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Erfolg im Derby könnte Wende bringen Nr.2

Grimmen/Stralsund Erfolg im Derby könnte Wende bringen Nr.2

Grimmener SV und FC Pommern wollen sich aus dem Tabellenkeller befreien

Grimmen/Stralsund. Derbyzeit in der Trebelstadt: Im Sportforum empfängt morgen der Fußball-Verbandsligist Grimmener SV den FC Pommern Stralsund. Nachdem die Trebelstädter in der Vorwoche nach der Niederlage in Ueckermünde (1:2) in den Tabellenkeller gerutscht sind (14. Platz), gilt es nun, sich nicht dort festzusetzen. Während die Hausherren aus sechs Spielen drei Punkte holten, kassierten die Pommern bislang nur Niederlagen. Auch scheinen die Hansestädter eine der abwehrschwächsten Teams der Liga zu stellen. 15 Gegentreffer kassierten sie bislang. (Vielleicht auch aus diesem Grund wird Oliver Sund, der eigentlich kürzer treten wollte, statt Marcel Nierstenhöfer im Tor stehen.) Grimmens Torhüter Carl Claas (21) musste auch schon zwölfmal hinter sich greifen. Im Interview mit der OZ erzählen die Keeper, worauf es morgen ankommt.

Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen der Pommern?

Carl Claas: Ich habe ja erst ein Spiel gegen Pommern gestanden. Ich denke, dass die Stärke der Mannschaft im Spielerischen liegt und dass sie momentan in der Tabelle schlechter dastehen, als sie sind. Ihre Schwäche ist, genau wie bei uns bislang in dieser Saison, die Chancenverwertung.

Worauf kommt es für Sie in diesem Derby an?

Claas: Ich muss darauf achten, die Kommandos richtig zu geben, hellwach und konzentriert sein. Wir als Mannschaft müssen darauf achten, 90 Minuten voll da zu sein und die nötige Präsenz zu zeigen, wie es sich für ein Derby gehört. Und ich muss die individuellen Fehler vermeiden, die mir in den vergangenen Spielen unterlaufen sind.

Sie sprechen es selbst an: Drei der Gegentore, die der Grimmener SV in den vorhergegangen Spielen kassierte, gehen auf Ihr Konto. Wie gehen Sie damit um?

Claas: Stimmt, drei nehme ich auf meine Kappe. Ganz ehrlich, ich hatte danach jeweils ein paar Tage damit zu tun, das zu verdauen. Aber sich Vorwürfe zu machen, bringt nichts. Ich bin noch ein sehr junger Torwart, was keine Entschuldigung sein soll, aber ich habe den Ehrgeiz, mich weiterzuentwickeln.

Herr Sund, was haben Sie sich für das Spiel vorgenommen?

Oliver Sund: Dass wir erfolgreich das Spiel bestreiten, über 100 Prozent hinausgehen und den Kampf annehmen. Es ist ein wichtiges Spiel. Wir wollen den Dreier und was gäbe es Schöneres als gegen Grimmen einen Sieg einzufahren.

Worauf kommt es bei einem guten Torwart an?  

Sund: Ein Torwart muss eine gewisse Sicherheit und Ruhe ausstrahlen, stets konzentriert und psychisch belastbar sein. Außerdem muss er das Team anspornen und motivieren können Wie werden Fehler innerhalb der Mannschaft ausgewertet?

Claas: Vorwürfe gibt es da überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Viel Rückendeckung habe ich vom Trainer (Burghard Schultz; Anm. d. Red.) und auch von der Mannschaft. Auch wenn es noch nicht so richtig läuft diese Saison, in der Mannschaft ist der Zusammenhalt richtig gut. Und das gibt mir natürlich das nötige Selbstvertrauen.

Sund: Schuldzuweisungen gibt es nicht. Man ärgert sich selber genug und entschuldigt sich auch bei der Mannschaft für seine Fehler. Aber das kann passieren. Man gewinnt zusammen und man verliert zusammen.

Inwiefern können Sie als Torhüter Einfluss auf das Spiel und die Mannschaft haben?

Claas: Nach meinen Fehlern war zu merken, dass es auch bei meinen Vorderleuten nicht mehr so gut lief. Im Gegensatz dazu bin ich mir bewusst, dass ich mit guten Paraden auch die Feldspieler motivieren kann.

Sund: Der Torwart hat das ganze Feld vor sich und sieht, wo ein freier Mann ist. Er hat die beste Sicht und kann deligieren.

Wie sind Sie Torwart geworden?

Claas: Ich habe in der F-Jugend angefangen, bei der SG Reinkenhagen als Feldspieler. Schon damals wollte ich Torwart werden, aber in Reinkenhagen hatten sie einen guten. Ab dem E-Jugend-Alter bin ich in Greifswald zur Schule gegangen und wollte dort dann auch dort Fußball spielen. Zum ersten Training beim Greifswalder SV habe ich gleich Torwarthandschuhe mitgenommen und gesagt, dass ich Torwart bin. Und so wurde ich dann auch eingesetzt.

Und was reizt Sie an der Position im Tor?

Sund: Ich war damals lauffaul, wollte aber Fußball spielen. Es ist aber die wohl anspruchvollste Position auf dem Feld. Man muss immer voll konzentriert sein, denn Fehler werden hier zu hundert Prozent bestraft.

Wie geht das Spiel aus?

Claas: Wir wollen zu Null spielen, das haben wir uns fest vorgenommen. Am Ende siegen wir 2:0.

Sund: Wir gewinnen 2:1.

Interview Anja Krüger und

WenkeBüssow-Krämer

OZ

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