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Erfolg im Derby könnte Wende für Verbandsligisten bringen

Grimmen/Stralsund Erfolg im Derby könnte Wende für Verbandsligisten bringen

Grimmener SV und FC Pommern wollen sich aus dem Tabellenkeller befreien

Grimmen/Stralsund. Derbyzeit in der Trebelstadt: Im Sportforum empfängt morgen der Fußball-Verbandsligist Grimmener SV den FC Pommern Stralsund. Nachdem die Trebelstädter in der Vorwoche nach der Niederlage in Ueckermünde (1:2) in den Tabellenkeller gerutscht sind (14. Platz), gilt es nun, sich nicht dort festzusetzen. Während die Hausherren aus sechs Spielen drei Punkte holten, kassierten die Pommern bislang nur Niederlagen. Auch scheinen die Hansestädter eines der abwehrschwächsten Teams der Liga zu stellen. 15 Gegentreffer kassierten sie bislang. Grimmens Torhüter Carl Claas (21) musste auch schon zwölfmal hinter sich greifen. Im Interview mit der OZ erzählen er und Pommerns Marcel Nierstenhöfer (27), worauf es morgen im Derby ankommt.

Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen der Pommern?

Carl Claas: Ich habe ja erst ein Spiel gegen Pommern gestanden. Ich denke, dass die Stärke der Mannschaft im Spielerischen liegt und dass sie momentan in der Tabelle schlechter dastehen, als sie sind. Ihre Schwäche ist, genau wie bei uns bislang in dieser Saison, die Chancenverwertung.

Worauf kommt es für Sie in diesem Derby an?

Claas: Ich muss darauf achten, die Kommandos richtig zu geben, hellwach und konzentriert zu sein. Wir als Mannschaft müssen darauf achten, 90 Minuten voll da zu sein und die nötige Präsenz zu zeigen, wie es sich für ein Derby gehört. Und ich muss die individuellen Fehler vermeiden, die mir in den vergangenen Spielen unterlaufen sind.

Sie sprechen es selbst an: Drei der Gegentore, die der Grimmener SV in den vorangegangenen Spielen kassierte, gehen auf Ihr Konto. Wie gehen Sie damit um?

Claas: Stimmt, drei nehme ich auf meine Kappe. Ganz ehrlich, ich hatte danach jeweils ein paar Tage damit zu tun, das zu verdauen. Aber sich Vorwürfe zu machen, bringt nichts. Ich bin noch ein sehr junger Torwart, was keine Entschuldigung sein soll, aber ich habe den Ehrgeiz, mich weiterzuentwickeln.

Herr Nierstenhöfer, was haben Sie sich für das Spiel vorgenommen?

Marcel Nierstenhöfer: Dass wir zu null spielen!

Worauf kommt es bei einem guten Torwart an?  

Nierstenhöfer: Ich denke, er muss Sicherheit ausstrahlen und dem Team Rückhalt geben – gegebenenfalls auch mal von hinten dirigieren. Im Endeffekt ist man Teil des Teams. Da muss man sich nicht darüber aufregen, was vorn passiert. Wichtig ist es, ruhig zu bleiben, seinen Job gut zu machen und zu hoffen, dass die Jungs das vorne hinkriegen.

Wie werden Fehler innerhalb der Mannschaft ausgewertet?

Claas: Vorwürfe gibt es da überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. Viel Rückendeckung habe ich vom Trainer (Burghard Schultz; Anm. d. Red.) und auch von der Mannschaft. Auch wenn es noch nicht so richtig läuft diese Saison, in der Mannschaft ist der Zusammenhalt richtig gut. Und das gibt mir natürlich das nötige Selbstvertrauen.

Nierstenhöfer: Ich glaube, ich mache mir mehr Druck als meine Kollegen. Ich möchte immer zu null spielen, das klappt im Moment leider zu selten. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass irgendjemand nicht hinter mir steht.

Inwiefern können Sie als Torhüter Einfluss auf das Spiel und die Mannschaft haben?

Claas: Nach meinen Fehlern war zu merken, dass es auch bei meinen Vorderleuten nicht mehr so gut lief. Im Gegensatz dazu bin ich mir bewusst, dass ich mit guten Paraden auch die Feldspieler motivieren kann.

Nierstenhöfer: Indem man dirigiert, ermahnt wach zu bleiben und im entscheidenden Moment eingreift. Schließlich ist nichts schwieriger, als 90 Minuten nichts zu tun zu haben, und in der 91.

Minute muss man den entscheidenden Ball halten.

Wie sind Sie Torwart geworden?

Claas: Ich habe in der F-Jugend angefangen, bei der SG Reinkenhagen als Feldspieler. Schon damals wollte ich Torwart werden, aber in Reinkenhagen hatten sie einen guten. Ab dem E-Jugend-Alter bin ich in Greifswald zur Schule gegangen und wollte dort dann auch dort Fußball spielen. Zum ersten Training beim Greifswalder SV habe ich gleich Torwarthandschuhe mitgenommen und gesagt, dass ich Torwart bin. Und so wurde ich dann auch eingesetzt.

Und was reizt Sie an der Position?

Nierstenhöfer: Hier muss man weniger laufen (lacht). Es hat bei mir jedenfalls schon in der D-Jugend angefangen, schließlich stand ich auch mal auf dem Feld. Aber ich war da im Tor wohl nicht so schlecht, also bin ich geblieben.

Wie geht das Spiel aus?

Claas: Wir wollen zu null spielen, das haben wir uns fest vorgenommen. Am Ende siegen wir 2:0.

Nierstenhöfer: Das ist sicher schwer zu sagen, aber ich sage: Wir gewinnen 2:0.

Interview Anja Krüger und

WenkeBüssow-Krämer

OZ

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