein, der immer hinter mir steht. Ohne ihn wäre ich nicht so weit gekommen“, meint Benjamin. Außerdem sind auch Eltern und Schwester dem Rudern verfallen. „Diesen Werdegang hat er sich allerdings selbst ausgesucht und sich durch seinen eigenen Ehrgeiz so weit gebracht, auch wenn wir ihn dabei natürlich unterstützen“, sagt Vater Andre Leibelt.

Im kommenden Jahr steht nun aber das Abitur im Vordergrund, auch wenn eine weitere WM-Teilnahme natürlich angepeilt ist. Danach hofft Benjamin, sich bei der Bundeswehr weiter dem Sport widmen zu können. wbk

OZ

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